Wissenschaft 2011: Zeitlupenkampf gegen den Klimawandel

2011 war kein gutes Jahr für das Klima: Der Treibhausgasausstoß steigt weiterhin rasant, der internationale Kampf gegen die Erderwärmung kommt kaum vom Fleck. Auch die Uno-Konferenz im südafrikanischen Durban brachte kaum Fortschritte.

Für Klimaschützer war 2011 ein Jahr der Hiobsbotschaften: China hat die USA als weltgrößter Treibhausgas-Emittent abgelöst, auf Rang drei folgt Indien - und alle drei Staaten wollen von konkreten Klimaschutzzielen nichts wissen. Da verwundert es kaum noch, dass der globale Treibhausgasausstoß nicht etwa sinkt, sondern zuletzt sogar rasant gestiegen ist.

Einen internationalen Klimaschutz gibt es deshalb nach Meinung mancher Kritiker überhaupt nicht - und die Uno-Konferenz im südafrikanischen Durban konnte an diesem Eindruck nur wenig ändern. Zwei Wochen lang haben die Vertreter der Staaten verhandelt, um am Ende einmal mehr einen Minimalkompromiss zu finden.

Ein neuer Uno-Report, der unmittelbar vor der Durban-Konferenz veröffentlicht wurde, dürfte auch deshalb seine Gültigkeit behalten: Die Menschheit muss künftig mit mehr Hitzewellen und Überflutungen rechnen.

