Weltwetterorganisation Nur drei Jahre waren jemals heißer als 2018

Tropenstürme und extreme Trockenheit - 2018 gab es einen Anstieg bei Wetterextremen. Laut Weltwetterorganisation könnte es das viertwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden.

DPA

2018 zählt zu den heißesten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts. Das laufende Jahr werde voraussichtlich das viertheißeste Jahr werden, heißt es im vorläufigen Bericht zum Stand des Klimas im Jahr 2018 der Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Auch die vergangenen zwei Jahrzehnte seien besonders warm gewesen, teilte die WMO mit. Die 20 wärmsten Jahre lagen demnach in den vergangenen 22 Jahren.

WMO-Generalsekretär Petteri Taalas warnte, die Welt sei im Kampf gegen den Klimawandel und steigende Temperaturen nicht auf dem richtigen Weg. Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, drohe die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um drei bis fünf Grad zu steigen. Taalas wies darauf hin, "dass wir die erste Generation sind, die den Klimawandel vollauf versteht, und die letzte Generation, die in der Lage ist, etwas dagegen zu tun".

Mehr Tropenstürme auf Nordhalbkugel

Der WMO-Bericht verweist auch auf eine Vielzahl von Wetterextremen im laufenden Jahr. So habe es in der gesamten Nordhalbkugel 2018 deutlich mehr Tropenstürme gegeben als üblich. Bis zum 20. November wurden demnach 70 solcher Unwetter gemeldet, der langfristige Mittelwert liegt bei 53.

Auch auf die ungewöhnlich ausgeprägte Dürre diesen Sommer in Europa verwies die WMO. Von der Trockenheit seien insbesondere Deutschland und seine Nachbarländer betroffen gewesen.

Für 2019 sieht es schon jetzt nicht gut aus: Die WMO schätzt die Chance, dass in den nächsten drei Monaten das Wetterphänomen El Niño beginnt, auf 75 bis 80 Prozent. Das alle paar Jahre auftretende Klimaphänomen führt zu Dürren in den Tropen und reduziert unter anderem die Kapazität von Wäldern, CO2 aufzunehmen. "Wenn sich El Niño entwickelt, dürfte 2019 noch wärmer werden", teilte die WMO mit.

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Fotostrecke: Wetterextreme in 2018

Die WMO legte ihren Bericht drei Tage vor Beginn der 24. Uno-Klimakonferenz im polnischen Katowice vor. Dort beraten ab Sonntag Vertreter aus etwa 200 Ländern, wie die Ziele des Pariser Klimaabkommens konkret umgesetzt werden sollen.

Die Erderwärmung soll dem Abkommen zufolge deutlich unter zwei Grad gehalten werden, möglichst aber bei 1,5 Grad. Der IPCC hatte daher Anfang Oktober in seinem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen" gefordert.

Im Video: Klima extrem - Warum das Wetter immer unberechenbarer wird

cop/AFP/dpa

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