Wettergrenze Geteiltes Deutschland

Eine Wettergrenze zieht mitten durch Deutschland, im Norden herrscht Sonnenbrandgefahr. Am Dienstag ist Frühlingsanfang, Europa dreht ins Licht.

Wolkengrenze über Deutschland
EUMETSAT/Deutscher Wetterdienst

Wolkengrenze über Deutschland

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Eine Statistik ist nicht bekannt, doch würde es nicht überraschen, gäbe es im Frühjahr die meisten Sonnenbrände. Mitteleuropäer zieht es nach dem Winter in die Sonne, die im März bereits recht kräftig scheint. Von kühler Witterung lassen sich viele vorgaukeln, sich nicht schützen zu müssen.

Ungeschützte Haut kann besonders in diesen Tagen Schaden nehmen, weil zwei Faktoren zusammenkommen: viel Sonnenschein und trockene Luft - je weniger Feuchtigkeit die Luft enthält, desto mehr Sonne dringt durch, es herrscht Fotografenwetter.

Dass wenig Wasser in der Luft ist, verrät der tiefblaue Himmel: "Die Luft ist extrem trocken in der gesamten Atmosphäre", berichtet Kachelmannwetter unter Verweis auf aktuelle Messdaten.

Am Montag allerdings ist die Sonnenbrandgefahr in Deutschland ungleichmäßig verteilt - eine scharfe Wettergrenze teilt das Land. Im Norden scheint nahezu ununterbrochen die Sonne, im Süden so gut wie gar nicht.

Die Wetterlage ändert sich über Nacht, wenn sich von Nordwesten her Bewölkung über Deutschland schiebt, die mancherorts Schnee bringt. Vormittags dürfte das Schneegebiet bereits über der Mitte des Landes liegen, sodass es in Norddeutschland am Dienstag abermals sonnig wird.

Und um 17.15 Uhr am Dienstag beginnt der astronomische Frühling, die Sonne steht dann direkt über dem Äquator, Nord- und Südhalbkugel erhalten gleich viel Sonnenlicht.

Es ist Tag-Nacht-Gleiche; Tag und Nacht sind gleich lang. Die Sonne geht an diesem Sonntag exakt im Osten auf, ihr Mittagszenit liegt genau im Süden, und abends geht sie präzise im Westen unter.

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Von nun an schwenkt die Nordhalbkugel immer weiter in die Sonne, die Luft wärmt sich. Milde Luft kann mehr Feuchtigkeit halten, deshalb lösen sich Nebel auf. Temperaturunterschiede im Norden verringern sich, dadurch flauen Winde ab - das Wetter stabilisiert sich zum Sommer hin.

Morgens wird es nun immer früher hell, abends später dunkel. Die Tage werden länger, im Laufe des März um gut anderthalb Stunden; Ende des Monats bleibt die Sonne bereits fast 13 Stunden am Himmel.

Die Helligkeit lockt Vögel und Insekten nach Norden. Und vom Rheintal ausgehend beginnt es zu blühen, es beginnt die Zeit der Frühlingsgefühle.

Dieses Jahr scheint es allerdings zu dauern. Wettermodelle zeigen zwar, dass es milder wird in den nächsten Tagen in ganz Deutschland, aber die Zehn-Grad-Grenze dürfte bis Freitag nicht geknackt werden.

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