mbe

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1. "Der Treibhausgasausstoß steigt rasant"
KlausErmecke 03.01.2012
Zitat von sysop2011 war kein gutes Jahr für das Klima: Der Treibhausgas-Ausstoß steigt weiterhin rasant, der internationale Kampf gegen die Erderwärmung kommt kaum vom Fleck. Auch die Uno-Konferenz im südafrikanischen Durban brachte kaum Fortschritte. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,806133,00.html
Und was passiert mit dem "Treibhausgas" (dem CO2)? Es gelangt in die Luft, in der Abermilliarden von Bäumen ihre Nadeln und Blätter ausstrecken, um von diesem CO2 möglichst viel zu erhaschen - davon leben die nämlich! Was übrig bleibt, wird von den kalten polaren Ozeanen aus der Luft herausgesaugt, während die warmen tropischen Ozeane ständig CO2 abgeben. Weiteres CO2 kommt aus dem Erdinneren: dort werden unter hohem Druck und Temperaturen Karbonatgesteine eingeschmolzen, wobei CO2 frei und in der Magma gelöst wird, aus der es bei Vulkanausbrüchen wieder austritt. Andere Karbonate zerfallen durch Erosion an der Erdoberfläche. Diese Stoffkreisläufe sind so groß, daß daneben die menschengemachte CO2-Freisetzung fast verschwindet. Allerdings sind alle Schätzungen über den "carbon cycle" (den Kohlenstoffkreislauf) äußerst vage. Der entscheidende Punkt aber ist ein anderer. Nach einer vor einigen Jahren von der UNEP (der UN-Umweltbehörde) veröfffentlichten Graphik geben die warmen Ozeane pro Jahr 90 GtC (gigatons of carbon, also Milliarden Tonnen Kohlenstoff) in die Atmosphäre ab, und der Mensch 5,5 GtC, zusammen also 95,5. Was passiert nun, wenn der Mensch stattdessen z.B. 11 GtC freisetzt? Steigt dann die Sume dieser beiden Stoffströme auf 101 GtC? Nein - weit gefehlt! Denn die ozeanische Freisetzung erfolgt nicht, weil eine feste Menge ausgegast werden müßte, sondern weil sich bei Ausgasung genau dieser Menge ein Gleichgewicht ergibt - ohne diese Freisetzung aus dem Meer wäre im Sinne des Gleichgewichts ZU WENIG CO2 in der Luft! Wenn nun aber der Mensch quasi vorab 5 Mrd. Tonnen zusätzlich in die Luft bläst, ist das Gleichgewicht früher erreicht, der Tropenozean kann entsprechend (vereinfacht ausgedrückt) die letzten 5 Mrd. Tonnen Ausgasung sparen! Es wird also nicht über das Gleichgewichtsverhältnis hinaus CO2 abgegeben. Und damit komme ich zur Überschrift: "Der Treibhausgasausstoß steigt rasant" heißt es im Artikel. Was fällt hier auf? Nun, es fällt auf, was da NICHT steht: Es steht dort nicht, daß der Luftanteil an CO2 rasant anstiege! Den höchsten je gemessenen CO2-Luftanteil in Deutschland hatten wir übrigen um 1940 - er war deutlich höher als heute.
2. *
günter1934 03.01.2012
Zitat von KlausErmeckeUnd was passiert mit dem "Treibhausgas" (dem CO2)? Es gelangt in die Luft, in der Abermilliarden von Bäumen ihre Nadeln und Blätter ausstrecken, um von diesem CO2 möglichst viel zu erhaschen - davon leben die nämlich! Was übrig bleibt, wird von den kalten polaren Ozeanen aus der Luft herausgesaugt, während die warmen tropischen Ozeane ständig CO2 abgeben. Weiteres CO2 kommt aus dem Erdinneren: dort werden unter hohem Druck und Temperaturen Karbonatgesteine eingeschmolzen, wobei CO2 frei und in der Magma gelöst wird, aus der es bei Vulkanausbrüchen wieder austritt. Andere Karbonate zerfallen durch Erosion an der Erdoberfläche. Diese Stoffkreisläufe sind so groß, daß daneben die menschengemachte CO2-Freisetzung fast verschwindet. Allerdings sind alle Schätzungen über den "carbon cycle" (den Kohlenstoffkreislauf) äußerst vage. Der entscheidende Punkt aber ist ein anderer. Nach einer vor einigen Jahren von der UNEP (der UN-Umweltbehörde) veröfffentlichten Graphik geben die warmen Ozeane pro Jahr 90 GtC (gigatons of carbon, also Milliarden Tonnen Kohlenstoff) in die Atmosphäre ab, und der Mensch 5,5 GtC, zusammen also 95,5. Was passiert nun, wenn der Mensch stattdessen z.B. 11 GtC freisetzt? Steigt dann die Sume dieser beiden Stoffströme auf 101 GtC? Nein - weit gefehlt! Denn die ozeanische Freisetzung erfolgt nicht, weil eine feste Menge ausgegast werden müßte, sondern weil sich bei Ausgasung genau dieser Menge ein Gleichgewicht ergibt - ohne diese Freisetzung aus dem Meer wäre im Sinne des Gleichgewichts ZU WENIG CO2 in der Luft! Wenn nun aber der Mensch quasi vorab 5 Mrd. Tonnen zusätzlich in die Luft bläst, ist das Gleichgewicht früher erreicht, der Tropenozean kann entsprechend (vereinfacht ausgedrückt) die letzten 5 Mrd. Tonnen Ausgasung sparen! Es wird also nicht über das Gleichgewichtsverhältnis hinaus CO2 abgegeben. Und damit komme ich zur Überschrift: "Der Treibhausgasausstoß steigt rasant" heißt es im Artikel. Was fällt hier auf? Nun, es fällt auf, was da NICHT steht: Es steht dort nicht, daß der Luftanteil an CO2 rasant anstiege! Den höchsten je gemessenen CO2-Luftanteil in Deutschland hatten wir übrigen um 1940 - er war deutlich höher als heute.
