Atom-Desaster Meteorologen fürchten radioaktive Wolke über Tokio

Ein Riss im Reaktorkeller, Radioaktivität im Meer und jetzt der Wind: Meteorologen fürchten, dass er die strahlenden Partikel aus dem AKW Fukushima am Sonntag in die Millionenmetropole Tokio blasen könnte. Auch in deutschen Häfen bereitet man sich auf die Strahlung vor.

Von Cinthia Briseño und

REUTERS

Tokio - Etwas Glück hatten die Japaner bisher doch nach der Katastrophe in Fukushima: Der Wind hatte die radioaktiven Partikel in der Atmosphäre über dem AKW hauptsächlich auf den offenen Pazifik geblasen. Bisher. Jetzt aber wendet sich das Blatt - der Wind kommt immer mehr aus Nordost. Die Folge: "Tokio könnte etwas abkriegen", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag.

Mit anderen Worten: Radioaktive Partikel könnten am Sonntag aus dem havarierten Atomkraftwerk nach Tokio wehen. Auch eine aktuelle Modellrechnung der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zeigt (siehe Fotostrecke oben), dass die Luftströmungen die freiwerdende Radioaktivität aus dem AKW in Richtung Südwesten treiben wird - auf das rund 240 Kilometer entfernte Tokio zu. Die küstennahen Gebiete von Südost-Honshu könnten ebenfalls beeinträchtigt sein. Der DWD geht davon aus, dass die Konzentration der radioaktiven Partikel in der Atmosphäre in einigen Gebieten südlich von Tokio sogar stärker sein könnte.

Wie hoch die Strahlenbelastung für die Bevölkerung dadurch sein wird, ist unklar. Denn bisher kann man nur sehr schwer abschätzen, wie viel Radioaktivität insgesamt seit dem Erdbeben am 11. März aus dem Katastrophen-AKW in die Atmosphäre freigesetzt wurde. Langwierige Simulationen und Berechnungen der ZAMG liefern lediglich eine sehr grobe Abschätzung der Gesamtfreisetzung. Und diese kann auch nur zeitlich verzögert abgegeben werden, da das Messnetz, das die ZAMG für ihre Strahlungsmessungen nutzt, nach ihren Angaben dünn ist.

Fallout unwahrscheinlich

Immerhin gibt es aber eine positive Nachricht: Nur einzelne Regenschauer sind nach Angaben der ZAMG am Sonntag möglich, mit größerem Niederschlag sei dagegen kaum zu rechnen. Das bedeutet auch, dass ein größerer Fallout, wie der radioaktive Niederschlag genannt wird, nicht droht, und der größte Teil der radioaktiven Partikel den Erdboden nicht erreicht. Zudem wird der Wind den Großteil der radioaktiven Wolke laut ZAMG bereits am Montag wieder auf den offenen Pazifik blasen.

Die Atom-Ruine Fukushima I aber setzt weiterhin massiv Radioaktivität frei: Am Samstag entdeckten Techniker einen Riss im Reaktorkeller 2. Daraus sickert hochradioaktives Wasser. Werte von 1000 Millisievert pro Stunde wurden gemessen - eine Strahlendosis, die lebensbedrohlich sein kann, wenn man ihr ungeschützt ausgesetzt ist. Zum Vergleich: In Deutschland ist man innerhalb eines ganzen Jahres einer Strahlendosis von durchschnittlich 2,1 Millisievert ausgesetzt.

Der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama, erklärte, dass der Riss "eine der Quellen für die Kontaminierung des Meerwassers" sei. Zugleich räumte er ein, dass es noch weitere, ähnliche Risse geben könne. Es gelte, diese so schnell wie möglich zu finden. Der Sprecher der Betreiberfirma Tepco, Osamu Yokokura, sagte, dass das Erdbeben vom 11. März wahrscheinlich die Ursache für den Riss sei. Das würde bedeuten, dass das belastete Wasser möglicherweise schon seit dem Unglück ins Meer austritt.

