Ältester Meiler Frankreichs Pannen-AKW Fessenheim läuft wieder mit zwei Reaktoren 

Seit Jahren fordert Deutschland die Stilllegung des französischen Atomkraftwerks Fessenheim. Einer der beiden Meiler war seit zwei Jahren wegen Sicherheitsmängeln außer Betrieb. Jetzt wurde er wieder hochgefahren.

Atomkraftwerk Fessenheim am Rhein
AFP

Atomkraftwerk Fessenheim am Rhein


Nach knapp zwei Jahren ist einer der beiden Reaktoren des elsässischen Kernkraftwerks Fessenheim wieder hochgefahren worden. Damit sind seit dem späten Dienstagabend wieder beide Atommeiler der Anlage in Betrieb, wie aus einer ständig aktualisierten Übersicht des Übertragungsnetzbetreibers RTE hervorgeht.

Der Druckwasserreaktor Fessenheim 2 war Mitte Juni 2016 abgeschaltet worden, weil die Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen hatte.

Interaktive Karte: Angst vor der Atomwolke

Die Anlage in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze ist das älteste noch laufende Atomkraftwerk Frankreichs und gilt Kritikern als Sicherheitsrisiko. Deutschland fordert wegen Sicherheitsbedenken schon länger die Schließung des Kraftwerks. Es soll nach derzeitigem Planungsstand Ende 2018, Anfang 2019 vom Netz gehen.

Die Pariser Regierung und der Stromkonzern EDF hatten sich im Januar 2017 auf eine Entschädigung von rund 490 Millionen Euro für die Kosten der Schließung geeinigt. Demnach soll Fessenheim stillgelegt werden, sobald ein neuer Reaktor in Flamanville am Ärmelkanal ans Netz geht.

vet/dpa

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