Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg

Von

3. Teil: Nicht-militärische Maßnahmen haben versagt

Iran: Angst vor der Bombe der Mullahs Fotos
AP/ Boeing

Die Alternativen zu einem militärischen Eingreifen haben aus Sicht Israels nicht funktioniert. Seit vielen Jahren versucht der Westen erfolglos, Teheran mit politischem Druck, der Androhung wirtschaftlicher Sanktionen oder dem Versprechen von Investitionen von seinen nuklearen Ambitionen abzubringen. Der Konsens westlicher Geheimdienste lautet derzeit, dass Teheran die Entscheidung für den Bau der Atombombe zwar noch nicht gefällt hat, aber alle dafür notwendigen Technologien entwickelt - um dann möglichst schnell in der Lage zu sein, den letzten Schritt zu gehen.

Zwar haben die jüngsten Sanktionen des Westens der iranischen Wirtschaft erheblich geschadet. Doch offiziell gibt sich die Regierung in Teheran unbeeindruckt - Präsident Ahmadinedschad kündigte vergangene Woche sogar neue Fortschritte des Atomprogramms an. Und solange sich große Staaten wie Russland, China und Indien beharrlich weigern, sich an den internationalen Sanktionen gegen Iran zu beteiligen, dürfte deren Wirkung letztlich begrenzt bleiben. Sie würden vermutlich nicht einmal den Zeitplan der Iraner beeinflussen, wie es kürzlich auf der Politik-Website Foreign Policy hieß. Auch die israelischen Attentate auf iranische Atomwissenschaftler konnten das Fortschreiten des Nuklearprogramms bestenfalls verlangsamen.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 353 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. mir graults,
antalya1977 15.02.2012
Zitat von sysopIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
dieser dauerbericht über drohende kriege, und argumente für eine kriegshandlung egal gg. wen auch immer. Wann hören wir den mal nachrichten über die kulturelle und wirtschaftliche blüte im nahen und fernen osten?
2. Israel
laluna3 15.02.2012
Zitat von sysopIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
Man kann nur hoffen, dass es nicht zu diesem Angriff kommt. 100.000de von Menschen werden die Leidtragenden sein. Aber die werden ja nicht von diesen Kriegstreibern gefragt.
3. Traurig...
Layer_8 15.02.2012
Zitat von sysopIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
...aber was soll Israel machen? Da gibts einen Staat, welcher die Existenzberechtigung Israels abstreitet, dessen Führung den Holocaust leugnet und welcher sich offensichtlich an Nuklearwaffen versucht. Besser dies jetzt verhindern, als dass es zu spät ist.
4. Na,
auweia 15.02.2012
Zitat von sysopIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
wunderbar, ein deutlicher Schritt gegen die Atomrüstung... ;-) PS: Interessant, dass dieser Artikel bei SPON unter "Wissenschaft & Technik läuft.
5. Wir sollen unsere Meinung sagen
AKI CHIBA 15.02.2012
Zitat von sysopIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
Es ist der unabdingbaer Wille der iranischen Führung, Israel auszuradieren. Da beißt die Maus kein Faden ab! Israel hat leider innenpolitische Probleme mit den religösen Fanatikern in den eigenen Reihen, sonst könnte es "cooler" agieren. Das winzige Land hat aber einen Trumpf im Ärmel: Schiiten und Sunniten sind "up ewig gedeelt". Religiöser Fanatismus macht das Spiel heiß. Auch ethnische Probleme spielen eine Rolle. Araber ( mehrheitlich Sunniten) und Iraner (schiitisch) sind Feinde fürs Leben. Israel tut gut daran, wohl abzuwägen und nicht auf die Erweckungsfanatiker In USA zu hören.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Technik
RSS
alles zum Thema Iranisches Atomprogramm
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 353 Kommentare
  • Zur Startseite

Iran: Der Weg zur Bombe Zur Großansicht
DER SPIEGEL

Iran: Der Weg zur Bombe

Uran-Anreicherung per Gaszentrifuge Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Uran-Anreicherung per Gaszentrifuge


Uran und Atomwaffen
Uran
Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.
Anreicherung
Uranerz wird nach dem Abbau zunächst zu einem gelblichen Pulver verarbeitet, dem sogenannten Yellowcake. Es dient zur Herstellung von Brennelementen für Reaktoren, kann aber zwecks Anreicherung auch in Uran-Hexafluorid (UF6) umgewandelt werden, das bis 56 Grad Celsius in kristalliner Form vorliegt und darüber gasförmig ist.

Die meisten Anreicherungsanlagen weltweit basieren auf der Gasdiffusion: Gasförmiges Uran-Hexafluorid wird durch halbdurchlässige Membrane gepresst, wobei sich das Uran 235 vom Rest trennt. Das Verfahren gilt inzwischen jedoch aufgrund seines hohen Energiebedarfs als veraltet.

Eine modernere Methode ist die Gaszentrifuge, an der auch in Iran experimentiert wird. Bei ihr macht man sich den Massenunterschied zwischen beiden Uran-Isotopen zunutze: Wird Uran-Hexafluorid in die Zentrifugen gegeben, sammeln sich die schwereren Uran-238-Moleküle bei bis zu 70.000 Umdrehungen pro Minute außen in den Zylindern, die Uran-235-Moleküle bleiben innen.
Einsatz in Atomwaffen
Für den Einsatz in Kernreaktoren genügt es bereits, wenn Uran 235 zu drei bis fünf Prozent in den Brennelementen angereichert ist. Ab 20 Prozent ist von hochangereichertem Uran die Rede. Für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 80 Prozent erforderlich, da sonst eine zu große Uranmenge notwendig wäre.

Uran 235 kam in der ersten jemals eingesetzten Atombombe, die am 6. August 1945 Hiroshima zerstörte, als Sprengstoff zum Einsatz. Die Sprengkraft lag bei rund 13 Kilotonnen TNT. Die Bombe, die drei Tage später auf Nagasaki abgeworfen wurde, erreichte 20 Kilotonnen TNT. In ihr kam allerdings nicht Uran zum Einsatz, sondern Plutonium 239, das per Neutronenbeschuss in Brutreaktoren aus Uran 238 gewonnen wird.