Rasche Verdünnung

Nach Angaben Tepcos beträgt der Wert in 60 Zentimetern Entfernung von der Grube noch 400 Millisievert pro Stunde. Allerdings gehen die meisten Experten davon aus, dass sich die radioaktiven Partikel in den Weiten des Pazifiks rasch verdünnen - und dass auch größere Mengen kaum Auswirkungen auf die Umwelt hätten. Inwieweit radioaktive Partikel, vor allem Cäsium 137, in die Nahrungskette gelangen werden, ist noch unklar.

Radioaktives Jod 131 in Konzentrationen deutlich über dem Grenzwert war im Meer nahe dem Atomkraftwerk schon vor mehr als einer Woche entdeckt worden. Nun zeigt aber eine Messung, die das japanische Wissenschaftsministerium am Samstag veröffentlichte, dass sich die Radioaktivität im Meer durchaus schon ausgebreitet hat: In südlicher Richtung, 40 Kilometer vom AKW entfernt, war die Jod-Konzentration doppelt so hoch wie zulässig. Die Behörde betonten jedoch, dass keine Gefahr für die menschliche Gesundheit bestehe.

Es sei das erste Mal, dass Radioaktivität über den gesetzlich zugelassenen Werten so weit vor der Küste der Präfektur Fukushima gemessen wurde, meldete der Fernsehsender NHK. Vermutlich habe eine Nord-Süd-Strömung das radioaktive Jod 131 mitgespült.

Japanische Fischer reagieren entsetzt auf die Nachrichten über das radioaktiv verstrahlte Meerwasser. "Was soll nur aus unserem Leben nun werden", zitierte die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press einen Fischer in der angrenzenden Katastrophenprovinz Ibaraki. "Wenn die Leute auch nur Fisch aus Ibaraki hören, werde ich ihn nicht verkaufen können, selbst wenn ich den Fisch auf den Markt bringe", sagte ein Vertreter des örtlichen Fischereiverbands.

Hamburg erwartet erste Schiffe aus Japan

Noch ist nicht absehbar, welche Konsequenzen die Verstrahlung des Ozeans für den Schiffsverkehr haben könnte. In Deutschland aber bereitet man sich schon auf die Auswirkungen vor: Zahlreiche Reedereien haben ihre Schiffe mit Geräten zur Messung der Strahlenbelastung ausgerüstet. Allein bei der Hamburger Komrowski-Gruppe betreffe das etwa 40 Frachter, sagte deren Sicherheitsbeauftragte, Kapitänin Inet Klip.

Im Hamburger Hafen werden in der kommenden Woche die ersten Schiffe aus Japan erwartet. In der Innenbehörde der Hansestadt wurde eine Expertenrunde eingerichtet, um alle Behörden auf die neuen Risiken vorzubereiten. Von rund 11.000 Schiffen, die jährlich den Hamburger Hafen anlaufen, kommen etwa 300 aus Japan. Weil das Bundesumweltministerium noch keine Strahlengrenzwerte für Seeschiffe festgelegt hat, orientieren sich die Behörden an Werten, die etwa für Lebensmittel und Flugzeuge gelten.

