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Internationale Atomenergiebehörde: Experten inspizieren Fukushima

Inspektion in Fukushima (Bild vom 13. April): Seit Mitte März mindestens acht Vorfälle Zur Großansicht
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Inspektion in Fukushima (Bild vom 13. April): Seit Mitte März mindestens acht Vorfälle

Nach mehreren Vorfällen in Fukushima besucht ein internationales Expertenteam die Anlage. Schon in einer Woche wollen die Fachleute einen Bericht über den Zustand des havarierten AKW vorlegen. Darin dürfte es auch um die jüngsten Pannen gehen.

Tokio - Nach der jüngsten Pannenserie sind Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zur Inspektion der havarierten Atomanlage Fukushima in Japan eingetroffen. Das zwölfköpfige Team traf sich am Montag in Tokio zunächst mit Vertretern der Regierung und der Betreiberfirma Tepco.

Von Mittwoch bis Freitag soll die Runde aus Nuklearexperten und internationalen Spezialisten die Anlage vor Ort untersuchen. Dabei geht es vor allem um den Stand der Demontagearbeiten an den zerstörten Reaktoren. "Es ist sehr wichtig, dass die Stilllegung in einer sehr sicheren Weise passiert", sagte Juan Carlos Lentijo, der Leiter des IAEA-Teams.

Die Experten halten sich auf Bitten der japanischen Regierung im Land auf. Es ist die dritte derartige Mission, seit die Anlage in Fukushima durch ein verheerendes Erdbeben und einen anschließenden Tsunami im März 2011 schwer beschädigt worden war.

In den Wochen und Monaten nach der Katastrophe gelangte massiv Radioaktivität in die Umwelt. Die Anlage sorgt seither immer wieder für Negativschlagzeilen. Erst vor wenigen Tagen trat erneut radioaktiv belastetes Wasser aus. Im März kam es zu einem Stromausfall, den möglicherweise eine Ratte ausgelöst hatte.

Nach Angaben der japanischen Atomaufsichtsbehörde gab es seit Mitte März mindestens acht Vorfälle. Dies hat Befürchtungen geweckt, dass die Anlage während des Rückbaus, der voraussichtlich rund 40 Jahre dauern wird, kaum stabil und sicher bleiben kann.

Die IAEA-Mission will Tepco und der japanischen Regierung schon in einer Woche einen Bericht vorlegen. Der japanischen Regierung zufolge dürfte es bei der Untersuchung auch um die von Tepco ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der neuerlichen Pannen gehen.

wbr/AFP/AP

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1.
Antiautor 15.04.2013
Für den Besuch der hohen Herren wurde schnell noch ein wenig Zeltplane vor den Reaktor 4 getackert. Vielleicht wird man nicht mehr feststellen können, als dass dem Menschen das Heft des Handelns aus der Hand genommen ist, wenn ihm drei Atomreaktoren um die Ohren fliegen. Zumal wenn er nicht Tausende Soldaten zum Kamikazeeinsatz abkommandieren kann, sondern als Arbeitgeber den Gesetzen des Marktes unterworfen ist.
2. alles in Butter
ostap 15.04.2013
Zitat von sysopAFPNach mehreren Vorfällen in Fukushima besucht ein internationales Expertenteam die Anlage. Schon in einer Woche wollen die Fachleute einen Bericht über den Zustand des havarierten AKW vorlegen. Darin dürfte es auch um die jüngsten Pannen gehen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/iaea-experten-inspizieren-akw-fukushima-a-894339.html
Wenn die Expertengruppe von der IAEA kommt, steht das Ergebnis doch jetzt schon fest: Es war nichts passiert und es wird nichts passieren. Atommeiler sind inhärent ungefährlich. Es gibt wesentlich weniger Tote durch kaputte Atomkraftwerke als durch vollfunkionsfähige Kohlekraftwerke in China. Hallelulja!
3. Wo sehen sie denn
felisconcolor 15.04.2013
Zitat von ostapWenn die Expertengruppe von der IAEA kommt, steht das Ergebnis doch jetzt schon fest: Es war nichts passiert und es wird nichts passieren. Atommeiler sind inhärent ungefährlich. Es gibt wesentlich weniger Tote durch kaputte Atomkraftwerke als durch vollfunkionsfähige Kohlekraftwerke in China. Hallelulja!
jetzt das Problem. Die Antwort haben sie sich doch schon selbst gegeben. Es ist wirklich zum brechen. Da ist tatsächlich in Fukushima kein Mensch ums Leben gekommen. Gott sei Dank. Und einige können es nicht sein lassen wie religiös geifernde Furien immer noch die Menschen mit Schwefel und Feuer vom Himmel in Panik versetzen zu wollen. und wenn sie jetzt mir die erfundenen Krebstoten in tausend Jahren vorhalten, dann halte ich ihnen die genauso erfundenen Ertrunkenen vor die durch die Klimaänderung durch CO2 Erhöhung der Verbrennung fossiler Energien entstehen. Beides ist durch nicht zu beweisen. Panikmache sollte strafbar sein.
4. Ja, wie im Mittelalter immer das gleiche.
Lutz Wendorff 15.04.2013
Kein Mensch ist in Fukushima wegen Strahlung gross geschaedigt worden. Das Chemieunglueck zu Bhopal war viel schlimmer. Und wie oft haben wir Ungluecke in Kohlegruben mit mehr Toten als in Tschernobyl, wobei Tschernobyl ja nicht vergleichbar mit modernen Kernkraftwerken ist. Im Mittelalter durfte ja auch nie das "Falsche" gelehrt werden. Kernreaktionen duerfen im Unterricht nicht vorkommen. So wie bei HannoverGEN, die Gruenen haben zur Bedingung gemacht, dass sogar der Unterricht ueber Gentechnologie in Niedersachsen verboten ist! Der (zukuenftige) Waehler koennte ja einfach zu viel wissen.
5. Ach ja
felisconcolor 15.04.2013
Zitat von sysopAFPNach mehreren Vorfällen in Fukushima besucht ein internationales Expertenteam die Anlage. Schon in einer Woche wollen die Fachleute einen Bericht über den Zustand des havarierten AKW vorlegen. Darin dürfte es auch um die jüngsten Pannen gehen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/iaea-experten-inspizieren-akw-fukushima-a-894339.html
Das Bild habe ich mir gleich mal als Negativbeispiel gespeichert. Als Strahlenschutzbeauftragter stehen mir die Haare zu Berge wenn ich sehe das 9 (in Worten Neun) Leute um eine Ventilbatterie herumstehen die wohl angeblich Radioaktive Strahlung abgibt (oder auch nicht). Ich predige meinen Mitarbeiter immer wieder. Eine Begutachtung zu welchem Zweck auch immer ist KEIN Betriebsausflug. Hier wird eklatant gegen das Minimierungsgebot verstossen. Wer es genauer wissen will, das steht alles in der Strahlenschutzverordnung. Etwas ähnliches wird es sicher auch in Japan geben. Und wenn nicht, dann sollte hier der gesunde Menschenverstand greifen. Den Massnahmen im Umgang mit Radioaktivität sollten doch über all gleich verstanden werden. Dann ist Radioaktivität auch keine Hexerei.
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