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Klimawandel: Deutschland hat sich um 1,4 Grad erwärmt

Die Elbwiesen in Dresden Zur Großansicht
DPA

Die Elbwiesen in Dresden

2015 war in Deutschland das zweitwärmste Jahr der Messgeschichte, vor allem wegen der viel zu milden Monate November und Dezember. Insgesamt ist es hierzulande deutlich wärmer als im 19. Jahrhundert.

Die globale Erwärmung macht sich in Deutschland wie über den meisten Landflächen stärker bemerkbar als im weltweiten Vergleich. Seit 1881 hat sich Deutschland um 1,4 Grad erwärmt, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Im globalen Durchschnitt habe der Wert bei etwas unter einem Grad gelegen, sagt DWD-Experte Thomas Deutschländer. Ursache sei auch die geografische Lage: "Land erwärmt sich schneller als Wasser", sagte er. Die Entwicklung sei also zu erwarten.

Die Mitteltemperatur der vergangenen 25 Jahre lag demnach hierzulande mit 9,2 Grad genau ein Grad über dem Wert der gebräuchlichen Vergleichsperiode von 1961 bis 1990. "Das ist erlebter Klimawandel", sagt Deutschländer. 2015 lag die Temperatur in Deutschland im Mittel bei 9,9 Grad.

Wärmste Jahre in Deutschland Zur Großansicht
DWD/ Karsten Friedrich

Wärmste Jahre in Deutschland

Den Meteorologen zufolge waren 23 der 25 Jahre in Deutschland seit 1990 wärmer als die Bezugsperiode. Dazu beigetragen habe auch das vergangene Jahr - es war zusammen mit 2000 und 2007 das zweitwärmste seit Beginn der Messreihe. Den Rekord hält das Jahr 2014 - siehe Grafik oben.

Bis Ende Oktober war ein Spitzenplatz für 2015 aber noch nicht absehbar gewesen. Ausschlaggebend seien der außergewöhnlich milde Spätherbst und Temperaturrekorde im November und Dezember, berichtet der DWD. Der November war um 3,5 Grad wärmer als im Durchschnitt, der Dezember fiel gar mit einem Plus von 5,7 Grad gegenüber dem Mittel aus dem Rahmen.

In den beiden Monaten war es zudem besonders trocken. Auch im Sommer 2015 gab es mehr als 20 Tage ohne nennenswerten Niederschlag, örtlich habe regelrecht Dürre geherrscht. Darüber hinaus gab es einen neuen nationalen Hitzerekord: Er wurde mit 40,3 Grad am 5. Juli sowie erneut am 7. August im bayrischen Kitzingen registriert.

Global ist das Jahr 2015 nach Angaben der US-Klimabehörde das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Durchschnittstemperatur der Nordhalbkugel hatte in den vergangenen Wochen gar die Marke von zwei Grad über dem 19. Jahrhundert gebrochen. Antrieb der Erwärmung war in den letzten Monaten vor allem das Wetterphänomen El Niño.

Die Niederschlagsmenge in Deutschland hat den DWD-Daten zufolge seit 1881 um gut ein Zehntel zugenommen. Die Sonne hingegen scheine nur ein kleines bisschen häufiger als früher.

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boj/dpa/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 160 Beiträge
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1. All diese Wetterfrösche---
kasam 08.03.2016
Diese 1,5 oder 2 Grad---sind, wenn man ehrlich ist und die Wetterdaten der ex UDSSR dazu nimmt, seit sage und Geschreibsel schon seit den 90 zigern überholt worden---das ist keine Zukunfts-Idee, das Erreichte liegt in der Vergangenheit---Also alles was man will, oder macht, oder möchte ist bla bla. Wir sind schon da, wo wir nie hinwollten-------
2. Diese warmen Winter könnten sehr schnell...
AundZwanzig 08.03.2016
...zu einem Problem werden, wobei sie es teilweise wohl schon sind. Es werden hier immer mehr Insekten heimisch, die früher die länger anhaltenden Frostperioden nicht überstanden hätten. In der Nordsee breitet sich das Petermännchen immer mehr gen Ost- und auch Nordfriesland aus, was auch erst die höheren Meerestemperaturen erlaubten. Trinkwasser wird auch noch ein Problem werden, sobald die Gletscher abgeschmolzen sind.
3. Es sollte noch etwas wärmer werden,
freidenker49 08.03.2016
dann könnten wir Heizkosten sparen, die Ostsee wird im Sommer richtig warm. Langfristig ist auch in D Land unter. Deshalb wäre es günstiger, den jetzt schon betroffenen Ländern zu helfen als Abermilliarden in der Klimarettung zu verpulvern. Vielleicht haben wir bald Fusionsresktoren, dann ist das Problem eh ausgestanden.
4. Es wird also langsam wärmer - ja und?
undog 08.03.2016
Die Deutschen werden sich daran anpassen und andere sollten das genauso tun. Für die Trockenzonen: weniger Bevölkerung und in den noch trockeneren gar keine.
5. kommet ihr foristen
toisdorf.rab 08.03.2016
und leugnet die klimaerwärmung als lügenwissenschaftliche statistiken. Und opponiert weiterhin gegen alle spürbaren klimaschutzmaßnahmen, wenn sie verzicht verlangen und etwas kosten sollten.
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