Von Sievert bis Becquerel: Kleines Lexikon der Strahlenmessung
Alpha-, Beta- und Gammastrahlen
DPA
Manche Atomkerne von chemischen Elementen sind instabil und zerfallen deshalb. Sie werden als radioaktiv bezeichnet. Die Zerfallsprozesse können unterschiedlicher Natur sein. Die Strahlung, die zerfallende Elemente aussenden, wird in drei Arten unterschieden: Während Alpha- und Betastrahlung aus Partikeln bestehen, handelt es sich bei Gammastrahlung um elektromagnetische Wellen, ähnlich der Röntgenstrahlung. Allerdings ist ihre Wellenlänge viel kleiner und die Strahlen sind somit extrem energiereich. Alphastrahlung besteht aus positiv geladenen Helium-Kernen, die aus zwei Protonen und zwei Neutronen aufgebaut sind. Betastrahlen bestehen aus Elektronen. Sie entstehen, wenn sich ein Neutron in ein Proton und ein Elektron umwandelt, das vom Atomkern abgestrahlt wird.
Becquerel: Einheit der Aktivität
Eine Substanz ist dann radioaktiv, wenn sie zerfällt und dabei Strahlung aussendet. Um anzugeben, wie stark eine radioaktive Substanz strahlt, benutzt man den Begriff der Aktivität (A). Sie wird in Becquerel (Bq) gemessen und gibt die Strahlung an, die eine Substanz innerhalb einer bestimmten Zeit durch Zerfall erzeugt. Per Definition entspricht ein Becquerel einem Zerfall pro Sekunde. Je schneller eine Probe zerfällt, desto intensiver strahlt sie also.
Gray: Einheit der Energiedosis
Weiß man, wie stark eine radioaktive Substanz strahlt, sagt das noch nichts darüber aus, wie sich die Strahlung auf den Körper auswirkt. Dafür ist es wichtig zu bestimmen, wie viel Energie von einer bestimmten Masseneinheit des Körpers absorbiert wird. Angegeben wird die absorbierte Energiedosis (D) in der Einheit Gray (Gy), wobei ein Gray der Energiemenge von einem Joule pro Kilogramm entspricht.
Sievert: Einheit der Äquivalentdosis
Um die biologische Wirksamkeit der radioaktiven Strahlung auf den Körper anzugeben, benutzt man anstelle der Energiedosis den Begriff der Äquivalentdosis (H). Sie berücksichtigt die Tatsache, dass verschiedene Arten von Strahlen ganz unterschiedliche Wirkungen auf den Körper haben. So ionisiert Alphastrahlung bei weitem mehr Moleküle als etwa Betastrahlen - und richtet deshalb eine größere Zerstörung im Körper an. Daher wird jede Strahlungsart mit Hilfe einer physikalischen Größe gewichtet, dem sogenannten Strahlenwichtungsfaktor. Gemessen wird die Äquivalentdosis in Sievert (Sv). Sie ergibt sich aus der Multiplikation der Energiedosis mit dem Strahlenwichtungsfaktor. 1 Sievert (Sv) sind 1000 Millisievert (mSv). 1 Millisievert sind 1000 Mikrosievert (µSv).
Sievert pro Zeit: Einheit der Strahlenbelastung
Um die Auswirkungen von radioaktiver Strahlung auf den Körper genauer einschätzen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie lange eine bestimmte Dosis auf den Körper einwirkt. Daher wird die Strahlenbelastung meist in Sievert pro Zeiteinheit gemessen. Also etwa Millisievert pro Jahr oder Mikrosievert pro Stunde. Die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung liegt in Deutschland bei 2,1 Millisievert pro Jahr, also 0,24 Mikrosievert pro Stunde. Im Schnitt kommen zwei Millisievert pro Jahr durch künstliche Quellen von Radioaktivität hinzu. Den Löwenanteil dazu steuert die Medizin bei.
Von Becquerel zu Sievert: Der Dosiskonversionsfaktor
Die Strahlenbelastung von Böden oder in Lebensmitteln etwa wird in Becquerel pro Quadratmeter oder Becquerel pro Kilogramm angegeben. Doch was bedeutet dieser Wert für die Auswirkungen auf den Körper? Um eine Beziehung zwischen Aktivität und Äquivalentdosis herstellen zu können, gibt es den sogenannten Dosiskonversionsfaktor. Er hängt unter anderem von der Art der Strahlung und der radioaktiven Substanz ab, sowie von der Art, wie die Strahlung in den Körper gelangt (Inhalieren, Aufnahme durch die Nahrung). So entspricht die Aufnahme von 80.000 Becquerel Cäsium 137 mit der Nahrung einer Strahlenbelastung von etwa einem Millisievert. Der Verzehr von 200 Gramm Pilzen mit 4000 Becquerel Cäsium 137 pro Kilogramm hat beispielsweise eine Belastung von 0,01 Millisievert zur Folge. Das lässt sich mit der Belastung durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt nach Gran Canaria vergleichen.
EU-Grenzwerte für Nahrungsmittel
Nach der Tschernobyl-Katastrophe hatte die EU Grenzwerte für den Import von Lebensmitteln aus jenen Ländern geregelt, die durch das Atom-Unglück kontaminiert wurden. Zusätzlich hat die EU am 26. März 2011 weitere Grenzwerte für Importe aus Japan festgelegt - die Grenzen wurden jedoch als zu lasch kritisiert. Am 8. April reagierte die EU - und passte die Grenzen an japanische Normen an. Für Cäsium 134 und Cäsium 137 gilt künftig bei Lebensmitteln ein Grenzwert von 500 Becquerel pro Kilogramm. Bei Säuglings- und Kindernahrung senkte Brüssel den Grenzwert für Cäsium von 400 auf 200, für Jod von 150 auf 100 Becquerel.
Seit vergangener Woche tobt hierzulande eine heftige Debatte über die Strahlengrenzwerte: Denn die EU hatte per Eilverordnung neue Grenzwerte für Lebensmittelimporte aus Japan in Kraft gesetzt, die höher als die Werte sind, die für Nahrungsmittel aus den durch Tschernobyl kontaminierten Ländern gelten (siehe Infokasten).

