Hamburg - Physiker weltweit sind euphorisch: Sie feiern die Entdeckung eines neues Elementarteilchens, des lang gesuchten Higgs-Bosons. Sein Feld verleiht anderen Teilchen ihre Masse. Ein Star der Wissenschaftsgemeinde indes muss einen Dämpfer hinnehmen: Stephen Hawking.
Der berühmte Astrophysiker hat eine Wette verloren. Er habe vor ein paar Jahren mit einem Kollegen in den USA gewettet, dass das Teilchen nie gefunden werde, sagte Hawking am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender BBC. "Mir scheint, ich habe gerade 100 Dollar verloren", erklärte der im Rollstuhl sitzende Wissenschaftler und Autor des Bestsellers "Eine kurze Geschichte der Zeit", der nur über einen Sprachcomputer kommunizieren kann. Dennoch begrüßte er das "wichtige Ergebnis" und sagte, die Forscher hätten den Nobelpreis verdient.
Wissenschaftler am Forschungszentrum Cern in Genf hatten am Mittwoch bekanntgegeben, sehr wahrscheinlich das Higgs-Boson entdeckt zu haben. Jetzt schüren Forscher die Hoffnung auf eine neue Physik, die sogar die rätselhafte Dunkle Materie erklären könnte.
Es ist nicht das erste Mal, das Hawking bei einer Wette mit Fachkollegen unterlag: Im Februar 1997 wettete er, dass Schwarze Löcher alle Informationen über die Materie vernichten, die ihnen zum Opfer fällt. 2004 jedoch wurde der Wetteinsatz fällig: eine Enzyklopädie nach Wahl des Gewinners.
boj/dpa
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