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Metallverbindungen: Windräder verschmutzen Nordsee mit Rostschutz

Windenergiepark in der Nordsee: Rostschutz im Meer Zur Großansicht
DPA

Windenergiepark in der Nordsee: Rostschutz im Meer

Windräder gelten als umweltfreundlich - doch Offshore-Anlagen haben eine Schattenseite. Die Stahltürme geben nach SPIEGEL-Informationen tonnenweise Metallverbindungen ins Meer ab.

Mit dem weiteren Ausbau von Windkraftanlagen auf See werden in den kommenden Jahren Tausende Tonnen giftiger Metallverbindungen in Nord- und Ostsee eingebracht. Grund ist der Einsatz sogenannter Opferanoden. Sie sollen das Verrosten der stählernen Fundamente der Windparks verhindern.

Die Opferanoden, die hauptsächlich aus Aluminium, aber auch aus Zink und Schwermetallen bestehen, lösen sich im Wasser nach und nach auf. Eine Umweltfolgenabschätzung dazu gibt es bislang nicht. Allein für den inneren Rostschutz der Stahltürme, auf denen die Offshore-Windräder montiert sind, werden nach SPIEGEL-Informationen über eine Lebensdauer von 25 Jahren bis zu zehn Tonnen Aluminium in das Seewasser abgegeben - bei jedem Turm. Das hat die Bundesanstalt für Wasserbau errechnet.

Bei einem Ausbauziel von 6500 Megawatt Offshore-Windparks bis 2020 könnte das eine zusätzliche Belastung von rund 13.000 Tonnen Aluminium für Nord- und Ostsee bedeuten.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Stahl elektrisch vor Rost zu schützen. Diese Technik ist aus der Schifffahrt bekannt, allerdings ist diese wartungsaufwendiger und damit teurer.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 276 Beiträge
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1. Man kann es auch übertreiben
muellimhirn80 28.02.2015
Vielleicht sollte man auch keine Waren mit dem Schiff transportieren weil es schwimmende Rostlauben sind? Lkws sind dann also umweltfreundlicher?
2. Fischfein
Tafelkreide 28.02.2015
Auf jeden Fall sind die Fische durch die Aluminiumsalze endlich fein deodoriert und schwitzen nicht mehr so unmenschlich.
3.
Mach999 28.02.2015
Das kann doch nicht wahr sein! Konnte man das nicht vorher untersuchen? Ich hätte vermutet, dass man schon vor dem Bau auf sowas kommen könnte. Sind ja nicht die ersten Bauten im Wasser. Sowas nervt tierisch, weil sie der anekdotenbasierten Argumentation der Strom- und Ölkonzerne sowie der Klimawandelleugner einen vermeidbaren Punkt hinzufügt.
4. Lieber 1000t Alu in der Nordsee...
ironassi 28.02.2015
...als 1kg Plutonium. Wobei der Offshore Kram nur wieder das Olygopol der Energieanbieter stärkt und doppelt so teuer ist wie Windenergie an Land. Die Vermeidung von Metalleinleitung würde aber nur einen Bruchteil der zig Milliarden des Rückbaus der AKW kosten, würde natürlich vom Gewinn der großen Vier abgehen... Mich würde mal Interessieren. ob die errechneten 13000t überhaupt eine wirkliche Belastung darstellen und in welcher Form. Was sagen die Meeresbiologen?
5. Nur offshore Windanlagen?
xyz890 28.02.2015
Die meisten Schiffe haben dieses Opferanoden, verschiedene Arten von Rostschutz und Antifouling Anstrichen auch, oder? Warum werden diese nicht auch mit einbezogen?
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