Burma: Engländer startet Bergung von mehr als 100 Weltkriegsfliegern

In Burma sollen mehr als hundert "Spitfire"-Kampfflieger aus dem Zweiten Weltkrieg vergraben liegen. Ein englischer Hobbyforscher will den ungewöhnlichen Schatz heben - und mit den Maschinen abheben.

"Spitfire"-Maschine: Während des Zweiten Weltkriegs an allen Fronten Zur Großansicht
Getty Images

"Spitfire"-Maschine: Während des Zweiten Weltkriegs an allen Fronten

Hamburg - Montag soll eines der spektakulärsten Bergungsprojekte der vergangenen Jahre beginnen. Ein englischer Hobbyarchäologe will in Burma mehr als hundert Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg ausgraben. Die "Spitfire"-Kampfflieger sollen dort neben einem alten Flughafen in riesigen Kisten verpackt und angeblich perfekt erhalten sein.

Im August 1945 nach Ende des Krieges sollen die kostbaren Flieger in einem 100 mal 180 Meter großen Loch vergraben worden sein. Auf Balken haben Amerikaner angeblich das damals fabrikneue Kriegsgerät in tonnenschweren Kisten verbuddelt. Teer sollte die Kisten gegen Feuchtigkeit schützen.

17 Jahre hat sich David Cundall nun vorbereitet. "Nun ist die Zeit reif, wir sind bereit", sagte der besessene Flugzeugfan aus England dem "Telegraph". Historische Berichte hat er gesammelt, zahlreiche Reisen unternommen, Augenzeugen gesprochen. "Unabhängig voneinander haben sie mir alle dieselbe Geschichte erzählt", erzählte Cundall kürzlich einestages.

Elektromagnetische Messungen hätten schließlich den Beweis gebracht: Im Boden der betreffenden Stelle liege Metall. Eine Probebohrung stieß auf Holzkisten mit dicken Wänden.

37 Flieger gehören ihm

Samstag will Cundall dem "Telegraph" zufolge mit einem Team von Archäologen, Geoforschern und anderen Experten nach Burma aufbrechen. Auch Zeugen der Vergrabung vor 68 Jahren sollen die Expedition begleiten; einer sei 91 Jahre alt. Die Bergung solle nach etwa zehn Tagen beginnen, sobald weitere Erkundungen abgeschlossen seien.

"Spitfire"-Maschinen flogen während des Zweiten Weltkriegs für die Alliierten. Und auch heute sind noch etwa drei Dutzend der Flieger Einsatz. Kaum ein royaler Festtag in Großbritannien vergeht, ohne dass nicht eine "Spitfire" über den Buckingham Palace donnert.

Geht Cundalls Plan auf, würde sich die Zahl der Flieger deutlich erhöhen. 124 vergrabene "Spitfires" glaubt der Engländer in Burma geortet zu haben. 37 davon würden ihm gehören, diesen Anteil habe er sich vertraglich zusichern lassen. In gut einem Jahr wolle er sie nach England bringen, dort restaurieren - und schließlich mit ihnen zum Himmel steigen.

boj

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Flieger= Piloten
brandmeister 04.01.2013
Kann man sich in der Redaktion nicht um ein besseres Deutsch bemühen? Bei der Verwendung des Wortes "Spitefireflieger" dachte ich zuerst, daß es um die Bergung toter Piloten ginge.
2. Mynamar
der_porzer 04.01.2013
Das Land nennt sich Myanmar und nicht Burma. Wenn ihr ein Bericht aus diesem Land schreibt, schreibt ihr doch auch Deutschland und nicht Deutsches Reich.
3. Super.
friedel_3 04.01.2013
Zitat von sysopIn Burma sollen mehr als hundert "Spitfire"-Kampfflieger aus dem Zweiten Weltkrieg vergaben liegen. Ein englische Hobbyforscher will den ungewöhnlichen Schatz heben - und mit den Maschinen abheben. Burma: "Spitfire"-Flugzeuge aus Weltkrieg sollen geborgen werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/burma-spitfire-flugzeuge-aus-weltkrieg-sollen-geborgen-werden-a-875847.html)
Toller Kerl! Der Mann sollte danach bei uns das "Bernsteinzimmer" ausgraben, verschiedene Nazischätze heben, und als Krönung die "Bundeslade" orten und freilegen.
4. @ #1-3,
Layer_8 04.01.2013
Leute! Könnt ihr auch mal auf das Thema antworten, anstatt mit eurer Pedanterie die Umwelt nerven? Interessant, was da in Burma wieder zutage treten könnte. Diese Spitfires sind das Sinnbild der freien Welt in einer grausamen Zeit! Blue birds over the white cliffs of Dover...
5. Wie kommt das mit die schlechte Deutsch bei den Kevin?
pantha44 04.01.2013
...weiß ich auch nich, das muss an die Mutter liegen. Na ja, die "recherchierten" Informationen auf SPON sind dafür kostenfrei abrufbar.
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