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Geplantes Atommülllager Gorleben Diskussion über Sicherheitsanforderungen entbrannt

Foto: DPA

Werden die Sicherheitsanforderungen im geplanten Atommülllager Gorleben laxer? Nach den bisherigen Regeln sollte der Strahlenmüll auch nach 500 Jahren noch geborgen werden können. Nun soll dieser Passus entfallen, berichtet die ARD. Das Umweltministerium sagt hingegen: Noch ist nichts entschieden.

Erst vor Kurzem hat die schwarz-gelbe Regierung entschieden, dass die Arbeiten tief im Berg des geplanten Atommülllagers Gorleben bald wieder anlaufen sollen. Der Weg bis zum Endziel dürfte aber noch lang und teuer werden - weil der Widerstand von Umweltschützern und Anwohnern ungebrochen ist.

Jetzt hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) offenbar vor, die Sicherheitsanforderungen für Gorleben zu senken. Das berichtete am Donnerstagabend das ARD-Magazin "Kontraste", das ich bei seinen Darstellungen auf einen internen Entwurf des Ministeriums bezog. Demnach sei ein Passus zur Rückholbarkeit von Strahlenmüll in dem überarbeiteten Entwurf komplett gestrichen worden.

Nach geltenden Sicherheitsanforderungen, so das Magazin "Kontraste", müsse eine Bergung radioaktiven Abfalls "noch nach 500 Jahren" möglich sein. Diese Textpassage, die der ehemalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel noch kurz vor Ende seiner Amtszeit hatte einfügen lassen, komme nun im neuen Entwurf nicht mehr vor.


Die Ministeriumssprecherin Christiane Schwarte wies den Kritik jedoch zurück: Es gebe noch keine neuen Sicherheitsanforderungen. Sie seien zwischen Bund und Ländern noch in der Diskussion. Das Bundesumweltministerium bestehe darauf, "dass die langfristige Rückholbarkeit im neuen Sicherheitskonzept gewährleistet ist". Die neuen Regeln sollen bis zum 1. Oktober festgezurrt werden.

Das Umweltministerium erklärte nach Angaben von "Kontraste", es gebe keinerlei zusätzlichen Forschungsbedarf zur Frage, ob Salz als Endlager für hoch radioaktiven Müll geeignet sei.

Am Freitag will der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) ein wissenschaftliches Gutachten zur Vorauswahl des Standortes Gorleben als Endlager vorstellen. Das Umweltministerium hatte die Studie bei dem Historiker Anselm Tiggemann in Auftrag gegeben. Dabei geht es um die Entscheidung für Gorleben als Atommülldeponie, die in den Jahren 1976 und 1977 getroffen wurde.

Die Wahl war unter anderem auf Gorleben gefallen, weil es im Emsland Aufruhr gegen ein dort vorgesehenes atomares Entsorgungszentrum gegeben hatte. Mit den Hintergründen der Gorleben-Entscheidung befasst sich auch ein Untersuchungsausschuss des Bundestages.

cib/dpa/ddp

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insgesamt 15 Beiträge
Gebetsmühle 28.05.2010
wenn man die sicherheitsanforderungen runterschraubt zeigt das nur, dass das zeugs auf deubel komm raus dort verscharrt werden soll, damit man selbst kein problem mehr hat. mit den kommenden generationen will man nix zum tun [...]
Zitat von sysopWerden die Sicherheitsanforderungen im geplanten Atommülllager Gorleben laxer? Nach den bisherigen Regeln sollte der Strahlenmüll auch nach 500 Jahren noch geborgen werden können. Nun soll dieser Passus entfallen, berichtet die ARD. Das Umweltministerium sagt hingegen: Noch ist nichts entschieden. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,697244,00.html
wenn man die sicherheitsanforderungen runterschraubt zeigt das nur, dass das zeugs auf deubel komm raus dort verscharrt werden soll, damit man selbst kein problem mehr hat. mit den kommenden generationen will man nix zum tun haben. irgendwie erbärmlich diese politik.
maipiu 28.05.2010
...es wäre aber höchste Zeit. Da man aber nicht weiß, auf welche Gutachten man sich verlassen soll, bzw. welche von Politikern manipuliert worden sind, schlage ich vor, wir buddeln ein Endlager in Baden-Württemberg und zwar im [...]
...es wäre aber höchste Zeit. Da man aber nicht weiß, auf welche Gutachten man sich verlassen soll, bzw. welche von Politikern manipuliert worden sind, schlage ich vor, wir buddeln ein Endlager in Baden-Württemberg und zwar im Garten von MP Mappus. Mal sehen, ob er sich dann immer noch wie ein Aufsichtsrat von EnBW verhält;-)
muppler 28.05.2010
Wenn das Lager dann in 500 Jahren doch ins Grundwasser leckt, sterben Zehn - Hunderttausende Menschen an der Verstahlung. Es wird endlich Zeit von dieser Technologie abzukehren. Hoffen wir dass das unsere geschmierte Politik [...]
Wenn das Lager dann in 500 Jahren doch ins Grundwasser leckt, sterben Zehn - Hunderttausende Menschen an der Verstahlung. Es wird endlich Zeit von dieser Technologie abzukehren. Hoffen wir dass das unsere geschmierte Politik iwie hinbekommt.
genugistgenug 28.05.2010
das wäre zumindest ein guter Anfang - man sollte das aber gleich konsequent umsetzen - jeder Politiker/Vorstand bekommt einige Zentner Atommüll nach Hause geliefert und kann sie sich unter das Kopfkissen legen. Oder alle [...]
Zitat von maipiu...es wäre aber höchste Zeit. Da man aber nicht weiß, auf welche Gutachten man sich verlassen soll, bzw. welche von Politikern manipuliert worden sind, schlage ich vor, wir buddeln ein Endlager in Baden-Württemberg und zwar im Garten von MP Mappus. Mal sehen, ob er sich dann immer noch wie ein Aufsichtsrat von EnBW verhält;-)
das wäre zumindest ein guter Anfang - man sollte das aber gleich konsequent umsetzen - jeder Politiker/Vorstand bekommt einige Zentner Atommüll nach Hause geliefert und kann sie sich unter das Kopfkissen legen. Oder alle Politiker ziehen in den Bereich über das Endlager und werden mit frischen Grundwasser direkt darunter versorgt.
rengo 28.05.2010
Ministerpräsident Wulff lernt sehr schnell von Angela Merkel, nämlich bei Problemen einfach schweigen. Er der in seinem Bundesland die Verantwortung für den ganzen Atom Müll übernehmen soll äußert sich dazu einfach nicht. Gerade [...]
Ministerpräsident Wulff lernt sehr schnell von Angela Merkel, nämlich bei Problemen einfach schweigen. Er der in seinem Bundesland die Verantwortung für den ganzen Atom Müll übernehmen soll äußert sich dazu einfach nicht. Gerade Heute habe ich ein Interview mit ihm gelesen, wo er über alles blubbert, nur nicht über die wichtigen Entscheidungen zum Verbleib des Mülls und dem weiter Betrieb der teuren, schädlichen AKW Meiler. Gejagt und Vorgeführt von der Wirtschafts-und Atomlobby sind die uns Regierenden nur noch kleine Vollzugsbeamte.
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