In einem ukrainischen Atomkraftwerk hat es in der Nacht zum Dienstag einen Zwischenfall gegeben. Ein Reaktor der Anlage in der Stadt Juschnoukrajinsk im Süden des Landes sei vom Netz genommen worden, nachdem eine Hochspannungsleitung durch den Ausfall eines Transformators unterbrochen worden sei, teilte das Katastrophenschutzministerium in Kiew mit. Ein Austritt an Radioaktivität sei nicht festgestellt worden.
Nach der technischen Panne hat sich ein 1000-Megawatt-Druckwasserreaktor automatisch abgeschaltet. "Der Block wurde auf ein Minimum heruntergefahren und vom Netz genommen", teilte das Zivilschutzministerium der Ex-Sowjetrepublik am Dienstag nach Medienangaben mit.
Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass besteht das AKW in Juschnoukrajinsk aus drei Reaktoren, die im Jahr 1980 in Betrieb genommen wurden.
Zu Zeiten der Sowjetunion hatte sich im Norden der Ukraine die bis dahin schwerste Atomkatastrophe ereignet, als im April 1986 infolge eines außer Kontrolle geratenen Sicherheitstests ein Reaktor im Kraftwerk Tschernobyl explodierte. Radioaktive Strahlung zog daraufhin über einen großen Teil Europas hinweg.
boj/AFP
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