An einem Tag im Ruhrgebiet bei absoluter Windstille?
3. Oh Trevis!
günter1934 04.01.2012
Wenn man Ihre Beiträge liest... Warum schreiben Sie eigentlich immer wieder dasselbe? So nach dem Motto, passt auf alle Klimaskeptiker? 97% aller Forumteilnehmer sind inzwischen der Meinung, dass das mit dem CO2 ein Schmarren ist. Und sie haben recht. Für welche Institution schreiben Sie Ihre Beiträge?
4. So versteht das Keiner...
günter1934 04.01.2012
Zitat von KlausErmeckeUnd was passiert mit dem "Treibhausgas" (dem CO2)? Es gelangt in die Luft, in der Abermilliarden von Bäumen ihre Nadeln und Blätter ausstrecken, um von diesem CO2 möglichst viel zu erhaschen - davon leben die nämlich! Was übrig bleibt, wird von den kalten polaren Ozeanen aus der Luft herausgesaugt, während die warmen tropischen Ozeane ständig CO2 abgeben. Weiteres CO2 kommt aus dem Erdinneren: dort werden unter hohem Druck und Temperaturen Karbonatgesteine eingeschmolzen, wobei CO2 frei und in der Magma gelöst wird, aus der es bei Vulkanausbrüchen wieder austritt. Andere Karbonate zerfallen durch Erosion an der Erdoberfläche. Diese Stoffkreisläufe sind so groß, daß daneben die menschengemachte CO2-Freisetzung fast verschwindet. Allerdings sind alle Schätzungen über den "carbon cycle" (den Kohlenstoffkreislauf) äußerst vage. Der entscheidende Punkt aber ist ein anderer. Nach einer vor einigen Jahren von der UNEP (der UN-Umweltbehörde) veröfffentlichten Graphik geben die warmen Ozeane pro Jahr 90 GtC (gigatons of carbon, also Milliarden Tonnen Kohlenstoff) in die Atmosphäre ab, und der Mensch 5,5 GtC, zusammen also 95,5. Was passiert nun, wenn der Mensch stattdessen z.B. 11 GtC freisetzt? Steigt dann die Sume dieser beiden Stoffströme auf 101 GtC? Nein - weit gefehlt! Denn die ozeanische Freisetzung erfolgt nicht, weil eine feste Menge ausgegast werden müßte, sondern weil sich bei Ausgasung genau dieser Menge ein Gleichgewicht ergibt - ohne diese Freisetzung aus dem Meer wäre im Sinne des Gleichgewichts ZU WENIG CO2 in der Luft! Wenn nun aber der Mensch quasi vorab 5 Mrd. Tonnen zusätzlich in die Luft bläst, ist das Gleichgewicht früher erreicht, der Tropenozean kann entsprechend (vereinfacht ausgedrückt) die letzten 5 Mrd. Tonnen Ausgasung sparen! Es wird also nicht über das Gleichgewichtsverhältnis hinaus CO2 abgegeben. Und damit komme ich zur Überschrift: "Der Treibhausgasausstoß steigt rasant" heißt es im Artikel. Was fällt hier auf? Nun, es fällt auf, was da NICHT steht: Es steht dort nicht, daß der Luftanteil an CO2 rasant anstiege! Den höchsten je gemessenen CO2-Luftanteil in Deutschland hatten wir übrigen um 1940 - er war deutlich höher als heute.
Sie meinen: Der CO2 Gehalt der Luft steigt Jahr für Jahr um et 1,5 - 2 ppm. http://wattsupwiththat.files.wordpress.com/2008/04/co2_trend_maunaloa_0308.png Der globale CO2 - Ausstoss steigt dagegen exponentiell und erreicht jedes Jahr neue Rekorde. IWR - CO2 Ausstoss weltweit (http://www.iwr.de/klima/ausstoss_welt.html)
5. ...
Annapurna 04.01.2012
Zitat von günter1934Wenn man Ihre Beiträge liest... Warum schreiben Sie eigentlich immer wieder dasselbe? So nach dem Motto, passt auf alle Klimaskeptiker? 97% aller Forumteilnehmer sind inzwischen der Meinung, dass das mit dem CO2 ein Schmarren ist. Und sie haben recht. Für welche Institution schreiben Sie Ihre Beiträge?
Sie überschätzen sich, da Threads zu diesem Thema (Klima, CO2, antrhopogen) stets von den gleichen < 1% der Forenbenutzer des SPON-Forums in Beschlag genommen werden und das spätestens nach drei Seiten. Man fragt sich schon manchmal, warum immer die gleichen Teilnehmer mit solcher Vehemenz auftreten.
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