"Wildlife Photographer"-Wettbewerb Panzerknacker

Ein Krokodil auf der Jagd, eine Gorillamutter mit Zwillingen und eine Perlenschnur im Krötenteich: Beim "Wildlife Photographer of the Year"-Wettbewerb werden im Oktober herausragende Naturfotos ausgezeichnet. Nun zeigt die Jury eine Vorauswahl der besten Bilder.

Alejandro Prieto/ 2013 WPY

London - Eine Auszeichnung beim renommierten Wettbewerb "Wildlife Photographer of the Year" wollen viele ergattern. Mehr als 48.000 Fotos aus 98 Ländern haben die Juroren dieses Jahr durchgesehen.

Wer einen Preis erhält, wird erst im Oktober verkündet. Doch schon jetzt erlauben die Organisationen den Blick auf einige Arbeiten, die auf eine Auszeichnung hoffen können. Die in der Fotostrecke gezeigten Bilder sind außerdem alle Teil einer Ausstellung im Natural History Museum in London, die ebenfalls im Oktober beginnt.

Langes Warten auf den richtigen Moment

Wie viel Arbeit hinter den Bildern steckt, schildern einige Fotografen in den Begleittexten. Um beispielsweise einen Frosch auf Augenhöhe abzulichten, stieg ein polnischer Teilnehmer in einen kühlen See und wartete so ruhig wie möglich auf den richtigen Moment fürs magische Foto - den Sonnenuntergang. Ein anderer Fotograf berichtet, dass ihn Moskitos nahezu auffraßen, während er geduldig den perfekten Augenblick abpasste. Er fotografiere das Nebeneinander von Affen und Menschen in einer indischen Stadt.

Einen besonderen Moment erwischte auch eine Fotografin, die eine Gorillamutter in einem Nationalpark in Ruanda mit ihren jungen Zwillingen ablichtete. Das Weibchen war gerade mit dem Silberrücken der Gruppe aneinandergeraten. Die Spannung fängt das Foto eindrucksvoll ein.

Manche Aufnahmen sind nichts für Zartbesaitete; unter den Favoriten findet sich das Foto eines Krokodils, dessen Kiefer sich gerade um den Kopf einer Schildkröte schließen.

Der "Wildlife Photographer of the Year"-Wettbewerb findet seit 1965 statt, neben den Natural History Museum in London gehört BBC Worldwide zu den Organisationen. Die Auszeichnungen werden in verschiedenen Kategorien vergeben und zwar:

  • drei Kategorien für junge Fotografen unter 18 Jahren, nach Alter unterteilt,
  • elf Kategorien für erwachsene Fotografen, darunter etwa "Underwater Worlds" und "Animal Portraits".
  • Dazu kommen vier Sonderpreise, darunter der Gerald Durrell Award for Endangered Species und der Wildlife Photojournalist Award.

wbr



insgesamt 68 Beiträge
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xxbigj 29.08.2013
1. optional
Bild 9 finde ich am besten!
gum2 29.08.2013
2. Bereits das erste Bild ist grenzwertig
Und fügt sich in die vergleichsweise "neue" Art ein, Natur- und Tierfotostrecken zu erstellen. Da wird nicht mehr die Schönheit betont, sondern zunehmend Brutalität dargestellt. Ob jemand dabei an jüngere Leser gedacht hat, wohl nicht? Oder ruft der Spiegel zur allgemeinen Verrohung auf? Eines der geschmacklosesten Bilder seit langem. Da werden bei mir neuerliche Zweifel der journalistischen Qualität des Spiegels deutlich!
frunabulax 29.08.2013
3.
Zitat von gum2Und fügt sich in die vergleichsweise "neue" Art ein, Natur- und Tierfotostrecken zu erstellen. Da wird nicht mehr die Schönheit betont, sondern zunehmend Brutalität dargestellt. Ob jemand dabei an jüngere Leser gedacht hat, wohl nicht? Oder ruft der Spiegel zur allgemeinen Verrohung auf? Eines der geschmacklosesten Bilder seit langem. Da werden bei mir neuerliche Zweifel der journalistischen Qualität des Spiegels deutlich!
Meine Güte, ich wollte mich gerade für die tollen Fotos bedanken und dann muss ich so ein kleinkariertes, dummes Statement lesen.
stukenbrok 29.08.2013
4.
Zitat von gum2Und fügt sich in die vergleichsweise "neue" Art ein, Natur- und Tierfotostrecken zu erstellen. Da wird nicht mehr die Schönheit betont, sondern zunehmend Brutalität dargestellt. Ob jemand dabei an jüngere Leser gedacht hat, wohl nicht? Oder ruft der Spiegel zur allgemeinen Verrohung auf? Eines der geschmacklosesten Bilder seit langem. Da werden bei mir neuerliche Zweifel der journalistischen Qualität des Spiegels deutlich!
Ja, wirklich erschreckend, wie die Tierwelt immer mehr verroht. Überhaupt die Natur, sie wird immer skrupelloser! Nehmt der Flora und Fauna endlich RTL2 weg!!!elf
An-On 29.08.2013
5. Zartbesaitet?
Zitat von gum2Und fügt sich in die vergleichsweise "neue" Art ein, Natur- und Tierfotostrecken zu erstellen. Da wird nicht mehr die Schönheit betont, sondern zunehmend Brutalität dargestellt. Ob jemand dabei an jüngere Leser gedacht hat, wohl nicht? Oder ruft der Spiegel zur allgemeinen Verrohung auf? Eines der geschmacklosesten Bilder seit langem. Da werden bei mir neuerliche Zweifel der journalistischen Qualität des Spiegels deutlich!
Tja, Natur ist eben nicht nur Sonnenuntergangsstimmung, sondern in erster Linie Kampf ums Dasein und Survival of the Fittest. Wem das zu hart ist, der ist fuer Naturfotos halt zu weich und sollte sich besser mit Disneyland und Hello Kitty befassen. Da wird nicht geblutet und nicht gestorben.
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