Es ist Januar. Ein Monat, der benannt ist nach dem römischen Gott Janus (lateinisch für Tür). Er ist das Tor zum neuen Jahr, janusköpfig in die Vergangenheit blickend, um die Zukunft vorherzusagen. In diesem speziellen Januar 2009 befinden wir uns sowohl ökonomisch als auch ökologisch an einem Scheidepunkt. Wenn wir jemals in die Vergangenheit blicken mussten, um unsere Zukunft zu retten, dann heute. Insbesondere müssen wir zwei Dinge tun:
Gelingen uns diese grundlegenden Veränderungen nicht, werden wir dazu verdammt sein, die endlosen, durch Stammesdenken geprägten, politischen Machenschaften und wirtschaftlichen Konflikte über uns ergehen zu lassen, die die Zivilisation bereits seit Jahrtausenden plagen.
Wir müssen den Wechsel zur Zivilisation 1.0 vollziehen. Lassen Sie mich das erklären.
In einem 1964 erschienenen Artikel über die Suche nach extraterrestrischen Zivilisationen, schlug der sowjetische Astrophysiker Nikolai Kardaschow den Einsatz von Radioteleskopen vor. Mit ihnen sollten Signale aus anderen Sonnensystemen empfangen werden, in denen Zivilisationen auf drei verschiedenen Entwicklungsstufen vorkommen könnten:
Aufgrund unserer damaligen Energieeffizienz schätzte der Astronom Carl Sagan 1973, dass die Erde auf einer Skala von Typ 0 bis Typ 1 eine Zivilisation des Typs 0.7 darstelle (neueren Berechnungen zufolge liegen wir inzwischen bei 0.72).
Da die Kardaschow-Skala logarithmisch ist - jede Erhöhung des Energieverbrauchs erfordert also eine gewaltige Zunahme in der Energieerzeugung - werden wir das Ziel mit fossilen Brennstoffen nicht erreichen. Erneuerbare Energien wie Sonnenenergie, Windenergie und Erdwärme sind ein guter Anfang, und in Verbindung mit Kernenergie - vielleicht sogar der Kernfusion (statt der heutigen Kernspaltungsanlagen) - könnten wir damit eines Tages eine Zivilisation 1.0 werden.
Wir sind nahe dran. Wenn wir unseren janusköpfigen Blick in die Vergangenheit richten, um die Zukunft zu sehen, können wir die Geschichte der Menschheit auf dem Weg zur Zivilisation 1.0 kurz überfliegen:
Wenn wir aus dieser Vergangenheit in die Zukunft blicken, erkennen wir, dass die Kräfte, die verhindern könnten, dass wir die Zivilisation 1.0 erreichen, in erster Linie politischer und wirtschaftlicher und nicht technischer Natur sind. In nichtdemokratischen Staaten herrscht erheblicher Widerstand gegen die Übergabe der Macht an das Volk - besonders in Theokratien, deren Anführer lieber zu den Häuptlingstümern des Typs 0.4 zurückkehren würden. Die Globalisierung der Wirtschaft erfährt erhebliche Opposition - auch im industrialisierten Westen, wo die Sichtweise der meisten Menschen immer noch von ökonomischem Stammesdenken beherrscht wird.
Die wissenschaftliche Idee, die dieses ganze Spiel verändern kann, ist die Verbindung von Energie und Ökonomie: die Entwicklung erneuerbarer Energien, die günstig und für jeden überall auf dem Planeten zugänglich sind und die jeder mit jedem anderen austauschen darf. Das wird alles verändern.
Aus dem Englischen von Daniel Bullinger
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Es geht um die Energie - nicht um den Mechanismus sie nutzbar zu machen. Man sollte mit Worten schon genau sein, sonst kommt man zu falschen Schlüssen. Grundfalsche Darstellung: Atomenergie und Kohleenergie sind mitnichten [...] mehr...
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Ich weiß nicht, wie es anderen beim Lesen dieses Artikels erging, mir jedenfalls ist das viel zu viel Science Fiction. Vor lauter Science in Fiction (ich weiß, dass fällt schwer, wenn man einer kurzen Episode der fast [...] mehr...
... soweit mir bekannt, haben die Aussagen Sagans und Kardaschows zum Energiekonsum einer Zivilisation keinerlei politische Implikationen. Das hier ist das Überstülpen einer empfundenen Fortentwicklung der menschlichen [...] mehr...
Schon die Kernaussage der Erneuerbaren Energie ist Unfug. keine Energie ist Erneuerbar. Solarzellen müssen gebaut werden und nutzen sich ab, Windräder müssen gebaut werden und benötigen Wartung und nutzen sich ab. Man kann das [...] mehr...
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