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Fukushima-Betreiber: Wie Atomgigant Tepco Pannen in Serie vertuschte

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Patzen, abwiegeln, Kritik ignorieren - und das über Jahre hinweg: Der japanische Atomkonzern Tepco hat zahlreiche Skandale verschuldet. Viel geändert hat er an seinem Umgang mit Krisen nicht. Das Fukushima-Desaster ist jetzt der traurige Höhepunkt des Missmanagements.

Atom-Skandale: Verschleiern und Vertuschen Fotos
AFP/ Tepco/ JiJi Press

Tokio/Hamburg - Es war die ersehnte gute Nachricht aus dem Krisen-AKW Fukushima-Daiichi: Alle sechs Reaktorblöcke sind wieder am Stromnetz, meldete Kraftwerksbetreiber Tepco am Dienstag. Ein Beleg für das gelungene Krisenmanagement der Tepco-Truppe? Wohl kaum. Denn der japanische Atomgigant hat schon bisher eher gebremst und verzögert anstatt das Desaster schnell einzudämmen. Das hat Tradition bei dem Unternehmen, wie ein Blick in die Historie der Firma zeigt.

Es muss ein schwieriger Auftritt für Tsunehisa Katsumata gewesen sein. 2003 hielt der Tepco-Präsident eine Rede. Es ging um den bislang größten Skandal in der Geschichte von Japans größtem Energieversorger, der sich im Jahr zuvor ereignet hatte: In 29 Fällen waren Wartungsdokumente von Atomkraftwerken gefälscht worden, Tepco musste 17 Atomreaktoren vorübergehend vom Netz nehmen, Firmenchef Hiroshi Araki räumte zusammen mit vier Top-Managern seinen Posten.

Katsumata rechnete in seiner Rede schonungslos mit den Missständen in seinem Unternehmen ab - und kündigte nicht weniger als eine neue Unternehmenskultur an, in der ein strikter Ethikkodex und kommunikative Offenheit herrschen sollten. Die Ansage dürfte heute wie Hohn klingen in den Ohren jener, die bei der Havarie des AKW Fukushima I verstrahlt wurden, aus der Region geflohen sind und befürchten müssen, nie wieder in ihre Häuser in der Nähe des Kraftwerks zurückkehren zu können.

Der Tenor von Katsumatas Rede war eindeutig: Bei den zahlreichen Zwischenfällen der vergangenen Jahre hatte es sich keinesfalls um isolierte Fehltritte einzelner Mitarbeiter gehandelt. Vielmehr habe die gesamte Unternehmenskultur dazu geführt, dass sich teils haarsträubende Sicherheitslücken aufgetan hätten.

Nuklearabteilung außer Kontrolle

"Wir müssen zugeben, dass wir keine klaren Regeln hatten, ob unser Material einsatzfähig war", heißt es in Katsumatas Redemanuskript, das bis heute auf dem Tepco-Server öffentlich zugänglich ist. "Es war nirgendwo festgelegt, dass Anlagen und Ausrüstung grundsätzlich mit der Zeit abnutzen oder versagen." Man habe Geräte einfach weiter benutzt, solange man der Meinung war, dass sie kein Sicherheitsrisiko darstellten.

Das Problem: Ob etwas unsicher war, entschieden die Tepco-Ingenieure offenbar nach eigenem Gutdünken. "Sie trafen wiederholt Entscheidungen auf Basis ihrer eigenen Vorstellungen von Sicherheit", so Katsumata. Nur war es mit dem Sicherheitsdenken offenbar nicht weit her: "Die Mitglieder der Atomenergieabteilung tendierten dazu, die Stabilität der Stromversorgung als ihr höchstes Ziel zu betrachten."

Mit der Zeit geriet die Nuklearabteilung laut Katsumatas Analyse buchstäblich außer Kontrolle: "Die Ingenieure hatten so großes Vertrauen in ihr Wissen über Atomkraft, dass sie glaubten, Probleme nicht an die Regierung melden zu müssen", so der PR-Manager. "Am Ende gingen sie so weit, dass sie Daten gelöscht und Inspektions- sowie Reparaturberichte gefälscht haben."

