Wetterphänomen Märzwinter Frieren und fotografieren!

Am Wochenende kommt der Märzwinter: Statt sich zu grämen, könnte der Kälterückfall ein Anlass sein, mit Handy oder Kamera spazieren zu gehen und ein Wetterphänomen abzulichten.

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Als Märzwinter bezeichnen Meteorologen ein eher unbeliebtes Phänomen: Die Wiederkehr der Kälte, nachdem es bereits frühlingshaft geworden war. Auch dieses Jahr passiert es, am Wochenende bringt Nordostwind frostige Temperaturen und vielerorts auch Schnee.

Statt sich zu grämen, könnte der Kälterückfall Anlass sein, ein Phänomen zu bewundern, das damit nach Europa kommt: Fotografenwetter.

Die Luft aus Nordosten ist arm an Staub und Feuchtigkeit, mithin besonders klar - der kalte Nordostwind sorgt für Tiefenschärfe. Besonders am Sonntag dürfte sonniges Wetter in vielen Teilen Deutschlands klare Sicht und eindrucksvolle Fotos ermöglichen.

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Märzwinter: Blaue Stunden

Das Wetterphänomen kann als Vorteil des Winters gegenüber dem Sommer gelten, wenn die Luft gewöhnlich trüber ist und etwa Sonnenuntergänge weniger stark leuchten.

Mehrere Ursachen sorgen für den Unterschied: In der warmen Jahreszeit kann die Luft mehr Feuchtigkeit halten, die die Sicht trübt. Außerdem fördert die kräftige Sonnenstrahlung chemische Reaktionen, die dafür sorgen, dass größere Gaspartikel in kleinere zerfallen, die für Dunst sorgen.

Weil im Sommer üblicherweise schwächerer Wind weht als zu anderen Jahreszeiten, verharrt der Dunst dann länger. Schließlich sorgt die tief stehende Sonne im Winter dafür, dass der Himmel in tieferem Blau erscheint.

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Ansonsten bestimmen Sturm, Frost, Schnee und Sonne das Wetter in Deutschland in den kommenden Tagen.

Für Samstag sagen Meteorologen für Süddeutschland starke Bewölkung und Schneefall voraus. Im Norden dürfte bei wechselnder Bewölkung und stürmischem Nordostwind länger die Sonne scheinen, an der Küste jedoch werde es schneien.

"Die Höchstwerte am Samstag liegen im Norden und in der Mitte zwischen minus vier und plus ein Grad und im höheren Bergland um minus sechs Grad. Im Süden werden ein bis fünf Grad erreicht", meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). In der Nacht wird es landesweit frostig.

Für Sonntag sagt der DWD für den Süden mehr Schnee voraus. Im Rest des Landes werde es bei Temperaturen von knapp über Null hingegen sonnig, trocken - und klar.

boj



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