Zecke, Petermännchen, Feuerqualle Kennen Sie Deutschlands gefährlichste Tiere?

Gefährliche Portugiesische Galeeren bedrohten Mallorcas Strände. Auch in Deutschland gibt es giftige Tiere. Hier finden Sie eine Auswahl - und erfahren, was im Notfall helfen kann.

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Eines mal gleich vorweg: So richtig gefährlich ist Deutschlands Natur nicht. Weder gibt es hier massenweise tödliches Kriech- und Krabbelgetier, gefährliche Krokodile oder irgendwelches Großwild, das einem zum Verhängnis werden könnte. Und Portugiesische Galeeren, die gerade erst vor Mallorca für kurzfristige Badeverbote an einigen Stränden sorgten, haben es bisher auch noch nicht an die deutsche Nord- und Ostseeküste geschafft.

Um Leib und Leben brauchen Sie sich also kaum zu sorgen, wenn Sie an diesem Wochenende zum Baggersee, in die Berge oder ans Meer fahren, um das schöne Wetter zu genießen. Sie belasten ihre Gesundheit sicher mehr durch das Bier beim Grillen oder das dritte Eis hintereinander. Und selbstverständlich ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, etwa im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, als durch ein Tier.

Aber dennoch gibt es einige Möglichkeiten, sich in Deutschlands Natur zumindest gesundheitliche Unannehmlichkeiten einzuhandeln. Denn auch hierzulande gibt es einige beängstigende, teilweise giftige Tierarten - und diese sollten Sie kennen. Stechende Bienen, Wespen oder Hornissen liegen noch ziemlich nahe. Aber es gibt auch Gefahren, auf die man nicht gleich kommt. Eine kleine Auswahl:

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Tierische Gefahr aus Deutschland: Stechen, beißen, nesseln

joe



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oidahund 26.05.2018
1.
Wenn Sie schon Angriffe von Süßwasserfischen auf Menschen anführen, so kann auch ein Zander seine Brut verteidigen. Aber wie wahrscheinnlich ist es von einem Waller (vor allem in der 100 kg-Größe) oder einem Zander angegriffen zu werden? Wenn es einmal doch passiert, dann gibt es große Berichte. - Hornissen sind absolut harmlos. Sowohl mein Bruder als auch ich hatten schon das Glück, einmal ein Nest am Haus/im Garten zu haben. Sie halten die Wespen fern und wenn man sie in Ruhe läßt, dass lassen sie einen auch in Ruhe. Auch vor Kreuzottern muss man sich nicht fürchten. Zum eine bekommt man sie selbst in ihrem Lebensrauum so gut wie nicht zu Gesicht. Sie fliehen vor dem Menschen. Sieht man doch einmal eine, dann sollte man sich freuen und sie beobachten und in Ruhe lassen. Nur wenn man sie bedrängt oder gar fangen will, kann es gefährlich werden - da ist man aber wirklich selbst schuld.
permissiveactionlink 26.05.2018
2. Mein Zusatzbeitrag
für Arachnophobiker : Die größten Radnetzspinnen hierzulande, die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) und die beeindruckene Wespenspinne (Argiope bruennichi) stellen kein Risiko dar, da ihre Cheliceren für gewöhnlich die Hautoberfläche nicht durchstoßen können (es sei denn an besonders empfindlichen Stellen...) Die abgesehen von der europäischen schwarzen Witwe (Latrodectus tridecimguttatus), die gelegentlich schon in Deutschland gefunden wurde, sich hier aber offenbar noch nicht fortpflanzt und vergleichsweise schon sehr giftig ist, giftigste europäische Spinne ist der Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium, man beachte das Artepitheton !) Ihr Stich ist ebenso schmerzhaft wie der der äusserst selten gewordenen Wasserspinne (Argyroneta aquatica) und vergleichbar mit einem Wespenstich. Leichte Hautläsionen verursachen die Bisse der großen Hauswinkelspinne (Eratigena atrica, früher Tegenaria a.) und der vom Balkan aus neu eingewanderten Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana). Die Einwanderung weiterer Spinnen durch den Klimawandel bedingt, könnte noch größere Probleme verursachen, besonders wenn Latrodectus bei uns heimisch wird (auch die amerikanische schwarze Witwe L. mactans bzw. andere Arten) oder eine der in Nord- und Südamerika heimischen Speispinnen der Gattung Loxosceles (L. laeta, "Araña de rincón chilena", chilenische Winkelspinne, bzw. L. reclusa aus Nordamerika). Die beiden letzteren sind nachtaktiv und verursachen durch Bisse großflächige Hautnekrosen, die nur sehr langsam verheilen.
Danares 26.05.2018
3. Spinnen
Nicht nur "einige" Spinnenarten sind giftig (sprich: besitzen Giftdrüsen), sondern so gut wie alle. Dennoch kein Problem für uns, da nur sehr wenige europäische Arten überhaupt unsere Haut penetrieren können, wie permissiveactionlink ja bereits richtig geschrieben hat.
Planquadrat 26.05.2018
4. Erst wenn
mehr und mehr Menschen bei uns sich so exotische Tiere wie die Australische Trichternetzspinne in der Wohnung halten und dann irgendwann in der Landschaft entsorgen, wie auch bei anderen exotischen Arten jetzt schon üblich, wird die Gefahr eines tödlichen Spinnenbisses sehr minimal ansteigen. Aus der heimischen Fauna droht nun wirklich kaum Gefahr. Der Biss einer Kreuzotter kann aber Kindern und älteren Menschen gefährlich werden, ein gesunder Erwachsener müsste aber wegen der geringen Giftmenge in einem Biss mindestens 5 mal gebissen werden, um eine tödliche Dosis aufzunehmen. Aber grundsätzlich flüchten alle Tiere vor den Menschen. Man muss sie einfach in Ruhe lassen.
kai-ser210 26.05.2018
5. @Nr 4 Planquadrat
Das mit dem Flüchten stimmt wohl bei nahezu allen Tieren. Nur beim aggressiven „Besten-Freund des Menschen“ leider selten. Die Ausnahme müssen Sie einräumen. Und der hat wohl die meisten auf dem Gewissen (Allergien zähle ich mal nicht dazu. Dafür kann das Tier ja schließlich nichts). Ansonsten stimme ich Ihnen voll und ganz zu :)
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