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10.09.2010
 

CCS-Technologie

Schleswig-Holstein attackiert geplantes Gesetz zur CO2-Entsorgung

CCS-Technologie: Kohlendioxid unter die Erde
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DPA

Die Bundesregierung plant, unterirdische Kohlendioxid-Lager in Deutschland testen zu lassen. Aus Kiel gibt es nun Protest: Die Bundesländer müssten die letzte Entscheidung an solchen Projekten haben, fordert Ministerpräsident Carstensen.

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen will bei Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Änderung des geplanten Gesetzes für unterirdische Kohlendioxid-Lager erreichen. Carstensen werde bei Merkel (beide CDU) vorstellig werden, um eine Länderklausel im Gesetz doch noch durchzusetzen, sagte Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) am Donnerstag im Landtag.

Sollte diese Klausel nicht erreichbar sein, werde Schleswig- Holstein dem Gesetz im Bundesrat nicht zustimmen. Gegen den Willen der Bevölkerung dürften unterirdische Lagerstätten für klimaschädliches Kohlendioxid nicht eingeführt werden. Jedes Bundesland müsse hier die letzte Entscheidung haben.

Politiker aller Parteien kritisierten, dass Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bei einem Besuch im Norden die Länderklausel zugesichert habe, sie aber im Gesetzentwurf nun nicht enthalten sei. Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern unterstützen laut de Jager Schleswig-Holsteins Position.

Anstatt es in die Luft zu blasen, wollen Kohlekraftwerke das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) einfach vergraben. Doch die Technik birgt möglicherweise Risiken, die noch nicht erforscht sind. In mehreren Bundesländern wehren sich Bürger gegen Testanlagen der sogenannten CCS-Technologie (siehe Kasten links).

Die Firma RWE plant, in Schleswig-Holstein die Abgase eines Kohlekraftwerkes im Ruhrgebiet zu entsorgen, war mit dem Vorhaben jedoch auf Protest bei den schleswig-holsteinischen Anwohnern gestoßen.

Die Bundesregierung will jedoch vorerst keine kommerziellen, großtechnischen Speicher für das Treibhausgas Kohlendioxid im Untergrund zulassen. Ein Gesetz, das Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ausgearbeitet haben, erlaubt nur Erprobungsvorhaben mit einem Volumen von maximal acht Millionen Tonnen pro Jahr.

Eine Versuchsanlage zum Abscheiden und Verflüssigen des Treibhausgases läuft bereits seit Herbst 2008 im brandenburgischen Vattenfall-Kraftwerk Schwarze Pumpe.

boj/dpa

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insgesamt 13 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
10.09.2010 von Mario V.: Wohnung?

Es geht hier nicht um irgendwelches CO2 in Ihrer Wohnungsluft, sondern um das CO2 in der Atmosphäre. So viel zum Thema hilfreiche Kommentare. Die Gefährlichkeit des atmosphärischen CO2 als treibende Kraft hinter (den schon [...] mehr...

10.09.2010 von broadcaststurm: Nicht gefährlich?

Dann hätten Sie sicher auch nichts gegen 8% CO2 in dem Atemluft Ihrer Wohnung? Allerdings hätte es sich dann mit Ihren hilfreichen Kommentaren im Forum erledigt! mehr...

10.09.2010 von karsten112: .

Warum wird eigentlich staendig von " Gegen den Willen der Bevölkerung dürften unterirdische Lagerstätten für klimaschädliches Kohlendioxid nicht eingeführt werden." u.ae. gesprochen? Bevor man sich Gedanken darueber [...] mehr...

10.09.2010 von Bildungsexilant: Nachtrag

@deal-alder: Erbsenzähler @Dark Enginseer Ich glaube nicht, dass es holsteinerjung um ein gutes Verfahren zur Biogasherstellung ging, soncdern eher um eine sinnvolle Verwendung des CO2s. Aber ich stimme mit Dir überein, dass [...] mehr...

10.09.2010 von Dark Enginseer: ²³|| ` _ ` ->-

Das geht auch einfacher. Die meisten Lebewesen produzieren Methan bei der Verdauung. Biogasanlagen gibt es schon. Es besteht keine Eile. Eine Wende tritt automatisch ein, wenn Kohle teurer wird als andere Verfahren der [...] mehr...

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CCS: Kohlendioxid unter die Erde

Technologie

AP
Beim CCS-Verfahren (Carbon Capture and Storage) wird Kohlendioxid aus dem Abgas von Kohlekraftwerken abgeschieden, verflüssigt und unter der Erde eingelagert. Für die konkrete Umsetzung der CO2-Sequestrierung gibt es mehrere Möglichkeiten, die teils bereits in Pilotanlagen erprobt werden. So lässt sich CO2 theoretisch auf drei Arten abtrennen: vor der Kohleverbrennung ("Pre Combustion"), bei der Verbrennung mit reinem Sauerstoff ("Oxyfuel") oder durch ein Waschen der Rauchgase ("Post Combustion"). Für den Transport des unter Druck verflüssigten Gases bieten sich vor allem Pipelines oder Schiffe an. Als Speicherstätten kommen in Deutschland leere Gasfelder oder tief liegende spezielle poröse Gesteinsschichten, sogenannte saline Aquifere, in Frage.

Bisherige Nutzung

Mögliche Vorteile

Kritik







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