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Yellowstone-Nationalpark: Wölfe verschaffen Bären mehr Beeren

Die Rückkehr der Wölfe in den berühmten Yellowstone-Nationalpark freut nicht nur Artenschützer, sondern auch die Grizzlybären. Seit die grauen Jäger wieder im Park sind, bekommen die Bären deutlich mehr Früchte zu fressen.

Grizzlybär im Yellowstone-Nationalpark: Wölfe sorgen für mehr Beeren Zur Großansicht
AP

Grizzlybär im Yellowstone-Nationalpark: Wölfe sorgen für mehr Beeren

Die Grizzlybären im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark können im Spätherbst wieder zulangen: Seit einigen Jahren bleiben ihnen deutlich mehr Beeren als zuvor, um sich Winterspeck anzufuttern. Bedanken dafür können sie sich bei den Wölfen. Sie waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Region ausgerottet worden und wurden erst in den neunziger Jahren wieder angesiedelt.

Nun leisten sie ganze Arbeit: Sie jagen auch die Rothirsche, die den Grizzlys zuvor die Beeren streitig gemacht hatten, berichtet ein Forscherteam um den Wolf-Experten William Ripple von der Oregon State University im "Journal of Animal Ecology". Die Folge: Grizzlybären ernähren sich wieder ausgewogener. Die Wissenschaftler untersuchten dafür den Bärenkot und konnten so nachweisen, dass die Tiere deutlich mehr Beeren verdauen. Der Anteil an Früchten im Kot war im August der Jahre 2007 bis 2009 durchschnittlich doppelt so groß wie vor der Rückkehr der Wölfe, im Juli sogar 20-mal so groß.

Zunehmen vor dem Winterschlaf

"Wildes Obst ist typischerweise ein wichtiger Teil der Ernährung von Grizzlybären, vor allem im Spätsommer, wenn die Tiere versuchen, so schnell wie möglich vor dem Winterschlaf zuzunehmen", sagt Ripple. Beeren könnten nach Ansicht der Forscher so wichtig für die Ernährung und Gesundheit der Grizzlys sein, dass sie sogar Einfluss auf deren Einstufung als bedrohte Tierart hätten. Die Bären, so schien es zuletzt, können gute Nachrichten gebrauchen: Erst kürzlich wurde bekannt, dass massive Veränderungen im Forellen-Bestand des Yellowstone-Parks den pelzigen Raubtieren zu schaffen machen.

Die Erkenntnisse über das Zusammenspiel zwischen Wolf und Bär zeigen nach Ansicht der Forscher, dass die Steuerung des Wolfsbestands nicht nur den Fortbestand dieser Spezies berücksichtigen sollte, sondern auch die Folgen für andere Tier- und Pflanzenarten. "In manchen Situationen könnte es wünschenswert sein, einen Bestand zu erreichen, der dabei hilft, das Überweiden zu kontrollieren, Bäume und Sträucher zu schonen und die Gesundheit des Ökosystems wiederherzustellen", sagte Ko-Autor Robert Beschta.

Auch für Deutschland fordern Wissenschaftler, wieder die Entstehung von mehr Wildnis zuzulassen - und auch die Rückkehr von Raubtieren wie dem Wolf zuzulassen. Die Rückkehr der grauen Jäger findet bereits statt: Von Osten kommend haben sich mehrere Rudeln in Deutschland niedergelassen.

mbe/dpa

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insgesamt 40 Beiträge
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    Seite 1    
1. Ausgewogene Natur ist ja ganz schön
grandpa_wolf 29.07.2013
...aber was sollen denn dann die Jäger erlegen?
2. @grandpa wolf
nrwfo 29.07.2013
hoffe das war Ironie!!
3. ...
Geographus 29.07.2013
Zitat von grandpa_wolf...aber was sollen denn dann die Jäger erlegen?
Die werten Jäger argumentieren doch immer schön, das sie durch ihre Jagd den Wildbestand kontrollieren, wenn sie sich rechtfertigen müssen. Wenn sich der Wildbestand wieder selbst regelt, bleibt den Herren wohl nichts anderes übrig als die Flinte an den Nagel zu hängen.
4. Schöpfung?
obsurfer 29.07.2013
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Rückkehr der Wölfe in den berühmten Yellowstone-Nationalpark freut nicht nur Artenschützer, sondern auch die Grizzlybären. Seit die grauen Jäger wieder im Park sind, bekommen die Bären deutlich mehr Früchte zu essen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/yellowstone-nationalpark-woelfe-verschaffen-baeren-mehr-beeren-a-913751.html
Des einen Leid - des andern Freud! Was sich der Allmächtige dabei wohl alles gedacht hat...
5. intakte Natur
EvilGenius 29.07.2013
Und am meisten würden die Bären profitieren, wenn man den Bestand an Menschen reduziert. Aber das ist dann auch wieder nicht recht...
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