Energiewende Grünes Erdgas fürs Eigenheim

Eine Reihenhaussiedlung in Rheinland-Pfalz wird künftig mit Erdgas geheizt, das vor Ort eigens dafür hergestellt wird. Klimafreundlicher geht es kaum. Warum hat es die Idee dennoch schwer? Von Ralph Diermann


Power-to-Gas-Anlage in Alzey
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Power-to-Gas-Anlage in Alzey

Wie über 19 Millionen andere Haushalte in Deutschland auch heizen die Bewohner einer neuen Reihenhaussiedlung im rheinland-pfälzischen Alzey künftig mit einem Erdgas. Doch ihr Brennstoff kommt nicht aus Russland oder Norwegen - sondern aus einem containergroßen Gebäude am Rande des Wohnviertels.

Dort wird im Herbst eine Anlage installiert, die aus Wasser, Strom und Kohlendioxid synthetisches Erdgas erzeugt. Power to Gas heißt dieses Konzept.

Entwickelt wurden Power-to-Gas-Anlagen ursprünglich als Energiespeicher: Wenn Windräder und Solaranlagen mehr Strom liefern als gerade benötigt wird, produzieren sie damit Wasserstoff oder Methan.

Die Brennstoffe werden ins öffentliche Gasnetz eingespeist, sodass Kraftwerke daraus später wieder Strom gewinnen können. Langfristig könnte die Technologie das konventionelle Erdgas in der Stromerzeugung sogar ganz ersetzen, meinen Wissenschaftler.

Doch noch steht dem Traum vom grünen Gas einiges im Weg - mehr erfahren Sie hier.

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Katalysator für die Methanisierung (links) und Steuerungseinheit
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Mit synthetischem Erdgas heizen
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Mit synthetischem Erdgas heizen

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Anlagendetails
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Erneuerbare Energien

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insgesamt 64 Beiträge
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Seite 1
Markus Landgraf 01.08.2016
1. Nur ein Zwischenschritt
Leider verringert das Verbrennen von Erdgas den CO2 Ausstoss nur um 30% im Vergleich zu Erdöl. CO2 Frei hingegen ist Fernwärme aus dem Atomkraftwerk.
felisconcolor 01.08.2016
2. welchen
Wirkungsgrad hat diese Anlage? Und was kostet sie die Einwohner?
nach-mir-die-springflut 01.08.2016
3. Geld ist Wissen
Richtig, so geht Energiewende, für diese heiligen-offenen Informationen aber 39 Cent zahlen zu müssen, erschließt sich nicht, denn die Sache ist doch ein alter Hut; und das Ganze mit Teaser in der Überschrift. Es geht um rund 100 km³ (Kubikkilometer) Erdgas jährlich. Plus um die 100 Millionen Tonnen Erdöl. Aus denen wird dann 37 Mrd. Liter Benzin gemacht. Irgend so. Und wie die ersetzt werden sollen, oder wie ein Hochhaus oder eine Hochhaussiedlung sich umstellen soll auf EE, da hat noch kein selbsternannter Experte eine Antwort drauf gefunden. Und wann hört der Blödsinn auf, EE hätten etwas mit CO2 zu tun? Wenn doch eh umgestellt wird auf erneuerbar, so wird kein CO2 mehr produziert, was also noch sich um CO2 unterhalten? Wo liegt das Problem mit der Energiewende, wen doch alles klar ist?
varesino 01.08.2016
4.
"... wird künftig mit Erdgas geheizt, das vor Ort eigens dafür hergestellt wird." Alleine die Begrifflichkeiten in diesem Artikel. Erdgas ist ein Bodenschatz, den kann man nur fördern nicht herstellen. Der Hauptbestandteil ist Methan, das kann mann sythetisieren. Aber was solls, die wirkliche Frage ist, "Was ist der Gesamtwirkungsgrad dieses Prozesses?". Wir erzeugen erst einmal wirkungsgradbehaftet Elektrizität um dann mittels chemischer Prozesse ein speicherbares Heizgas zu erzeugen. Das Gedenken wir dann wieder zu verbrennen um usere Behausungen zu beheizen, oder wir wandeln es wieder zurück in Elektrizität für Energiesparlampen. Ganz toll.
GrinderFX 01.08.2016
5.
Zitat von felisconcolorWirkungsgrad hat diese Anlage? Und was kostet sie die Einwohner?
Realistisch gesehen bleiben nur ca. 36% vom Strom übrig.
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