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Wissenschaftliche Illustrationen: So schön können Viren sein

Forschungserkenntnisse über Moleküle oder Gen-Geflechte müssen abstrakt bleiben? Unsinn. Grafikern, Zeichnern und Computer-Illustratoren gelingt es immer wieder, wissenschaftliche Fragen prägnant zu bebildern. Das Magazin "Science" hat nun die besten Illustrationen des Jahres 2010 prämiert.

Grafik-Wettbewerb: Wenn Fakten faszinieren Fotos
Ivan Konstantinov / Yury Stefanov / Aleksander Kovalevsky / Yegor Voronin / Visual Science Company

Forscher vergraben sich gerne im Detail: Welches Molekül auf der Zelloberfläche reagiert mit dem Eiweiß auf der Hülle des HI-Virus, und wie, warum und unter welchen Umständen tut es das? Fragen wie jene sind es, die für die Wissenschaftler eine Herausforderung sind. Gleichzeitig sind die Antworten auf viele Fragen meistens nur ein winziges Puzzlestückchen des großen Ganzen.

Um ihre Ergebnisse zu illustrieren, verwenden Forscher gerne Zeichnungen, Tabellen, Powerpointfolien, Kurven oder ähnlichen Schnickschnack, oft beschriftet mit rätselhaften Akronymen oder etwa voller komplizierter Größeneinheiten. Für die Wissenschaftler selbst sind derartige Illustrationen hilfreich - meist aber nur, solange sie selbst etwas von der Materie verstehen.

Geht es aber etwa um komplexe Abläufe im Inneren eines Organismus oder in den Weiten des Weltalls, geraten die Wissenschaftler oft an ihre kreativen und illustrativen Grenzen. Und so kommt es, dass nach und nach ein neuer Zweig entstanden ist, der sich mit der Frage beschäftigt: Wie kann man das visualisieren?

Was Grafiker, Zeichner und Illustratoren dank moderner Computer heutzutage dabei zu Papier bringen, ist beeindruckend. Gleichwohl ist es schwierig, nahe an der wissenschaftlichen Wahrheit zu bleiben. Einfach nur schön bunt und anschaulich genügt nicht. Die Grenze zwischen Fakten und Phantasie kann leicht verschwimmen.

Eine Jury des Fachmagazin "Science" und der amerikanischen National Science Foundation (NSF) hat jetzt die besten Fotos, Grafiken und anderen Visualisierungen aus der Welt der Wissenschaft des vergangenen Jahres prämiert und in einem Feature des Wissenschaftsjournals vorgestellt. .

cib

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Grafik der Woche
README.TXT 18.02.2011
Das Pilzposter erinnert mich an die Rubrik "Grafik der Woche" oder so ähnlich (finde es gerade nicht) auf zeit.de. Dort gibts ähnliche Poster als PDF immer zu einem speziellen Thema. Nicht so aufwendig wie das Pilzposter aber stilistisch meist in der selben Machart.
2. Man lernt nie aus.
mitbürger 18.02.2011
Das HI-Virus habe ich mir anders vorgestellt. Einfacher. Nicht wie eine gerollte Fußmatte. Man muss sich vorstellen, dass sich seine Bausteine selbst finden und zusammensetzen. Täten sie das nicht, gäbe es das Virus nicht.
3. ...
tylerdurdenvolland 19.02.2011
Zitat von README.TXTDas Pilzposter erinnert mich an die Rubrik "Grafik der Woche" oder so ähnlich (finde es gerade nicht) auf zeit.de. Dort gibts ähnliche Poster als PDF immer zu einem speziellen Thema. Nicht so aufwendig wie das Pilzposter aber stilistisch meist in der selben Machart.
Nun verraten sie doch nicht immer gleich alles.... Unsere Wissenschaftler wollen umfangreiche Steuermittel, da muss schon mal was für die PR getan werden. Und wenn man so einen Virus sieht, das ist doch was Beeindruckendes, oder? Sie haben keine Vorstellung davon wieviele Spiegel Leser glauben, dass das Ding in der Realität tatsächlich genau so schön bunt aussieht. Dieses Phänomen können sie zB auch jedesmal dann beobachten, wenn unsere Astronomen wieder mal ein neues, ganz, ganz tolles Bild von einem Galaxien entfernten Pferdekopf Nebel publizieren. Es gibt Leute die tatsächlich glauben, sowas sähe mit menschlichen Augen gesehen, tatsächlich so aus.... Wenns nicht alles so teuer wäre, wär es wirklich zum Lachen.
4. Wunderschön
Clawog 19.02.2011
Der HIV Virus sieht aus, wie eine Seemine. An Schönheit und Wirkung nicht zu übertreffen.
5. T4-Phage
Beteigueze, 19.02.2011
ich finde diese T4-Phage sehr merkwürdig. Als das Bild aufpoppte, dachte ich zuerst, dass sein so eine Nano-Sonde. Was Mutter Natur so alles draufhat... Manchmal irgendwie unheimlich
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