Er attestierte den Technikern einen potentiell gefährlichen Korpsgeist: Da es nur wenige dieser speziell ausgebildeten Fachkräfte gebe, sei es nicht zu "flexiblen Veränderungen des Personals" gekommen. Die Atomenergieabteilung von Tepco "wurde zu einem homogenen und exklusiven Zirkel von Ingenieuren, der sich der Prüfung durch andere Abteilungen und sogar durch das Management widersetzte".

Nicht nur der Bericht aus dem Jahr 2004 dokumentiert das Krisenmissmanagement des AKW-Giganten. Gemeinsam mit weiteren Unfallmeldungen aus der Folgezeit ergibt sich eine beeindruckende Liste von Störfällen, bei denen es auch zu Todesfällen kam:

  • In den achtziger und neunziger Jahren hat Tepco mehrfach die Daten aus freiwilligen Inspektionen gefälscht, darunter die Anzahl der Risse in den Reaktordruckbehältern.
  • 1991 und 1992 wurde der Sicherheitsbehälter des Reaktorblocks 1 des AKW Fukushima, der bereits 1971 ans Netz gegangen war, auf Undichtigkeiten geprüft. Arbeiter haben laut Tepco dabei Luft in die Sicherheitsbehälter gepumpt, um die Rate der Leckagen zu verringern.
  • Im AKW Fukushima musste im Jahr 2000 ein Reaktor wegen eines Lochs in einem Brennstab abgeschaltet werden. Schon 1997 und 1994 hatte es ähnliche Vorfälle gegeben, bei denen etwas Radioaktivität freigesetzt wurde.
  • 2002 wurden in dem AKW Risse in Wasserrohren entdeckt.
  • Ebenfalls 2002 hatte ein Ingenieur des US-Unternehmens General Electric, Hersteller von drei der sechs Reaktoren des AKW Fukushima-Daiichi, Alarm geschlagen: Bei insgesamt 13 Reaktoren in Tepco-Kraftwerken seien Inspektionen nicht durchgeführt worden. Er zeigte der japanischen Atomaufsichtsbehörde Datenfälschungen und Vertuschungen in 29 Fällen an, was 2002 den besagten Rücktritt der Tepco-Führung auslöste.
  • 2006 trat radioaktiver Dampf aus einem Rohr im AKW Fukushima aus.
  • Ebenfalls 2006 wurde dem Konzern vorgeworfen, Daten über die Kühlwassertemperatur in ihren Reaktoren in den Jahren 1985 und 1988 gefälscht zu haben. Die Daten seien noch 2005 bei Inspektionen vorgelegt worden. 2007 tauchten weitere gefälschte Reaktordaten von Tepco auf.
  • 2007 starben mindestens acht Menschen, als das Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa bei einem Erdbeben schwer beschädigt wurde. Rohre barsten, Feuer brachen aus, aus einem Abklingbecken mit verbrauchten Brennstäben schwappte radioaktives Wasser. Tepco musste das betroffene Reaktorgebäude dekontaminieren. Danach blieb das AKW ein Jahr lang abgeschaltet, weil die Erdbebensicherheit - die angeblich schon vorher bestand - erhöht werden musste. Später stellte sich heraus, dass Tepco 117 Inspektionen in Kashiwazaki versäumt hatte.
  • Im März 2009 kam es erneut zu einem Brand im AKW Kashiwazaki-Kariwa, ein Arbeiter wurde verletzt.
  • Am 2. März 2011 - wenige Tage vor Beginn der Erdbebenkatastrophe - hat Japans Atomaufsicht massive Schlamperei-Vorwürfe gegen Tepco erhoben. Insgesamt 33 Teile des havarierten AKW Fukushima-Daiichi, darunter zentrale Elemente des Kühlsystems der sechs Reaktoren und der Abklingbecken, seien nicht wie vorgeschrieben überprüft worden. Tepco hat die Versäumnisse inzwischen eingeräumt.
  • Zugleich meldete Tepco an die Atomaufsichtsbehörde, dass man nicht nur 33 Inspektionen im AKW Fukushima-Daiichi, sondern auch 19 weitere im nahe gelegenen AKW Fukushima-Daini unterlassen habe.
  • Fachleute warnen zum Teil schon seit den siebziger Jahren davor, dass der Mark-I-Reaktor des US-Herstellers General Electric - auch "Fukushima-Design" genannt - nicht dafür ausgelegt sei, eine Kombination aus Erdbeben und Tsunami heil zu überstehen. Wenige Tage nach dem Erdbeben bestätigten zwei Konstrukteure des Kraftwerks auf einer Pressekonferenz gravierende Baufehler. Viele Rückfallsysteme seien für den Notfall nicht ausgelegt gewesen.

