Zwei innere Uhren: Borstenwurm und Krebs leben im Doppeltakt

Flexibel: Der Borstenwurm Platynereis dumerilii besitzt nicht nur eine innere Uhr, sondern zwei voneinander unabhängige Zeitgeber Zur Großansicht
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Flexibel: Der Borstenwurm Platynereis dumerilii besitzt nicht nur eine innere Uhr, sondern zwei voneinander unabhängige Zeitgeber

Dann eben die Monduhr: Wird der Tagesrhythmus gestört, setzen manche Tiere eben auf den nächsten inneren Taktgeber. Wissenschaftler konnten diese Flexibilität erstmals nachweisen - untersucht haben sie einen Borstenwurm und einen kleinen Krebs.

Cambridge/USA - Manche Meeresbewohner besitzen nicht nur eine innere Uhr, sondern zwei voneinander unabhängige Zeitgeber. Neben dem auf 24 Stunden basierenden Tagesrhythmus haben sie einen eigenständigen Rhythmus, der auf den Mond getaktet ist. Das berichten zwei Forschergruppen, die einen Borstenwurm und einen kleinen Krebs untersucht haben.

Die sogenannte circadiane Uhr, die etwa einen 24-Stunden-Rhythmus einhält, tritt im ganzen Pflanzen- und Tierreich und damit auch beim Menschen auf. Zusätzlich hat der Borstenwurm Platynereis dumerilii auch eine circalunare Uhr, die vom Mondlicht gesteuert wird. Ein internationales Team um Kristin Tessmar-Raible von der Universität Wien wies erstmals nach, dass die beiden Zeitgeber unabhängig voneinander agieren.

Die Monduhr blieb selbst dann aktiv, wenn die Wissenschaftler die Tagesuhr störten. Die beiden Taktgeber wirken aber dennoch aufeinander ein: Die Monduhr des Borstenwurms beeinflusst Länge und Stärke seines Tagesrhythmus, schreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Cell Reports".

Monduhren wichtig für koordinierte Fortpflanzung

Eine britische Forschergruppe um Charalambos Kyriacou von der Universität Leicester untersuchte die inneren Uhren des kleinen Krebses Eurydice pulchra, der im Gezeitenbereich lebt. Dieser besitzt ebenfalls zwei innere Zeitgeber: eine tages- und eine gezeitengesteuerte Uhr. Auch diese Forscher zeigten, dass die Gezeitenuhr selbst dann läuft, wenn die Tagesuhr gestört wird. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Zeitschrift "Current Biology" vor.

Die mondgesteuerten Uhren sind etwa für eine koordinierte Fortpflanzung bedeutsam. Die Ergebnisse belegen erstmals, dass in manchen Meerestieren verschiedene innere Taktgeber unabhängig voneinander aktiv sind. Sie deuten außerdem darauf hin, dass auch bei anderen Tieren diverse innere Uhren zur Grundausstattung gehören könnten.

nik/dpa

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1. Zweihäusige Pflanzen
hanfiey 27.09.2013
Auch die brauchen für die Fortpflanzung den Mond um die Jahreszeit zu bestimmen, das passiert neben der Beleuchtungsdauer bzw Dunkelphase.
2. kryptochromische Behauptung
cassandros 27.09.2013
Zitat von hanfieyAuch die brauchen für die Fortpflanzung den Mond um die Jahreszeit zu bestimmen, das passiert neben der Beleuchtungsdauer bzw Dunkelphase.
Wer hat das nachgewiesen? Lit.stelle zu der Aussagen?
3. Monduhren und Fortpflanzung
BettyB. 27.09.2013
Wer es nur einmal im Freien bei Mondlicht versucht hat, weiß, worum es geht...
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