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Zyklon "Winston" auf Fidschi-Inseln: Eine Spur der Verwüstung

Die Rede ist von 17 Todesopfern, Tausende Häuser wurden zerstört. Auf den Fidschi-Inseln hat Tropensturm "Winston" schwere Schäden angerichtet. Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörung.

Das Ausmaß der Schäden wird erst allmählich klar: Zyklon "Winston" hat auf den Fidschi-Inseln im Pazifik eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach Informationen des Nachrichtenportals "Fijivillage" kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Andere Quellen berichten von 17 Toten. Die Behörde selbst haben noch keine Opfer- und Schadenszahlen veröffentlicht.

Inzwischen sind Aufräum- und Hilfsaktionen angelaufen. Die Versorgung der Einwohner auf den abgelegenen Teilen der Inselgruppe habe höchste Priorität, teilte Regierungschef Voreqe Bainimarama mit. Die Regierungen Australiens und Neuseelands sagten Hilfe zu.

Aus Neuseeland ist bereits ein Transportflugzeug eingetroffen. Zudem flog die neuseeländische Luftwaffe über die abgelegenen Inseln und dokumentierte teils schwere Verwüstung mit abgedeckten Häusern und eingestürzten Brücken. Einige Küstendörfer wurden vergleichsweise wenig beschädigt.

Kein Wasser, kein Strom

"Winston" war der erste Zyklon der höchsten Kategorie fünf, der das Touristenparadies jemals erreichte. Er traf am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 325 Stundenkilometern auf der Hauptinsel Viti Levu auf Land. "Die Zahl der Toten steigt weiter und Berichte von großer Zerstörung erreichen uns von den Fidschi-Inseln", sagte Neuseelands Außenminister Murray McCully.

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Zyklon "Winston": Ruinen nach dem Sturm
Knapp 8000 Menschen sitzen in Hunderten Notunterkünften fest, in die sie geflüchtet waren, bevor der Sturm kam. Wegen des Zyklons wurden alle Schulen für eine Woche geschlossen - viele von ihnen wurden zu Notunterkünften umgewandelt. Insgesamt wurden mehr als 750 derartige Unterkünfte eingerichtet.

"Häuser wurden zerstört, viele tiefliegende Gebiete wurden überflutet", erklärte Regierungschef Bainimarama am Wochenende. "Nach dieser großen Tragödie sind viele ohne Strom, ohne Zugang zu sauberem Wasser und ohne Möglichkeiten zur Kommunikation." Die meisten Schäden entstanden durch herumfliegende Trümmer und Überflutungen.

Hilfsorganisationen warnten, das wahre Ausmaß der Katastrophe sei noch nicht absehbar, vor allem nicht auf abgelegenen Inseln. Der "Megasturm" könne "katastrophale Schäden" verursacht haben, sagte Iris Low-McKenzie von der Hilfsorganisation Save the Children am Wochenende. Zudem befürchten einige Hilfsorganisationen das Zusammenbrechen der Gesundheitssysteme, besonders in den überfluteten tiefliegenden Gebieten, wo Tausende Menschen in einfachen Blechhütten leben.

Alle Touristen seien in Sicherheit, teilte Tourismusminister Faiyaz Siddiq Koya mit. Die meisten Hotelanlagen hätten keine strukturellen Schäden erlitten. Am Montag nahm auch der internationale Flughafen Nadi nach zwei Tagen seinen Betrieb wieder auf, ausländische Reisende erschienen in Scharen, um die Inseln zu verlassen. Pro Jahr kommen rund 750.000 Besucher auf die Fidschi-Inseln, die meisten aus Australien und Neuseeland.

jme/AFP/dpa/Reuters

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