Aus heutiger Sicht klingt es deshalb wie bittere Ironie, was Unternehmenssprecher Hiroyuki Kuroda im März 2004 versprochen hatte: Tepco habe "zahlreiche wertvolle Lehren" aus dem Skandal von 2002 gezogen. "Eine der wichtigsten ist, dass Informationen immer geteilt werden müssen."

Die Informationspolitik des Unternehmens der vergangenen zwei Wochen war das genaue Gegenteil: Die Firma unterrichtete die japanische Regierung wie in den Jahren zuvor offensichtlich stets nur darüber, was sich nicht mehr verheimlichen ließ. Als dann am Nachmittag des 12. März das erste Reaktorgebäude in Fukushima vor den Augen der Welt in die Luft flog, wurde das volle Ausmaß des Unfalls deutlich.

Das Ergebnis war, dass Japans Regierungschef am 15. März - Tag fünf nach dem Tsunami - höchstpersönlich in der Tepco-Firmenzentrale auftauchte und die verdatterten Ingenieure anbrüllte: "Was ist hier eigentlich los?" Er soll den Tepco-Leuten vorgeworfen haben, das Wohl ihres Unternehmens über das des Landes zu stellen: "Es geht nicht darum, ob Tepco kollabiert, es geht darum, ob Japan zusammenbricht." Danach ernannte Kan sich kurzerhand selbst zum Chef des Krisenstabs aus Regierungs- und Tepco-Vertretern.

Kritiker: Tepco versuchte vor allem, das Kraftwerk zu retten

Möglicherweise wurde so Schlimmeres verhindert - denn die bei Tepco verbreitete Einstellung, das Unternehmen und seine Besitztümer über alles zu stellen, war offenbar selbst im Angesicht der möglichen nuklearen Katastrophe nicht vollständig gewichen. So hatten die Ingenieure offenbar schon am Morgen des 12. März (Ortszeit) erwogen, mit Borsäure versetztes Meerwasser direkt in den beschädigten Reaktor 1 zu pumpen, um die drohende totale Kernschmelze zu verhindern.

Das Problem: Die Aktion käme der Aufgabe des Reaktors gleich - das Salzwasser würde die Anlage zerstören. Die Ingenieure warteten stundenlang, ehe sie um 20.20 Uhr Ortszeit endlich damit begannen, das Seewasser über Feuerlöschventile in den Reaktor zu pumpen. Ein Tepco-Sprecher sagte, man habe unter Berücksichtigung der Sicherheit der gesamten Anlage auf den richtigen Zeitpunkt gewartet.

Kritiker sehen das anders. Tepco habe "gezögert, um seinen Besitz zu schützen", sagte Akira Omoto, ehemaliger Tepco-Manager und inzwischen bei der japanischen Atomenergiekommission beschäftigt, dem "Wall Street Journal". Ein nicht namentlicher Regierungsbeamter äußerte sich ähnlich: Tepco habe in seiner ersten Reaktion auf die Krise versagt und vor allem das AKW retten wollen. "Das ist so, als hätte Tepco eine 100-Yen-Münze fallen lassen, um eine 10-Yen-Münze aufzuheben."

