Nach Start in Baikonur Verstärkung für Astronaut Gerst erreicht ISS

Drei Raumfahrer sind an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Nach mehrstündiger Reise machten sie an Bord des Forschungsmoduls "Poisk" fest. Alexander Gerst soll noch diesen Monat zur Erde zurückkehren.

"Sojus MS-11"-Rakete beim Start
DPA

"Sojus MS-11"-Rakete beim Start


Nach ihrem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur haben die US-Astronautin Anne McClain, der Kanadier David Saint-Jacques und der russische Kosmonaut Oleg Kononenko die Internationale Raumstation (ISS) erreicht. Das teilte die russische Weltraumorganisation Roskosmos mit - und schrieb: "Willkommen auf der ISS".

Nach der Trennung von der dritten Antriebsstufe ihrer "Sojus"-Rakete hatte das Raumschiff Kurs auf den Außenposten der Menschheit etwa 400 Kilometer über der Erde genommen. Dort kamen die Raumfahrer laut US-Raumfahrtbehörde Nasa gut sechs Stunden später an.

Die drei Raumfahrer sollen die aktuelle Dreier-Crew an Bord, angeführt vom deutschen Esa-Astronauten Alexander Gerst, entlasten.Nach der Notlandung einer "Sojus"-Rakete im Oktober war die Besatzung auf sich allein gestellt und dürfte allein mit der Aufrechterhaltung des Betriebs viel zu tun gehabt haben. Noch im Dezember sollen Gerst und seine beiden bisherigen Crewmitglieder zur Erde zurückkehren.

Von Gerst auf Twitter verbreitete Bilder zeigen, wie die "Sojus"-Rakete durchs All rast. Der deutsche Astronaut aus dem baden-württembergischen Künzelsau ist seit Juni auf der ISS - und hat dort seit Anfang Oktober als erster Deutscher das Kommando inne.

Vor der Ankunft der neuen Kollegen hatte der 42-Jährige versprochen: "Wir bringen die ISS noch mal in Form, bevor unsere Freunde mit der "Sojus MS-11" ankommen."

apr/dpa



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heinrich.busch 04.12.2018
1. Sehr schön!
Bei all den politischen Wirren und den Vorbereitungen auf einen erneuten kalten und hoffentlich nicht heißen Krieg ist das "Mir Nachfolgeprojekt" ISS ein Hoffnungsschimmer für das Gemeinsame. Chapou für die die das seit vielen Jahren am Laufen halten. Ein Lob an due Russen, die eine Notlandung im Plan haben und sie auch meistern konnten. Wenn die Amerikaner das nur auch in ihren Grdankenspielen geführt hätten.
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