Umwelt Die wahren Krisenherde des Klimawandels

Für Umweltprobleme wird gern die Erderwärmung verantwortlich gemacht - oftmals eine voreilige Behauptung. Eine Karte zeigt, an welchen Orten der Klimawandel bereits tatsächlich für gravierende Probleme sorgt.

Dürre in Spanien
AP

Dürre in Spanien

Von


Eine Überschwemmung, ein Sturm, eine Lawine - Schuld an solchen Ereignissen habe meist der Klimawandel. Zumindest erwecken Medienberichte diesen Eindruck. Kaum ein Naturereignis, kaum eine Umweltveränderung, die nicht mit der wesentlich vom Menschen verursachen Erwärmung der Luft in Zusammenhang gebracht worden ist.

Meistens aber ist die Lage komplexer, viele Einflüsse sind im Spiel, sodass sich ein einfacher Zusammenhang zwischen Klimawandel und Naturphänomen oft kaum herstellen lässt.

Selbst der vermeintlich klare Fall der Insel Sarichef in Alaska erweist sich nach ein wenig Recherche als dubios: Die Bewohner haben soeben entschieden, aufs Festland ziehen zu wollen, weil immer wieder Teile der Küste ins Meer gestürzt sind. Die Anwohner flüchten angeblich vor dem Klimawandel - der steigende Meeresspiegel zerstöre ihre Insel.

Angeblich versinkende Inseln

Der Blick auf geologische Daten aber zeigt: Im Gegensatz zu vielen anderen Orten der Welt ist der Meeresspiegel in der Region seit mindestens 20 Jahren nicht gestiegen. Und systematische Daten aus der Zeit davor gibt es nicht, die Aufzeichnungen sind lückenhaft. Auch die Eisschollenmenge der Region ist den Messungen zufolge stabil - mithin scheint die Befürchtung unplausibel, dass schwindender Meereis-Schutz Fluten befördert hätte.

Vor allem aber ist die Insel eine sogenannte Barriereinsel, eine Art aus dem Wasser ragende Sandbank, die von Strömungen seit jeher verändert wird. Solche Orte, die an der Küste liegen, sind also von Natur aus in Gefahr; bereits vor einem halben Jahrhundert berieten die Bewohner deshalb über ihren Umzug. Der Einfluss des Klimawandels ist also zumindest infrage zu stellen (hier finden Sie nähere Erläuterungen dazu).

Ähnliche Fälle gab es häufiger. Ob Waldbrände, Kriege, angeblich versinkende Inseln - oft stellte sich bei genauerer Prüfung heraus, dass die Ursachen komplex sind. Gelegentlich ist es ein Freispruch aus Mangel an Beweisen in Sachen Klimawandel - die vielen anderen Einflüsse auszuschließen, erweist sich eben meist als schwierig.

Doch es gibt Orte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Klimawandel bereits gezeichnet sind. Klicken Sie auf einen Marker, um mehr über den Ort und die Auswirkungen zu erfahren.

Krisenherde des Klimawandels

Logbuch - der Newsletter zum Projekt #ÜberMorgen

Alle Beiträge der Expedition #ÜberMorgen und mehr Input zu den Nachhaltigkeitszielen liefert unser regelmäßiger Newsletter. Bestellen Sie direkt hier:

Der Autor auf Twitter:

Die Wahrheit über die Erwärmung
Expedition ÜberMorgen
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 184 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
markus.w77 03.09.2016
1.
Egal ob Menschgemachter Klimawandel oder nicht. Die zentrale Forderung hinter der Annahme das wir das Klima beeinflussen ist doch ein schonenderer oder zumindest bewussterer Umgang mit den Ressourcen und unserem Planeten. Auf etwas zu verzichten was nicht wirklich nötig ist, kann auch positive Gefühle bringen.
abocado 03.09.2016
2. Unlogisch
Wie ist es möglich, dass an der Nordsee der Meeresspiegel um 20 cm gestiegen sein soll, sich das auf den Inseln in Alaska aber nicht messen läßt?!?! Da müssen dich Landmassenhebungen oder Senkungen im Spiel sein. Hätte mir eine Deutung dieser Merkwürdigkeit gewünscht.
frank57 03.09.2016
3.
Erklärt das alles mal den Millionen von Menschen, welche jeden morgen ihr Auto anlassen müssen um 100 km zur Arbeit und wieder zurückzufahren um zu überleben, weil der Staat ihnen sonst die Lebensgrundlage entzieht!
grashalm 03.09.2016
4. Von Menschen gemacht
Luft ist die Basis, so quasi Transmiter. Klimawandel ist auch der Spiegel menschlicher Arroganz, Gier und Dummheit. zu irreparablen Fragen der Zeit verkommen.
tobikern93 03.09.2016
5. Naja die extremen Klimaszenarien finden sowieso nicht statt
Interessant ist der "ZENSIERTE" Spon-Artikel vom Montag den 20.05.2013 – 10:35 Uhr: http://www.web.archive.org/web/20130520200614/http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neue-studie-klimaerwaermung-langsamer-als-erwartet-a-900784.html Die Erwärmung wird sich auf natürlicheweise lediglich zwischen 0,9 und 2 Grad einpendeln. Mensch... da ist ja das Klimaziel das unsere Politiker in Paris festgelegt haben schon erreicht... manno :( Interessant ist was heute (wenn sie den Original-Artikel öffnen) für n Satz steht: "Hinweis der Redaktion: -An dieser Stelle stand zuvor ein Artikel, der den Eindruck erweckte, eine neue Studie korrigiere die bisherigen Berechnungen zur Erderwärmung generell nach unten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Eine korrigierten Bericht finden Sie hier. -" Da können wir uns also zurücklehnen ;)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.