Alle Jahre wieder lassen es Nobelpreisträger und andere honorige Wissenschaftler so richtig krachen. Wenige Tage vor der Bekanntgabe der Nobelpreise in Stockholm steigt an der berühmten Harvard University eine große Sause, die schon lange Kult ist. Von langen Reden und steifen Auftritten keine Spur, stattdessen fliegen Papierflugzeuge durch die Luft, das Publikum johlt, und die Preisträger haben nur 60 Sekunden Zeit, um ihre Dankeshymnen auszusprechen.
Mehr als tausend Wissenschaftler und Besucher drängten sich in das viktorianische Sanders-Theater der Elite-Universität, um der skurrilen Zeremonie beizuwohnen. Das Motto, wonach die Jury die Forschungsarbeiten beurteilt: "Erst bringt man die Leute zum Lachen, dann zum Denken." Wie etwa die Studie des Teams um Sharee Umpierre von der Universität von Puerto Rico, die vergangenes Jahr mit dem Ig-Nobelpreis gekürt wurde. Die Forscher hatten herausgefunden, dass Cola ein effektives Spermizid ist. 2007 heimsten Wissenschaftler einen Preis für ihre Untersuchungen zu den Nebenwirkungen des Schwertschluckens ein. Und im Jahr 2005 ging es um Pinguin-Pupse.
In insgesamt zehn Kategorien hat die Jury Ig-Nobelpreise verliehen. SPIEGEL ONLINE stellt drei der gewürdigten Arbeiten vor:
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