Frankreich Verletzte nach Explosion in AKW

Bei einer Explosion im französischen Atomkraftwerk Flamanville hat es fünf Verletzte gegeben. Ein nukleares Risiko gibt es laut den Behörden nicht.


Im französischen Atomkraftwerk Flamanville 1 ist es zu einer Explosion im nicht-nuklearen Teil gekommen. Ein Verstrahlungsrisiko bestehe aber nicht, weil die Explosion "außerhalb des atomaren Bereichs" stattgefunden habe, so die französischen Behörden.

Fünf Menschen hätten Vergiftungen erlitten, Schwerverletzte habe es aber nicht gegeben. "Es handelt sich um einen bedeutsamen technischen Vorfall, aber nicht um einen Atomunfall", so ein Behördenvertreter. Am Mittag teilten die Behörden mit, dass der Brand gelöscht sei. Der Betreiber EDF erklärte, der Reaktor sei heruntergefahren worden.

Das Atomkraftwerk Flamanville liegt in unmittelbarer Nähe des Ärmelkanals im Departement Manche. Auf dem Gelände stehen zwei Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 2.764 Megawatt. Der erste von ihnen ging 1985 in Betrieb. Außerdem wird dort ein Exemplar des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) mit einer Leistung von 1650 Megawatt gebaut.

In Frankreich kommt es immer wieder zu Zwischenfällen in Atomkraftwerken. Das Land ist hochgradig vom Atomstrom abhängig: Die 58 Atomreaktoren liefern rund 75 Prozent des französischen Stroms. Ein 2015 verabschiedetes Energiewende-Gesetz sieht vor, dass dieser Anteil bis 2025 auf 50 Prozent gesenkt werden soll, unter anderem durch einen Ausbau erneuerbarer Energien.

chs/AFP



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