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1. .
frubi 22.03.2011
Zitat von sysopPatzen, abwiegeln, Kritik ignorieren*- und das über Jahre hinweg: Der japanische Atomkonzern Tepco hat zahlreiche Skandale verschuldet. Viel geändert hat er an seinem Umgang mit Krisen nicht. Das Fukushima-Desaster ist jetzt der traurige Höhepunkt des Missmanagements. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,752419,00.html
Egal, ob eine Gesellschaft so ist wie die der Japaner, die von uns Deutschen oder die der Amerikaner - überall schaffen es einzelne Konzerne, sich aus jeder Verantwortung zu stehlen und die kontrollierenden Organisationen, wenn es Sie denn überhaupt gibt, schauen gemütlich zu und unternehmen nichts. Ich wette jeden meiner wenigen Euro`s, dass es in Deutschland bei einer ähnlichen Katastrophe nicht wesentlich anders ablaufen würde. Aber wir überlassen die wichtigen Eckpfeiler der Grundversorgung lieber Wirtschaftsbossen, die aus einem Euro am liebsten 3 Euro machen würden auch wenn man dafür die Sicherheit aufs Spiel setzt.
2. Im Osten etwas neues !
Michael KaiRo 22.03.2011
Zitat von sysopPatzen, abwiegeln, Kritik ignorieren*- und das über Jahre hinweg: Der japanische Atomkonzern Tepco hat zahlreiche Skandale verschuldet. Viel geändert hat er an seinem Umgang mit Krisen nicht. Das Fukushima-Desaster ist jetzt der traurige Höhepunkt des Missmanagements. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,752419,00.html
Früher verloren Japaner noch ihr Gesicht und begingen Harakiri - scheint wohl dort aus der Mode gekommen zu sein. Wie Japan mit der Krise umgeht ist erschütternd. Wie in SPON geschrieben, ist Japan in einer Art Schockstarre paralysiert: "Shikata ga nai" - "nichts zu machen" Ist eine bodenlose Frechheit vor allen Menschen dieser Welt.
3. verarschen?
problematix 22.03.2011
---Zitat--- "Wir müssen zugeben, dass wir keine klaren Regeln hatten, ob unser Material einsatzfähig war" ---Zitatende--- Da wünschte man sich eine Art internationaler Kontrolle. Brauchen KKW-Betreiber keine Qualitätssicherung?
4. Titel ist abgehauen
denkpanzer 22.03.2011
Zitat von frubiEgal, ob eine Gesellschaft so ist wie die der Japaner, die von uns Deutschen oder die der Amerikaner - überall schaffen es einzelne Konzerne, sich aus jeder Verantwortung zu stehlen und die kontrollierenden Organisationen, wenn es Sie denn überhaupt gibt, schauen gemütlich zu und unternehmen nichts. Ich wette jeden meiner wenigen Euro`s, dass es in Deutschland bei einer ähnlichen Katastrophe nicht wesentlich anders ablaufen würde. Aber wir überlassen die wichtigen Eckpfeiler der Grundversorgung lieber Wirtschaftsbossen, die aus einem Euro am liebsten 3 Euro machen würden auch wenn man dafür die Sicherheit aufs Spiel setzt.
Bei uns machen die Befürworter danach wenigstens eine Kehrtwende um 180 Grad.
5. genauso
wolfgangl, 22.03.2011
Das würde in Deutschland nicht anders ablaufen. Man sollte Wissenschaftler und Ingenieure nicht mit Technik spielen lassen, die die Lebesngrundlage von Millionen Menschen auf tausende von Jahren vernichten kann. Diese Verantwortung hat kein Mensch im Kreuz!
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Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.
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