Ausgegraben

Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Brutale Schlacht im dänischen Sumpf

Hunderte Männer kämpften vor 2000 Jahren im Norden Dänemarks - jetzt fanden Archäologen die schrecklichen Spuren der Schlacht. Außerdem im archäologischen Wochenrückblick: Riesenkühlschrank soll ein Wrack konservieren, Haie in der Wüste - und ein Märtyrer-Kloster.

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Die Funde erzählen eine grausame Geschichte: In einem Sumpf in Dänemark haben Archäologen die Zeugnisse einer brutalen Schlacht entdeckt. Vor 2000 Jahren starben hier Hunderte von Männern. Schon seit Jahren kamen in der Alken Enge Marsch nahe des Sees Mossø in Ostjütland immer wieder Knochen zum Vorschein.

Verletzter Schädel: Mit einer Axt durchschlagen Zur Großansicht
Ejvind Hertz / Skanderborg Museum

Verletzter Schädel: Mit einer Axt durchschlagen

Bei einer systematischen Ausgrabung fanden die Forscher um den Archäologen Ejvind Hertz vom Scanderborg Museum nun die Überreste des Schlachtens. Sie entdeckten schwer beschädigte Knochen, darunter einen eingeschlagenen Schädel und ein Schienbein, das mit einer Axt durchgeschlagen wurde. Dabei lagen die Waffen, die diese grausamen Wunden verursacht hatten: Äxte, Speere und Keulen. Auch Schilde fanden die Ausgräber. Nun hoffen sie, aus den Knochen noch mehr Einzelheiten über den genauen Ablauf der Schlacht oder die Herkunft der Männer erfahren zu können.

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6  Bilder
Ausgegraben: Schlachtenopfer in Ostjütland
Auch die damalige Landschaft wollen sie rekonstruieren. Offenbar wurden die Leichen und Waffen am Boden eines kleinen Sees deponiert, aus dem erst später ein Sumpf wurde. Der Grundwasserspiegel änderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals.

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