Unwetter Tornados wirbeln durch New York City

"Es hörte sich an wie ein Zug" - mit Erstaunen sahen Anwohner zwei Wirbelstürme durch New York City ziehen. Ein Tornado wirbelte durch den Stadtteil Brooklyn. Häuser und Stromleitungen wurden beschädigt, Verletzte gab es offenbar nicht.

Nancy Borowick / Demotix

New York/Hamburg - Bewohner im Nordosten der USA glauben gerne, Tornados seien eine Angelegenheit ihrer Landsleute im Mittleren Westen. Doch nun hat es sogar die Großstadt New York getroffen

Zwei Tornados sind am Samstag durch die Metropole im Nordosten der USA gewirbelt. Gebäude wurden beschädigt, und Bäume stürzten auf die Straßen. Mehr als tausend Menschen waren zeitweise ohne Strom. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Der erste Wirbelsturm traf Breezy Point auf der Rockaway-Halbinsel im Stadtteil Queens. Auf Videos von Passanten war zu sehen, wie eine Windhose Sand und Abfälle in die Luft schleudert. Es sei aber ein Tornado der schwächsten Kategorie gewesen, teilt der Nationale Wetterdienst mit.

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Tornados in New York: Schreck in the City
Dennoch seien Stromleitungen zusammengebrochen, und es gebe möglicherweise weitere Schäden, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr. Der Geschäftsführer eines Surfclubs sagte der Nachrichtenagentur AP, der Sturm habe Umkleidekabinen und Abfalltonnen aus Metall umgeworfen.

"Ich habe meinem vier Jahre alten Kind gerade Videos von Tornados auf dem Handy gezeigt, und zwei Minuten später war er da", sagte Peter Maloney aus Breezy Point. "Es war, wie man immer sagt - er hörte sich an wie ein Zug."

Wenig später zog ein zweiter, stärkerer Tornado fast einen Kilometer über das Viertel Canarsie im Stadtteil Brooklyn hinweg. Es seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 177 Kilometern pro Stunde gemessen worden, berichtet der Nationale Wetterdienst. Es entstanden Schäden an mehreren Häusern, und Stromleitungen wurden gekappt. Auch das Tennisturnier US Open musste wegen des Unwetters unterbrochen werden.

Meteorologen hatten am Samstag vor Tornadowetter im Nordosten der USA gewarnt. In dem Land ist die Hochphase der Tornado-Saison eigentlich bereits überschritten - sie fiel dieses Jahr allerdings erstaunlich milde aus: Ungewöhnlich wenig Tornados in den USA wurden 2012 bislang verzeichnet.

boj/dpa

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Gebetsmühle 09.09.2012
1. klarer fall
Zitat von sysopREUTERS"Es hörte sich an wie ein Zug" - mit Erstaunen sahen Anwohner zwei Wirbelstürme durch New York City ziehen. Ein Tornado wirbelte durch den Stadtteil Brooklyn. Häuser und Stromleitungen wurden beschädigt, Verletzte gab es offenbar nicht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,854763,00.html
natürlich ist es nicht der klimawandel, denn den gibts ja in den usa nicht, sondern ganz einfach eine völlig normale "strafe gottes".
spon-facebook-1049022215 09.09.2012
2. Unbegreiflich
Es ist für mich unbegreiflich, daß in dieser angeblich führenden Industrienation Stromleitungen nachwievor an Masten kreuz und quer durch Städte führen und nicht unter der Erde verlaufen. In vielen Aspekten ist Amerika keine Industrienation, sondern eine drittklassige Bananenrepublik.
Klopsdrops 09.09.2012
3.
Zitat von spon-facebook-1049022215Es ist für mich unbegreiflich, daß in dieser angeblich führenden Industrienation Stromleitungen nachwievor an Masten kreuz und quer durch Städte führen und nicht unter der Erde verlaufen. In vielen Aspekten ist Amerika keine Industrienation, sondern eine drittklassige Bananenrepublik.
Lasst sie doch. Wenn die Amerikaner Spaß dran haben, nach jedem kleinen Windchen ihre ganzen Stromleitungen in Städten und Dörfern wieder neu aufzuhängen, sollen sie doch machen.
feuercaro1 09.09.2012
4. Stimmt!
Zitat von spon-facebook-1049022215Es ist für mich unbegreiflich, daß in dieser angeblich führenden Industrienation Stromleitungen nachwievor an Masten kreuz und quer durch Städte führen und nicht unter der Erde verlaufen. In vielen Aspekten ist Amerika keine Industrienation, sondern eine drittklassige Bananenrepublik.
Auch ich habe mich bei meiner letzten Reise durch die USA über die "rumänischen Verkabelungen" gewundert, die malerisch, aber gefährlich schief und wild verworren quer über den Landstraßen angebracht waren. Man zweifelt daran, dass diese Nation Menschen auf den Mond geschossen hat.
Klopsdrops 09.09.2012
5.
Zitat von feuercaro1Auch ich habe mich bei meiner letzten Reise durch die USA über die "rumänischen Verkabelungen" gewundert, die malerisch, aber gefährlich schief und wild verworren quer über den Landstraßen angebracht waren. Man zweifelt daran, dass diese Nation Menschen auf den Mond geschossen hat.
Gucken Sie mal, wie's in Russland aussieht und die haben sogar den ersten Menschen überhaupt ins All gebracht ... mit 60er-Jahre-Technik. Heute kaum noch vorstellbar, dass die das (und die Amerikaner auch auf den Mond) damals ohne Computer und den ganzen Schnickschnack, den wir heute haben, überhaupt geschafft haben. Falls Sie ein kleines Smartphone haben, hat das heute wahrscheinlich mehr Rechenpower als die gesamte damalige NASA-Rechenkraft.
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