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Neu entdeckte Arten am Mekong: "So kreativ läuft Evolution ab"

WWF-Report: Erstaunliche Tiere am Mekong Fotos
JUDITH L. EGER

Harry-Potter-Wespen, vibrierende Schlangen, wechselfarbige Frösche - in der Mekong-Region in Südostasien haben Forscher erstaunliche Tiere entdeckt. "Einige könnten einem Märchenbuch entsprungen sein", sagt eine WWF-Expertin.

Die Tier- und Pflanzenvielfalt in Südostasien ist noch wundersamer als bekannt. Forscher haben dort im vergangenen Jahr 139 bislang unbekannte Arten entdeckt, berichtet die Umweltstiftung WWF.

"Einige könnten einem Märchenbuch entsprungen sein, sie zeigen, wie kreativ und magisch Evolution abläuft", sagt WWF-Referentin Kathrin Hebel. Darunter eine Motte "so hübsch wie ein Schmuckstück", ein Frosch, der nachts seine Farbe ändert, eine gefährliche zitternde Schlange und eine Wespe, die aufgrund ihrer Blutrünstigkeit nach Kreaturen der Harry-Potter-Filme benannt ist.

Zudem eine Fledermaus mit Vampirzähnen, "die Grund hat, den Menschen zu fürchten", erklärt der WWF. Ihr Lebensraum und der vieler Tiere im Mekong ist bedroht, weil Plantagen angelegt und Staudämme gebaut werden, und weil die Städte wachsen. "Man fragt sich, wie viele Arten schon verschwunden sind, ehe sie überhaupt entdeckt wurden", sagt Carlos Drews vom WWF.

Für Tier- und Pflanzenkundler ist die sogenannte Mekong-Region - von Burma über Thailand, Laos und Kambodscha bis Vietnam - eine wahre Fundgrube. Laufend werden neue Arten entdeckt - seit 1997 insgesamt mehr als 2000. Von vielen gibt es nur wenige Exemplare.

Seit 2008 veröffentlicht die Naturschutzorganisation jährlich einen Bericht, in dem eigene und fremde Forscherfunde zusammengefasst werden. Vergangene Woche hatten Forscher aus New York ihre Liste neuer sonderlicher Tiere und Pflanzen veröffentlicht.

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boj/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 23 Beiträge
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1.
oliver.martin 27.05.2015
Irgendwann merkt es vielleicht mal jemand, dass es so etwas nicht geben kann. Aber da Gott in der modernen, aufgeklärten Gesellschaft per Definition nicht mehr existieren darf, muss man ja zu solch schwachsinnigen Formulierungen greifen, die sich selbst ad absurdum führen. Der Apostel Paulus nannte solche Ignoranten "unentschuldbar".
2. Wissen
Ossifriese 27.05.2015
Man fragt sich, ob der Einsatz chemischer Kampfmittel durch die USA während des Vietnamkrieges außer Entlaubung nicht noch mehr angerichtet hat. Wer weiß, welche Monsterwesen Teile der Kriegswaffenchemie in ihre Genetik einbauen und so selbst zu tierischen Kampfmaschinen werden... Horror? Verschwörungstheorie? Wer weiß? Wer weiß...
3. Aus den Harry-Potter-Filmen?
SichtausChina 27.05.2015
Gab es diese Kreaturen im Buch denn nicht? Das Buch war ja wohl vor dem Film da...
4. Nachgefragt
fantin-latour 27.05.2015
Und das ist ganz sicher, dass das keine Mutationen durch Entlaubungsmittel sind? Agent Orange und so...
5.
kaiserchris 27.05.2015
>> "Einige könnten einem Märchenbuch entsprungen sein, sie zeigen, wie kreativ und magisch Evolution abläuft", sagt WWF-Referentin Kathrin Hebel.
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