Entdeckte Arten Dieser Fisch ist neu

Fisch mit Vampirzähnen, Mini-Singvogel, neue Bananenarten: Im Osthimalaya haben Biologen erstaunliche neue Arten entdeckt - der WWF präsentiert die Fotos.

National History Museum/ WWF

Der Umweltverband WWF hat Fotos von Tier- und Pflanzenarten veröffentlicht, die kürzlich entdeckt worden sind. Es handele sich um Arten, die Forscher in den vergangenen sechs Jahren in der östlichen Himalaya-Region gefunden hätten.

In dem am Dienstag veröffentlichten Bericht werden unter anderem räuberische Schlangenkopffische vorgestellt, die an der Luft atmen können, bis zu vier Tage an Land überleben und auf feuchtem Grund bis zu 400 Meter weit voranschlittern.

Der WWF-Bericht fasst Entdeckungen aus Bhutan, dem nordöstlichen Indien, dem nördlichen Myanmar, Nepal und dem südlichen Tibet zusammen. Aufgelistet werden 211 Arten, die in den Jahren 2009 bis 2014 entdeckt wurden - 133 Pflanzen, 26 Fische, 10 Amphibien, 39 wirbellose Tiere, ein Reptil, ein Vogel und ein Säugetier.

Bedrohte Tiere

Berichtet wird auch über schwarz-weiße Affen mit nach oben geöffneter Nase, die bei Regenwetter zu niesen beginnen, weil ihnen Wasser in die Nase läuft. An regnerischen Tagen sitzen sie häufig beieinander und stecken die Köpfe zwischen die Beine, damit sie kein Wasser in die Nasen bekommen.

Vorgestellt werden zudem eine rot-orange-gelbe Grubenotter, ein "Drakulafisch" mit Vampirzähnen und drei neue Bananenarten. Mit der Fleckenbrust-Zaunkönigstimalie wurde zudem eine Miniatur-Singvogelart entdeckt: Den Schwanz mitgerechnet ist sie gerade mal zehn Zentimeter klein.

In dem Bericht warnt der WWF vor Bedrohungen für Flora und Fauna unter anderem durch das Bevölkerungswachstum, die Abholzung von Wäldern, Überweidung, Wilderei, Bergbau und den Ausbau der Energiegewinnung durch Wasserkraft. Inzwischen könne nur noch rund ein Viertel der Lebensräume in der Region als intakt bezeichnet werden, heißt es darin. Hunderte Arten müssten als weltweit bedroht eingestuft werden.

Testen Sie Ihr Wissen!

boj/AFP

insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
pb-sonntag 06.10.2015
1.
Hier stirbt ein Tier aus, da entdeckt man ein Neues. So funktioniert eben die Welt.
cindy2009 06.10.2015
2. @pb-sonntag
Das neu entdeckte Tier war schon vorher da.
larsilarsou 06.10.2015
3. @pb-sonntag
Können Sie Ihre verquere Logik etwas näher erläutern?
h.weidmann 06.10.2015
4.
Sehr schön, danke SPON. Den Originalbericht findet man übrigens hier als PDF: http://www.wwf.de/publikationen/ Lohnt sich anzuschauen.
pb-sonntag 08.10.2015
5.
Zitat von larsilarsouKönnen Sie Ihre verquere Logik etwas näher erläutern?
Natürlich: die alltägliche Mähr von der durch die "Umweltverschmutzung" aussterbende Tierwelt wird hier - nicht nur hier - widerlegt. Hier stirbt etwas auch, da wird neues Leben gefunden. Sogar neue Arten. Ist das nun so "verquer", nur weil Sie das nicht verstehen?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.