Chamäleon-Technologie: Getarnter Roboter soll Tiere beobachten

Er läuft auf vier Beinen und kann seine Farbe wechseln: Ein Chamäleon-Roboter soll sich unter Tiere mischen und sie unbemerkt observieren. Diverse Merkmale des Körpers lassen sich variieren.

Chamäleon-Roboter: "Verschiedenen Tieren nachempfunden"Zur Großansicht
DPA/ Harvard-University, Cambridge

Chamäleon-Roboter: "Verschiedenen Tieren nachempfunden"

Cambridge/Hamburg - Ein vierbeiniger Roboter kann sich nahezu unsichtbar an seine Umgebung anpassen: US-Forscher haben eine Krabbelmaschine erfunden, die wie ein Tier wirkt - und vielleicht bald seine "Artgenossen" bespitzelt.

Wie ein Chamäleon kann der Roboter seine Farben wechseln. Die vierbeinige Erfindung sei verschiedenen Tieren nachempfunden, berichtete das Team um Stephen Morin von der Harvard-Universität in Cambridge (USA) im Wissenschaftsmagazin "Science".

Die Maschine könnte künftig helfen, Tiere unbemerkt in freier Wildbahn zu beobachten. Umgekehrt ließen sich damit auch Geräte in einer unübersichtlichen oder schlecht beleuchteten Umgebung besser erkennbar machen. Als Vorbilder dienten den Forschern farbwechselnde Tiere wie Tintenfische oder einige Insekten.

Das künstliche Chamäleon ist in mehrfacher Hinsicht flexibel. Die Forscher haben den gummiartigen Roboter so beschichtet, dass er nicht nur seine Farbe ändern kann: Es lassen sich auch Muster, Beleuchtung und Temperatur der neuartigen Oberfläche variieren.

Weil sich mit dieser Erfindung ebenfalls die Oberflächentemperatur regulieren lasse, könnten die Forscher den Roboter auch im Infrarotbereich sichtbar machen oder tarnen.

Flexibel wie Gummi macht den Roboter ein Netz aus kleinen Kanälen, die je nach Bewegung mit Luft befüllt werden oder leer bleiben. Ein zweites Netz aus Kanälen verläuft oberflächlich und füllt sich je nach Bedarf mit Farbe sowie kalten oder warmen Flüssigkeiten.

boj/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
merapi22 17.08.2012
Tiere beobachten und neue Erkenntnisse gewinnen, neue und unglaubliche Tierfilme werden uns erfreuen. Aber wie alles kann man auch diese Roboter als Spione einsetzen. Oder ausgestattet mit Nano-Waffen Diktatoren ohne Krieg [...]
Tiere beobachten und neue Erkenntnisse gewinnen, neue und unglaubliche Tierfilme werden uns erfreuen. Aber wie alles kann man auch diese Roboter als Spione einsetzen. Oder ausgestattet mit Nano-Waffen Diktatoren ohne Krieg beseitigen. Fluch und Segen liegt hier bei dem, der über diese neue Technologie verfügt.
Puh, mal ehrlich, bekommen sie Nachts noch ein Auge zu? Jedes x-beliebige Messer ist zunächst einmal gefährlicher, darf ich mal in ihre Küchenschublade sehen? :)
Zitat von merapi22Tiere beobachten und neue Erkenntnisse gewinnen, neue und unglaubliche Tierfilme werden uns erfreuen. Aber wie alles kann man auch diese Roboter als Spione einsetzen. Oder ausgestattet mit Nano-Waffen Diktatoren ohne Krieg beseitigen. Fluch und Segen liegt hier bei dem, der über diese neue Technologie verfügt.
Puh, mal ehrlich, bekommen sie Nachts noch ein Auge zu? Jedes x-beliebige Messer ist zunächst einmal gefährlicher, darf ich mal in ihre Küchenschublade sehen? :)
jjs 17.08.2012
Der einzige Nutzen dieses Gerätes ist, dass die Anwesenheit des Menschen nicht gebraucht wird, um die zu erforschenden Tiere in ihrem Verhalten zu beobachten. Man weiß ja spätestens seit den Tierfilmen von Ernst Arendt und Hans [...]
Der einzige Nutzen dieses Gerätes ist, dass die Anwesenheit des Menschen nicht gebraucht wird, um die zu erforschenden Tiere in ihrem Verhalten zu beobachten. Man weiß ja spätestens seit den Tierfilmen von Ernst Arendt und Hans Schwaiger, wie Tiere auf Tierfilmer reagieren. Auch Attrappen können die gewünschten Ergebnisse verfälschen. Also baut man hier eine fast unsichtbare Attrappe für ein Lebewesen. Aber es dürfte sicher auch Lebewesen geben, die sich gerade für so ein künstliches Chamäleon interessieren dürften. Insofern ist die Entwicklung dieses Geräts sicherlich teilweise rausgeschmissenes Geld.
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  • Freitag, 17.08.2012 – 09:32 Uhr
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