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01.12.2009
 

Projekt Wüstenstrom

Superkraftwerk Sonne

Von Jens Lubbadeh

7. Teil: Kritik an Desertec

Desertec-Kritiker bemängeln, dass mit dem Aufbau großer Spiegelkraftwerke in der Wüste neue Energie-Monopole entstehen. Sie plädieren für eine dezentrale Energieversorgung. Einer der Hauptkritiker ist der SPD-Energieexperte Hermann Scheer, Vorsitzender der Vereinigung Eurosolar: "Desertec ist eine Fata Morgana, die nicht ausreichend politisch und wirtschaftlich betrachtet worden ist", sagte er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Der Gesamtaufwand des Projekts ist kaum kalkulierbar. Die Unwägbarkeiten sind zu groß." Scheer fürchtet zudem, dass es durch Desertec zu einer Verzögerung des Ausbaus erneuerbarer Energien in Deutschland kommen wird. In einem Interview mit dem "Solarmagazin" sagte Scheer: "Die Konzerne versuchen weiterhin die Energiewende um 30 bis 40 Jahre hinauszuzögern und die Beschaffung erneuerbarer Energien auf Kosten der Allgemeinheit zu ihren Gunsten zu organisieren. Denn Desertec kann nur von wenigen Großkonzernen realisiert und betrieben werden, die so auch die Strompreise bestimmen könnten."

Energieexperte Matthias Ruchser vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik warnt vor den hohen Kosten, die der in der Sahara produzierte Strom verursachen kann: "Da derzeit der Solarstrom bei der Herstellung teurer ist als konventioneller Strom, kommt es darauf an, in den Betreiberländern Rahmenbedingungen zu schaffen, die entweder über einen erhöhten Stromeinspeisetarif oder über vom Staat festgelegte ambitionierte Quoten die Lücke zum wirtschaftlichen Betrieb schließen." Nur so würden sich die Milliarden-Investitionen für private Investoren langfristig lohnen.

Der geschasste Vattenfall-Konzernchef Lars Josefsson kritisierte das Projekt als unrealistisch. Die für das Projekt benötigten Milliarden seien "verdammt viel Geld", sagte Josefsson der "Financial Times Deutschland". "Zudem wären die Transportkosten sehr hoch. Ich halte das nicht für realistisch", sagte er. "Europa muss seinen Strom in Europa erzeugen", sagte Josefsson. Zudem seien die sonnenreichen Staaten Nordafrikas politisch instabil, Europa würde sich in Abhängigkeit begeben. Auch gebe es die Gefahr terroristischer Anschläge.

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insgesamt 3713 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
04.01.2011 von joe-joe:

Sie haben eine Drosselung gefordert?!? Oder doch eher eine Abschaffung des EEG, bzw. völlig eineitig gegen PV gewettert? Ich kann dagegen auf mehrere Beiträge verweisen, in denen ich eine versetzte 1/4 oder 1/2 jährliche [...] mehr...

04.01.2011 von Kindergeburtstag: Demos..

Die Erkundung ist nicht teuer (Man rechne das um auf den Preis pro kWh) und eins finde ich auch: Man sollte (und das waere rechtlich auch schon moeglich) die Kosten der Polizeieinsaetze den Verursachern anlasten! Ganz [...] mehr...

04.01.2011 von Petra:

Als Antwort auf den "Brandbrief" der Öko-Institute et alt bezüglich einer dringend notwendigen Senkung der PV-Vergütung hat sich natürlich der klebrige sfv sofort mit einer Protestnote zu Wort gemeldet - ein Lobby-Verein [...] mehr...

04.01.2011 von Petra:

Lustiger Artikel des photovoltaik-magazins zum Thema: "Die (Solar-)Branche bettelt geradezu um Kürzungen" "Das Bundesumweltministerium und die Solarbranche seien sich einig, dass der Ausbau der Photovoltaik [...] mehr...

03.01.2011 von günter1934:

Soooo toll sind Sie ja auch nicht informiert: "Da können Sie mal sehen, wie vorausschauend das Nobelpreiskomitee schon damals Photovoltaik gegen Atomspaltung abgewogen hat. Und Einstein... " Ihr Beitrag. Zu der [...] mehr...

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Strom aus der Wüste

Sonnenkraft

Die Energie der Sonne bietet ein riesiges Potential: Pro Jahr gehen 630.000 Terawattstunden an ungenutzter Sonnenstrahlen-Energie auf die Wüsten in Nahost und Nordafrika nieder. Zum Vergleich: Ganz Europa verbraucht pro Jahr etwa 4000 Terawattstunden.

Desertec-Konzept

Solarthermie

Versorgungssicherheit

Leitungsnetz

Kosten

Vorteile

Nachteile


Desertec - Das Wüstenstrom-Projekt

Die Idee

Mit dem Großprojekt Desertec will ein Konsortium aus Finanz-, Industrie- und Energiekonzernen Solarstrom aus der Wüste nach Europa bringen. Bis 2050 sollen so rund 15 Prozent des europäischen Energiebedarfs umweltfreundlich mit Hilfe der Wüstensonne gedeckt werden. Die Kosten dafür werden auf rund 400 Milliarden Euro geschätzt. Gewonnen werden soll die Energie dabei durch Solarthermie.

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