Inzwischen prüfen auch Importeure aus Deutschland vor der Auslieferung Kfz-Teile auf eine mögliche Strahlenbelastung. Das meldet die Branchenzeitung "Automobilwoche". "Wir werden durch entsprechende Überprüfungen sicherstellen, dass kein kontaminiertes Fahrzeug oder Ersatzteil in den Handel gebracht wird", sagte Mazda-Sprecher Jochen Münzinger.

Die Werke in Hiroshima und Hofu seien aber rund tausend Kilometer vom Reaktor Fukushima entfernt, auch die meisten Zulieferer befänden sich außerhalb der kritischen Region. Mazda betreibt keine Werke in Europa und bezieht sämtliche Fahrzeuge aus Japan.

Auch Toyota nimmt alle erforderlichen Kontrollen vor, um die Unbedenklichkeit der Produkte sicherzustellen. "Toyota wird niemals ein Produkt ausliefern, wenn die Kontrollmaßnahmen die Möglichkeit eines gesundheitlichen Risikos für den Kunden nicht ausschließen können", sagte ein Firmensprecher dem Blatt.

Mit Material von dpa und dapd

Forum - Wäre der Wohlstand ohne Atomkraft gefährdet?
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Seite 1
gunman, 02.04.2011
1. Was meint dieser mit "europäisch" ?
Zitat von sysopDie Debatte um die Abkehr von der Atomenergie dauert an. Besonders die Folgen für die Wirtschaft werden kontrovers diskutiert. Wie abhängig ist der Wohlstand in Deutschland von der Kernenergie? Wäre er durch den Ausstieg ernstlich gefährdet?
"Den Stresstest werden nicht alle europäischen AKW überstehen - davon ist Energiekommissar Oettinger überzeugt." http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,754633,00.html Das möchte ich sehen, wie Oettinger z.B. auch nur ein einziges franz. Kernkraftwerk "abschaltet". Ein viertklassiger EU-Politiker in grenzenloser Selbstüberschätzung. Oder meint der Typ mit "europäisch" die deutschen Kernkraftwerke? Dass jetzt die deutsche Atomindustrie an die Wand gefahren, ist wohl ausgemacht. Dazu braucht hier niemand die EU/Oettinger.
rolli 02.04.2011
2.
Zitat von sysopDie Debatte um die Abkehr von der Atomenergie dauert an. Besonders die Folgen für die Wirtschaft werden kontrovers diskutiert. Wie abhängig ist der Wohlstand in Deutschland von der Kernenergie? Wäre er durch den Ausstieg ernstlich gefährdet?
Nein, denn dann könnten alle Subventionen und Haftungsrückstellugnen dafür gestrichen werden und sinnvoll an anderer Stelle eingesetzt oder eingespart werden. Kernenergie ist die volkswirtschaftlich teuerste und dazu lebensgefährlichste Energiequelle. rolli
christiane006, 02.04.2011
3. die Ruinen abschalten
Zitat von sysopDie Debatte um die Abkehr von der Atomenergie dauert an. Besonders die Folgen für die Wirtschaft werden kontrovers diskutiert. Wie abhängig ist der Wohlstand in Deutschland von der Kernenergie? Wäre er durch den Ausstieg ernstlich gefährdet?
