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10. Februar 2013, 08:16 Uhr

Boeing

Dreamliner absolviert ersten Testflug nach Batteriepanne

Fieberhaft sucht Boeing nach den Ursachen für die Batterieprobleme beim Vorzeigeflieger Dreamliner. Jetzt hob eine Maschine erstmals seit dem Flugverbot zum Testflug ab. In der Branche wird allerdings damit gerechnet, dass der Konzern noch Monate brauchen wird, um Probleme zu lösen.

Chicago/Seattle - Der Dreamliner von Boeing hat seinen ersten Testflug nach den Batteriepannen gemeistert. Der US-Flugzeugbauer teilte am Samstag mit, eine Testmaschine vom Typ 787 sei in Seattle gestartet und nach knapp zweieinhalb Stunden dort wieder gelandet.

Die während des Fluges gesammelten Daten seien Teil der laufenden Untersuchungen zur Ursache der Probleme mit den Lithium-Ionen-Batterien. Deshalb könnten dazu keine genaueren Angaben gemacht werden. An Bord der Testmaschine waren 13 Crew-Mitglieder, inklusive Pilot und Testpersonal. Die nächsten Testflüge sollen Anfang der neuen Woche stattfinden.

Alle 50 ausgelieferten Dreamliner sind seit gut drei Wochen auf Anordnung der Behörden am Boden, nachdem Batterien zum Teil in der Luft in Brand geraten waren. Die Ursache dafür ist noch ungeklärt. Boeing hatte die Behörden um eine Sondergenehmigung für Testflüge gebeten, um mehr Daten zu den pannenanfälligen Batterien zu sammeln. Noch ist völlig unklar, wann das von den Behörden in den USA, der EU und anderen Staaten verhängte Flugverbot aufgehoben werden kann.

Der Stopp kostet die betroffenen Airlines Millionen. Der Chef von International Airlines Group (IAG), Willie Walsh, sagte bei einer Veranstaltung in Dublin, er halte den Dreamliner trotz der Probleme für "ein fantastisches Flugzeug". IAG gehe davon aus, Ende Mai den ersten der 24 bestellten Dreamliner in Empfang zu nehmen. "Wir stehen hinter den Bestellungen, die wir bei Boeing in Auftrag gegeben haben", sagte er.

Gleichwohl geht er davon aus, dass Boeing noch "Monate" brauchen werde, um die Probleme in den Griff zu bekommen. "Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, denn sie werden das Batterie-System in irgendeiner Form neu gestalten müssen, und ich denke, das wird einige Monate dauern", sagte Walsh. IAG entstand aus der Fusion von British Airways und Iberia.

suc/Reuters/dpa

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