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17.07.2010
 

Schlappe für Bundesregierung

EU-weite Kennzeichnung von Gen-Nahrung gestrichen

Kennzeichnungen wie diese wird es in der EU bis auf weiteres nicht gebenZur Großansicht
DPA

Kennzeichnungen wie diese wird es in der EU bis auf weiteres nicht geben

In Sachen Gentechnik im Essen ist Deutschland europaweit isoliert: Wie Verbraucherschutzministerin Aigner jetzt bestätigt hat, ist die Bundesregierung mit ihrer Initiative für eine allgemeine Kennzeichnung in der EU gescheitert. Nun setzt man auf freiwillige Lösungen mit den Lebensmittelherstellern.

Berlin - In der EU wird es bis auf weiteres keine allgemeine Kennzeichnung von Lebensmitteln geben, die mit Gentechnik in Berührung gekommen sind. Die Bundesregierung hatte entsprechende Pläne forciert, ist jetzt aber damit gescheitert. "Wir haben versucht, in Europa eine Positivkennzeichnung durchzusetzen - leider ohne Erfolg", sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der "Bild am Sonntag". "Das findet weder bei der EU-Kommission, noch bei den anderen Mitgliedstaaten Unterstützung." Die Bundesregierung baue nun auf freiwillige Lösungen wie das "Ohne Gentechnik"-Siegel, das in Deutschland immer mehr Lebensmittelhersteller einsetzten.

Bei der angestrebten EU-weiten Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten wie Analogkäse sei die Bundesregierung aber "auf einem guten Weg", sagte Aigner der Zeitung. Es sei ein Kennzeichnungsvorschlag eingebracht worden, den das Europäische Parlament unterstütze.

hpi/dpa

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Im Überblick: Die Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes

Anbau

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Der Anbau von Gentech-Pflanzen beschränkt sich in Deutschland zur Zeit auf die Kartoffelsorte "Amflora" des Chemiekonzerns BASF. Das für die Produktion von industriell verwendeter Kartoffelstärke optimierte Nachtschattengewächs wächst in Mecklenburg-Vorpommern auf einem 15-Hektar-Feld. Daneben finden auch 2010 zahlreiche experimentelle Freisetzungen statt: Auf insgesamt 13 Hektar gedeihen gentechnisch veränderte Zuckerrüben, Mais- und Weizenpflanzen, die von Firmen und Universitäten im Freiland getestet werden, aber nicht kommerziell genutzt werden dürfen. Im Jahr 2008 wurde in Deutschland auf rund 3200 Hektar gentechnisch veränderter Mais des US-Saatgutkonzerns Monsanto angebaut (MON810) - 99 Prozent davon in Ostdeutschland. Der Gentech-Anteil an der gesamten Maisanbaufläche lag bei nur 0,15 Prozent. Seit April 2009 ist der MON810-Anbau in Deutschland verboten. Der umstrittene Gen-Mais soll besser vor dem Schädling Maiszünsler geschützt sein.

Gesetze

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Das Erbgut

Genom

Das Genom bezeichnet das gesamte Erbgut eines Organismus. Außer bei einigen Viren besteht es immer aus DNA (Desoxyribonukleinsäure). Das Genom beinhaltet den Bauplan für die Produktion sämtlicher Proteine (Eiweißmoleküle), die ein Organismus zum Leben benötigt. Ein Gen ist ein Sequenzabschnitt auf dem Genom und beinhaltet die Erbinformation für ein Protein. Die einzelnen Bausteine der DNA sind vier verschiedene sogenannte Nukleinsäuren: A, C, T und G.

Messenger-RNA (mRNA)

Codon

Genetischer Code

Transfer-RNA (tRNA)

Hintergrund

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Evolution

Population

Phänotyp

genetische Variabilität

natürliche Selektion

sexuelle Selektion

künstliche Selektion

genetische Drift


Hintergrund: Vom Gen zum Mem

Replikatoren

Unter einem Replikator versteht man eine sich selbst vervielfältigende Informationseinheit. Der Träger der Information kann ein Molekül sein. Evolutionsbiologen vermuten, dass RNA-Moleküle möglicherweise die ersten sich selbst kopierenden Moleküle waren. Durch zufällige Kopierfehler - Mutationen - entstanden verschiedene Varianten des ersten Replikators, die miteinander um Platz und Ressourcen konkurrierten. Damit begann die Evolution des irdischen Lebens. Vom Einzeller zu vielzelligen Organismen entstanden immer komplexere Überlebensmaschinerien der Replikatoren.

Gene

Meme




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