Meteorologische Bilanz: Wetter 2012 - vom Lehrbuch vorhergesagt

Kälte im Februar, Hitze im August - und auch sonst wie immer. Das Wetter scheint chaotisch, doch es hielt sich im vergangenen Jahr streng an den Durchschnitt der vorherigen Jahrzehnte. Eine interaktive Karte zeigt Orte, an denen 2012 aber doch Besonderheiten gemessen wurden.

Wetter 2012: Orte der Feude und der Tristesse Fotos
DPA

Hamburg - Das Wetter in Deutschland im vergangenen Jahr war durchschnittlich. Wie die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes zeigt, schien die Sonne in etwa so wie üblich, im Bundesdurchschnitt 1651 Stunden. Und es regnete ähnlich viel wie sonst, im Landesmittel 768 Liter pro Quadratmeter. Die Temperaturen lagen zwar etwas höher als im klimatologischen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 - doch die Erwärmung ist mittlerweile der Normalfall.

Auch der Wechsel der Jahreszeiten verlief geradezu lehrbuchhaft: Der kälteste Monat war der Februar; die kälteste Nacht meldete Oberstdorf am 6. Februar mit minus 29,4 Grad. Im August herrschte die größte Hitze. Am 20. August maß der DWD in Dresden-Hosterwitz mit 39,8 Grad den Höchstwert.

Manche Regionen aber ragten heraus. Eine SPIEGEL-ONLINE-Grafik zeigt die Orte, an denen das Wetter 2012 für deutsche Verhältnisse extrem ausfiel:

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insgesamt 27 Beiträge
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1. Gut so ! Weiter so !
UCL 03.01.2013
Knapp, allzu knapp, aber froh überhaupt dergleichen Texte zu lesen im >Wissenschaft< Sektor. Die Karte leider ein wenig zu lieblos geraten, aber schließlich sind die Fakten das Entscheidende (nur wäre schön, sich für den Kommunikator-Wettbewerb zukünftig zu empfehlen, mit ein wenig phantasiereicheren und vielleicht auch Daten-reicher geschichteten Graphiken bzw. Animationen -- ich fände das gut und das wäre ja auch, was SPON besonders im Vergleich zu gedruckten bzw. klassischen Wissenschaftberichten anderswo hervorheben könnte). Mehr Berichte, vor allem auch lokal/regional Wetter in allen seinen Facetten (Entstehung, Berechnung/Vorhersage, Extreme, etc) uns erläuternd hier über statistische Beschreibungen hinaus, wissenschaftlich unterfüttert zu präsentieren, fänd' ich spannend. Für mich, als Mediziner, ist diese irre Arbeit der Metereologen ebenso absolut phaszinierend wie die Archiologie, Astronomie und Teilchenphysik - vor allem da zu bedenken ist, wenn ich es richtig zusammenfasse, welch irre spannende mathematische Entdeckungen und neuen Konstrukte im Kontext der Metereologie erarbeitet wurden und werden. Im Übrigen muß ich mir da vor dem Hintergrund dieses lobenswert prägnanten Berichts hier erlauben, auf eine - aus meiner Sicht - besondere TV-Wetterberichterstattung hinzuweisen (die ich für den Grimme-Preis vorgeschlagen habe) : die Wettervorhersage in der Lokalzeit-Köln des WDR.
2. Ucl
lobbie 03.01.2013
Das ist doch hoffentlich eine Satire? Bislang ist mir SPON eigentlich nicht durch durchdachte, wissentschaftlich und inhaltlich korrekte Beitrage bezüglich Wetter oder Meteorologie in Erinnerung - solte ich falsch liegen, dann gehe ich als Wetterbeobachter (seit fast 40 Jahren) frühzeitig freiwilig in Pension. Achso, hatte ich ja ganz vergessen - gehe sowieso in vier Jahren..... lobbie
3. optional
ae1 03.01.2013
Mittlerweile halte ich diese Meldungen allesamt für Fakes. Tatsache ist doch, dass der vergangene Sommer wie jeder in den letzten sieben, acht Jahren kälter als der vorhergehende war. Heizen im Sommer scheint üblich zu werden. Steigende Durchschnittstemperaturen: einfach nur mehr lächerlich.
4.
muellerthomas 03.01.2013
Zitat von ae1Mittlerweile halte ich diese Meldungen allesamt für Fakes. Tatsache ist doch, dass der vergangene Sommer wie jeder in den letzten sieben, acht Jahren kälter als der vorhergehende war. Heizen im Sommer scheint üblich zu werden. Steigende Durchschnittstemperaturen: einfach nur mehr lächerlich.
Aha, das ist also eine Tatsache. Dann messen Sie doch einfach die Temperaturen bei Ihnen vor Ort und veröffentlichen die Daten.
5. Wer's glaubt ...
haraldme 03.01.2013
... wird selig. 2012 hatte einen grottenschlechten Sommer. Badewetter war im Norden absolute Mangelware. Denkt nach - und veröffentlicht nicht jeden Mist ungeprüft. Das machen die Revolverblätter schon zur Genüge.
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