Konkurrenz aus China: Europäische Solarfirmen setzen auf gemeinsame Expertise

Mit chinesischen Dumping-Preisen können europäische Solarfirmen nicht mithalten. Stattdessen setzen neun Staaten auf ihren Wissensvorsprung. Sie wollen ihre Forschungsergebnisse künftig bündeln, um gegen die Konkurrenz aus Fernost zu bestehen.

Anwendungsorientierte Forschung: Solarzellen am CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik Zur Großansicht
Sebastian Reuter

Anwendungsorientierte Forschung: Solarzellen am CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik

Hamburg - Um ihren technischen Vorsprung in der Photovoltaik zu behaupten, wollen europäische Solarfirmen künftig ihre Forschungsergebnisse bündeln. Die einzige Chance gegen asiatische Konkurrenz zu bestehen, sei es, den europäischen Vorsprung im Know-how zu behaupten, "und die Forschungsergebnisse so schnell wie möglich in die Produktionshallen zu bringen", sagte Peter Frey vom Firmennetzwerk Solar Valley Mitteldeutschland.

An dem kürzlich vereinbarten Projekt beteiligten sich die führenden Solarregionen von neun europäischen Staaten, darunter Frankreich, Spanien, Norwegen, Belgien, den Niederlanden, Slowenien und Österreich, sagte Frey. Es handele sich um weltweit führende Forschungsinstitute der Photovoltaik.

Die EU-Kommission hatte im vergangenen September eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen die chinesische Solarindustrie eingeleitet. Sie will nach eigenen Angaben Dumping-Vorwürfe der europäischen Solarindustrie gegen chinesische Unternehmen prüfen. Die europäische Initiative EU ProSun hatte sich Ende Juli bei der EU-Kommission über vermeintlich unfaire Praktiken der Chinesen beschwert. Die Kommission erklärte, es lägen "ausreichende Hinweise" vor, dass die Vorwürfe zutreffen könnten.

twn/afp

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insgesamt 52 Beiträge
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1.
antilobby 01.02.2013
Für die PV-Betreiber ist eigentlich nur der Preis pro kWh maßgebend. Bei den Dumpingpreisen der Asiaten wird es schwierig, die Ausbeute um Faktoren zu steigern.
2. Wissensvorsprung?
Walther Kempinski 01.02.2013
Die Grünen und deren Mitläufer versuchen uns die High-Tech Solarbranche schmackhaft zu machen, um ihre Solarlobby zu hofieren und dem Bürger Geld aus der Tasche zu ziehen. Fakt ist, die Solarzelle wurde 1839 erfunden und hat in den letzten Jahrzehnten aufgrund von physikalischen Gesetzen keine gigantischen Fortschritte mehr gemacht. Falls es einen Wissenvorsprung in Europa gegenüber den Chinesen geben sollte, dann ist dieser entweder sehr leicht kopierbar (ist eben kein High-Tech) und bewegt sich vom Wirkungsgrad her im Promillebereich. Die Frage ist, kauft sich jemand deutsche Solarzellen, nur weil diese 0,2% mehr Strom produzieren, dafür aber eben auch das Dreifache kosten? Ich glaube das nicht. Der Niedergang der deutschen Solarbranche war absehbar. Keine andere Energie, außer der Kernenergie wurde derart hoch und derart falsch hochsubventioniert. In Deutschland Strom herzustellen ist wie das Ziehen von Zuckerrüben auf dem Mond. Selbst wenn auf dem Mond Zuckerrüben wachsen sollten, der Transport zur Erde und die ohnehin schon überall vorkommende Rübe sollte dem Geschäftsmodell noch den Rest geben. Ich jedenfalls käme nicht auf die Idee, im blauen Bereich Sonne "zu ziehen". File:Solar land area.png - Wikimedia Commons (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Solar_land_area.png)
3. Keine Chance!
lef 01.02.2013
Strom kostet in China (frei Haus für die Industrie) nur 1,7 €ct/KWh, Photovoltaikanlagen sind von 6000€KWp seit 2008 auf deutlich unter 850 €/KWp gefallen, wie will europäische Industrie dagegen konkurrieren? Klar, der chinesische Strom ist dreckiger Kohlestrrom, außerdem wird weit mehr dieses Kohlestroms für die Produktion gebraucht, aber das den Europäern egal, Sonne ist ja sauber :))
4. Die Konkurrenz in Europa
judäer 01.02.2013
Die europäischen Solarfirmen haben auch eine Konkurrenz in Europa, die den Himmel mit Chemtrails vollsprayt, damit die Sonne nicht durchscheinen kann, in der Hoffnung, dass vielleicht doch wieder auf Atomenergie zurückgegriffen werden könnte.
5.
silverhair 01.02.2013
Zitat von antilobbyFür die PV-Betreiber ist eigentlich nur der Preis pro kWh maßgebend. Bei den Dumpingpreisen der Asiaten wird es schwierig, die Ausbeute um Faktoren zu steigern.
Für den PV betreiber ist vielleicht erstmal die Eigenversorgung und damit langfristige Preistabilität wichtig - und nicht wieviel man anderen aus der Tasche ziehen kann? Die Bisherigen Monopole der Gross-Energieproduktion konnten schlicht jeden Preis diktieren - die Verbraucher hatten überhaupt keine Chance da irgendwann mal ein Ende zu sehen! Mit der PV Technik und damit einhergehend Dezentralisierung können aber die Monopolisten nicht mehr jeden Preis diktieren - und das hat mehr Vorteile als ein paar cent mehr oder weniger heute oder morgen! Und Dumpingpreise - wieso - weil die Chinesen eben viel viel mehr Leute haben und die Scheiß förderung von Seltenen Erden mit der Gesundheit ihrer Leute bezahlen? In der EU herrscht da immer noch Kolonialstaatliches Denken - die anderen sollen schuften und arbeiten, damit man billig Gewinne und Wohlstand hat! Klappt aber eben nicht mehr - die Chinesen spielen da so nicht mehr mit einfach .. und daran wird man sich gewöhnen müssen .. Mal richtig "kapitalistisch" handeln und rechnen lernen!
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