Aufräumarbeiten Temperatur in Fukushima-Reaktoren stabilisiert

Die Stabilisierung der Reaktoren auf dem havarierten AKW Fukushima geht voran. Die Temperaturen sind stabil - noch im Dezember soll eine Abschaltung möglich sein. Die Aufräumarbeiten werden dennoch Jahrzehnte dauern.

Reaktor der AKW-Ruine Fukushima Daiichi: Kalte Abschaltung steht kurz bevor
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Reaktor der AKW-Ruine Fukushima Daiichi: Kalte Abschaltung steht kurz bevor


Tokio - Die Vorbereitungen zur Stilllegung der AKW-Ruine Fukushima Daiichi laufen offenbar nach Plan. Möglicherweise könnte die Betreiberfirma Tepco die Reaktoren noch im Dezember abschalten. Dann soll das Uran im Kern der Reaktoren nicht länger das Kühlwasser erhitzen können - damit wäre der sogenannte "cold shutdwon" erreicht. Die Temperatur der Brennstäbe liegt dann dauerhaft unter 100 Grad Celsius.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Bericht der Zeitung "Yomiuri" meldet, soll die japanische Regierung den Beginn des "cold shutdown" vielleicht schon am 16. Dezember verkünden. Demnach zeige eine Analyse Tepcos vom 30. November, dass sich die Temperaturen des Kernbrennstoffs am Boden der Sicherheitsbehälter inzwischen stabilisiert hätten.

Zudem seien auch die Werte für Radioaktivität weiterhin gesunken, heißt es in dem Tepco-Bericht. Wird die Abschaltung offiziell verkündet, hätte das auch Folgen außerhalb der havarierten Anlage: Die japanische Regierung setzt den "cold shutdown" voraus, bevor man damit beginnen kann, Zehntausende von Menschen wieder in die evakuierten Gebiete zurückkehren zu lassen.

Größter Teil der Arbeit steht noch bevor

Doch selbst wenn die kalte Abschaltung gelingt: Die vollständige Stilllegung des von Erdbeben, Tsunami und Kernschmelzen schwer beschädigten Atomkraftwerks wird laut Japans Atomenergiebehörde Nisa mindestens 30 Jahre in Anspruch nehmen. Laut Tepco wird es noch Jahre dauern, bis man das Innere der Reaktoren genauer untersuchen kann - etwa zehn Jahre könnten noch vergehen, bis man die Brennelemente entfernen könnte.

Vor wenigen Tagen war erst bekannt geworden, dass die geschmolzenen Brennstäbe vermutlich viel tiefer in den Schutzmantel der Reaktoren eingedrungen sind als bisher gedacht.

Nach dem Tsunami am 11. März kam es in mehreren Reaktoren des Kraftwerks zu Kernschmelzen und Explosionen. Dabei wurde Radioaktivität freigesetzt. Mehr als 100.000 Menschen aus dem Umfeld des Kraftwerks mussten die Gegend verlassen.

cib/Reuters

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insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
Mr Bounz 02.12.2011
1. Lächerlich
Die Herren wissen noch nicht mal wo sich die Brennstäde, bzw. deren resten genau befinden. Was macht es für einen Sinn die Temperatur in einem Leeren Behälter zu messen. Die Messergebnisse sind grundsätzlich Zweifelhat. Ich erinnere nur an die Wasserstandsmeldungen täglich ging es um 1-2 cm hoch oder runter, bis man plötzlich merkte das der Wasserstand eigentlich 5m niedriger ist als angegeben ..... Wenn da mal einer rein kann, und das wird dauern, und mit Kamera etc. ordentlich dokumentiert dann glaub ich auch was die erzählen.
m a x l i 02.12.2011
2. Nächstes Jahr...ganz bestimmt...Ehrenwort!
So etwas nennt man Hinhaltetaktik. In regelmäßigen Abständen werden falsche Versprechungen gemacht und falsche Hoffnungen geweckt, um die Lage ruhig zu halten. Aber das kann nicht ewig funktionieren - nicht einmal bei höchst zurückhaltenden, höflichen, kultivierten Menschen.
tylerdurdenvolland 03.12.2011
3. ...
Es wäre reine Zeitverschwendung hier irgend einen realen Beitrag zu schreiben. Den Foristen geht es nach wie vor ausschliesslich um Ideologie. Nichts als Geschwätz von Leuten die zwar nichts wissen, aber was nicht sein kann, darf halt einfach nicht sein... Immerhin ist es erfreulich, dass der Spiegel selber mittlerweile relistischere Beiträge schreibt, danke!
lalito 03.12.2011
4. Sorry
Zitat von tylerdurdenvollandEs wäre reine Zeitverschwendung hier irgend einen realen Beitrag zu schreiben. Den Foristen geht es nach wie vor ausschliesslich um Ideologie. Nichts als Geschwätz von Leuten die zwar nichts wissen, aber was nicht sein kann, darf halt einfach nicht sein... Immerhin ist es erfreulich, dass der Spiegel selber mittlerweile relistischere Beiträge schreibt, danke!
Leider wird man in dreißig Jahren erst genau sehen können, ob Ihre Ideologie nichts als Geschwätz war . . .
MtSchiara 03.12.2011
5. für mich sind Kernaussagen des Artikels unverständlich
---Zitat von Artikel--- Möglicherweise könnte die Betreiberfirma Tepco die Reaktoren noch im Dezember abschalten. ---Zitatende--- Wurden die Reaktoren denn nicht bereits am 11. März kurz vor dem Tsunami abgeschaltet? ---Zitat von Artikel--- Dann soll das Uran im Kern der Reaktoren nicht länger das Kühlwasser erhitzen können - damit wäre der sogenannte "cold shutdwon" erreicht. ---Zitatende--- Wieso das Uran? Sind es denn nicht eher die Spalt- und Fusionsprodukte, die das Kühlwasser erhitzen - und weniger das Uran selbst? Und ist nicht das einzige Mittel, ein Erhitzen von Kühlwasser zu vermeiden, kein Wasser zur Kühlung zu verwenden? ---Zitat von Artikel--- Die Temperatur der Brennstäbe liegt dann dauerhaft unter 100 Grad Celsius. ---Zitatende--- Hängt die Temperatur der Brennstäbe nicht weniger von menschlichen Handlungen und vielmehr von der Zeit ab, die seit dem Abschalten des Reaktors vergangen ist? Ich muß zugeben, daß ich Kernaussagen des Artikels nicht verstehe. Ob dies allerdings an meiner Unkenntnis oder an einer schlechten Qualität des Artikels liegt, kann ich nicht entscheiden. Vielleicht hat ja jemand hier im Forum den Artikel besser verstanden.
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