Atommülllager Asse Gabriel nennt Verzögerung bei der Bergung  inakzeptabel

SPD-Chef Sigmar Gabriel übt scharfe Kritik am neuen Terminplan: Die Bergung der Atommüllfässer aus dem maroden Bergwerk Asse kann womöglich erst in 24 Jahren beginnen. Auch der neue Umweltminister Altmeier zeigt sich enttäuscht.

Marodes Bergwerk Asse (Archivbild): Bergung des Mülls erst in 24 Jahren?
DPA

Marodes Bergwerk Asse (Archivbild): Bergung des Mülls erst in 24 Jahren?


Hamburg - Die Bergung des Atommülls aus dem Zwischenlager Asse könnte sich deutlich verzögern. Laut einer internen Terminplanung des Bundesamts für Strahlenschutz kann der strahlende Abfall erst ab 2036 aus dem Bergwerk geholt werden. Angesichts der drohenden Verzögerung hat SPD-Chef Sigmar Gabriel die Bundesregierung nun zum raschen Handeln aufgefordert.

Bundesumweltminister Peter Altmaier müsse jetzt die "sträflichen Versäumnisse" seines Amtsvorgängers Norbert Röttgen (beide CDU) ausgleichen und die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit die Bergung des Atommülls schnellstmöglich beginnen könne, sagte Gabriel der "Braunschweiger Zeitung". Erst 2036 mit der Rückholung aus der Asse zu beginnen, sei "völlig inakzeptabel".

Der SPD-Politiker reagierte damit auf den Entwurf eines Terminplans des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), der am Dienstag bekannt geworden war. Bei der derzeitigen Rechtslage könnte demnach vermutlich erst 2036 damit begonnen werden, den Atommüll aus dem einsturzgefährdeten Bergwerk zu bergen. Gabriel sagte, es handele sich dabei um den ungünstigsten anzunehmenden Fall, der sich ergebe, wenn die Bundesregierung weiter untätig bleibe. Er fügte hinzu: "Jetzt müssen wir über alle Parteigrenzen hinweg dafür sorgen, dass es dazu nicht kommt."

Besuch des Ministers

Altmaier hatte sich am Dienstagabend "enttäuscht und beunruhigt" über die Verzögerungen bei der geplanten Räumung des Atommülllagers gezeigt. Er ließ über das Bundesumweltministerium mitteilen, dass er am Freitag zusammen mit BfS-Präsident Wolfram König die Schachtanlage bei Wolfenbüttel besuchen werde. Dabei solle König die örtliche Bevölkerung über den Zeitplan und seine Folgen informieren. In der Asse sind rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelaktivem Atommüll eingelagert. Da Wasser in die Schachtanlage dringt, müssen sie in Sicherheit gebracht werden.

Der damalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte die Asse im März besucht und sich für eine schnellstmögliche Rückholung des schwach- und mittelradioaktiven Mülls ausgesprochen. Bislang ist unklar, wie lange das ehemalige Bergwerk stabilisiert werden kann. Pro Tag dringen bis zu 12.000 Liter Wasser in die Anlage ein, in die bis zum Jahr 1978 etwa 126.000 Atommüllfässer gekippt wurden. Ihre Bergung dürfte Milliarden von Euro kosten.

boj/AFP

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Seite 1
antilobby 30.05.2012
1.
Gibt es einen Alternativlage für die geborgenen Fässer? Sonst würden sie unter freiem Himmel schneller verrotten und die Umwelt erst recht verseuchen.
woswoistndu 30.05.2012
2. Aus den Augen aus dem Sinn
Zitat von antilobbyGibt es einen Alternativlage für die geborgenen Fässer? Sonst würden sie unter freiem Himmel schneller verrotten und die Umwelt erst recht verseuchen.
Aber klar doch: in Russland landet der Abfall aus (west)europäischen Atomkraftwerken doch auch einfach ungeschützt auf einem Acker unter freiem Himmel, wie man sehr schön bei GE beobachten kann. Stellen wir doch unsere 130.000 Fässer einfach dazu, merkt doch keiner.
grommeck 30.05.2012
3. Ausgerechnet Herr G.
Wann war Herr Gabriel doch gleich Umweltminister??---Lachnummer---
drkosel 30.05.2012
4. Merkels Unfähigkeit
als Umweltministerin und ausgewiesene promovierte Physikerin ? ? ?,offenbar von Quantenphysik keine Ahnung, wie jetzt auch von Finanzpolitik, könnt Ihr doch dem Röttgen die Versäumnisse nicht in die Schuhe schieben. Das paßt in den Kram der scheinheligen Pfaffentochter .Es wird Zeit , sie für die Sauerei -126 000 Fässer strahlenden Mülls, darunter wird auch hochradioaktiv verstrahlter vermutet ,einfach in den Schacht der Asse II zur Freude der Atombetreiber kippen zu lassen.Die Katastrophe der Grundwasserverseuchung droht nicht erst seit gestern. Geschätzte Bergungskosten 10 Mrd. E. Die Kanzlerin -Null gehört an den Pranger gestellt, ehe sie noch weiter Unheil anrichten kann!
deus-Lo-vult 30.05.2012
5. ...
Zitat von sysopDPASPD-Chef Sigmar Gabriel übt scharfe Kritik am neuen Terminplan: Die Bergung der Atommüll-Fässer aus dem maroden Bergwerk Asse kann womöglich erst in 24 Jahren beginnen. Auch der neue Umweltminister Altmeier zeigt sich enttäuscht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,835893,00.html
Großmaul Gabriel mal wieder.... Was hat er denn gemacht als Ministerpräsident von Niedersachsen und als Bundesumweltminister? Genau: NICHTS!!! Also schön den Ball flach halten, sonst gibt's ein Eigentor Dickerchen!
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