Cambridge/Hamburg - Ein vierbeiniger Roboter kann sich nahezu unsichtbar an seine Umgebung anpassen: US-Forscher haben eine Krabbelmaschine erfunden, die wie ein Tier wirkt - und vielleicht bald seine "Artgenossen" bespitzelt.
Wie ein Chamäleon kann der Roboter seine Farben wechseln. Die vierbeinige Erfindung sei verschiedenen Tieren nachempfunden, berichtete das Team um Stephen Morin von der Harvard-Universität in Cambridge (USA) im Wissenschaftsmagazin "Science".
Die Maschine könnte künftig helfen, Tiere unbemerkt in freier Wildbahn zu beobachten. Umgekehrt ließen sich damit auch Geräte in einer unübersichtlichen oder schlecht beleuchteten Umgebung besser erkennbar machen. Als Vorbilder dienten den Forschern farbwechselnde Tiere wie Tintenfische oder einige Insekten.
Das künstliche Chamäleon ist in mehrfacher Hinsicht flexibel. Die Forscher haben den gummiartigen Roboter so beschichtet, dass er nicht nur seine Farbe ändern kann: Es lassen sich auch Muster, Beleuchtung und Temperatur der neuartigen Oberfläche variieren.
Weil sich mit dieser Erfindung ebenfalls die Oberflächentemperatur regulieren lasse, könnten die Forscher den Roboter auch im Infrarotbereich sichtbar machen oder tarnen.
Flexibel wie Gummi macht den Roboter ein Netz aus kleinen Kanälen, die je nach Bewegung mit Luft befüllt werden oder leer bleiben. Ein zweites Netz aus Kanälen verläuft oberflächlich und füllt sich je nach Bedarf mit Farbe sowie kalten oder warmen Flüssigkeiten.
boj/dpa
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