f ich kann diese Vokabel Stresstest einfach nicht mehr hören. Man sollte diese Wortschöpfung zum Unwort des Jahres küren. Auch heute weiss man bereits, dass es Kraftwerke gibt, die einen Flugzeugabsturz nicht verkraften würden. Das hat mit Stress nichts zutun, dass ist die vorprogrammierte Katastrophe. Deutschland ist dicht besiedelt, wir können dann ja nach Sibirien auswandern! Das kommt davon, wenn eine Riege von Soziopathen mit Macht ausgestattet wird, die sich nur noch über´s Geld definiert.
CyberDyne 02.04.2011
4. Unsere Politiker gefährden den Wohlstand ...
Zitat von sysopDie Debatte um die Abkehr von der Atomenergie dauert an. Besonders die Folgen für die Wirtschaft werden kontrovers diskutiert. Wie abhängig ist der Wohlstand in Deutschland von der Kernenergie? Wäre er durch den Ausstieg ernstlich gefährdet?
... und nicht die abgeschalteten AKWs.
Huuhbär, 02.04.2011
5. ...
Zitat von sysopDie Debatte um die Abkehr von der Atomenergie dauert an. Besonders die Folgen für die Wirtschaft werden kontrovers diskutiert. Wie abhängig ist der Wohlstand in Deutschland von der Kernenergie? Wäre er durch den Ausstieg ernstlich gefährdet?
Ich finde es unsäglich, unerträglich und teilweise wirklich unanständig in welcher Art und Weise in Anbetracht der unfassbaren Tragödie in Japan eine auf wirtschaftliche Aspekte reduzierte Betrachtungsweise wirklich deplatziert und zynisch. Ich für meine Person stelle schlicht fest, dass es innerhalb weniger Jahrzehnte drei schwere Atomunfälle gab mit den bekannten Folgen. Und ich kann mich auch noch sehr gut an die Kampagnen der Atomindustrie in den 70er und 80er Jahren erinnern, als mit Sprüchen wie „Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“ versucht wurde, die Antiatombewegung lächerlich zu machen. Atomwissenschaftler und Atomlobby wollen den Menschen bis zum heutigen Tags weismachen, dass nur ein minimalstes Restrisiko bestehe, mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 1 in 1000 Jahren. Aber die Wirklichkeit hat uns alle mal wieder eingeholt. Man muss wohl in Zukunft eher mit einem Super-Gau pro Jahrzehnt rechnen, je mehr AKW’s weltweit betrieben und errichtet werden. Da darf ich doch sicher als Traumtänzer dann eine sachliche und einfache Frage an Sie richten, was wichtiger ist, satte Profite für die Atomindustrie oder die Lebensgrundlage? Warum soll ich mich jetzt als einfacher Bürger mit deren Wohlstandslügen beschäftigen und denen noch Unterstützung geben? Die Frage müßte lauten: Was ist Wohlstand. Für mich ist Wohlstand ohne Krieg oder irgendwelchen anderen von Menschen gemachten Bedrohungen leben zu dürfen. Ein Dach über den Kopf zu haben, essen und trinken, Bildung und meinen Mitmenschen vertrauen.
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