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China: Laserkanone schießt kleine Drohnen vom Himmel

Kommerziell erhältliche Drohne: Binnen fünf Sekunden erfasst Zur Großansicht
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Kommerziell erhältliche Drohne: Binnen fünf Sekunden erfasst

Physiker in China haben eine Laserkanone entwickelt, die kleine Drohnen binnen weniger Sekunden vom Himmel holt. Die Strahlungswaffe soll terroristische Anschläge verhindern.

Von einer Laserwaffe hat so mancher Wissenschaftler schon als Kind geträumt. Doch so einfach wie in der Science-Fiction ist die Sache nicht - nicht zuletzt wegen des hohen Energiebedarfs, die ein Laser hat. Gleichwohl sind Laserwaffen keine Utopie mehr. 2009 führte der Luftfahrtkonzern Boeing einen Jeep mit darauf montierter Strahlenkanone vor, die mehrere unbemannte Flugzeuge abschoss.

Nun haben Physiker aus China offenbar ein ganz ähnliches System entwickelt. Die Laserwaffe könne binnen fünf Sekunden nach Ortung eine kleine Drohne vom Himmel holen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Agentur zeigte Aufnahmen großer Metallkisten mit Tarnanstrich und am Boden zerschellte Drohnen, einige davon brennend.

Man erwarte, dass die Laserkanone "eine Schlüsselrolle bei der Absicherung von großen Veranstaltungen in Städten" spiele, schreibt Xinhua. Sie könne Ziele bis in 500 Meter Höhe und mit einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 50 Metern pro Sekunde erreichen (180 km/h).

Kleine Drohnen seien relative billig und einfach zu benutzen, sagte Yi Jinsong, Manager der Firma China Jiuyuan Hi-Tech Equipment, die der China Academy of Engineering Physics (CAEP) unterstellt ist. Daher sei es wahrscheinlich, dass auch Terroristen sie einsetzten. Ähnlich hatte auch Boeing bei der Vorstellung seiner Laserkanone zur Abwehr unbemannter Flugzeuge argumentiert. Dass ein solches Szenario durchaus vorstellbar ist, zeigen die mysteriösen Flüge über französischen Atomkraftwerken in den vergangenen Tagen.

100 Prozent Trefferquote

"Solche Drohnen abzufangen, ist üblicherweise Aufgabe von Scharfschützen oder Helikoptern", sagte Yi Jinsong. Deren Abschussquote sei jedoch nicht besonders hoch, zudem drohten Kollateralschäden. Das in China entwickelte System habe bei Tests mit 30 Drohnen eine Trefferquote von 100 Prozent erreicht und könne auf Autos montiert werden. Nach Angaben von Xinhua entwickeln Forscher der China Academy of Engineering Physics parallel dazu Laserkanonen mit höheren Energie und Reichweite.

An den wohl spektakulärsten Laserwaffen tüfteln Wissenschaftler allerdings in den USA. Eine mit einem "Airborne Laser" ausgerüstete Boeing 747 war zwar 2012 eingemottet worden - trotz nachgewiesener Erfolge des Waffensystems. Doch Ende 2013 kündigte das US-Verteidigungsministerium an, das ab dem Jahr 2030 Jagdflugzeuge mit Laserwaffen bestückt werden sollen.

hda

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insgesamt 16 Beiträge
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1. Laserkanoen für französiche AKW
raber 03.11.2014
Vielleicht sind es diese Laserkanoen die die französischen AKW brauchen um im verbotenen Umkreis von 5 km (oder Höhe von 1 km) die eindringenden Drohnen abzuschiessen. Schliesslich gilt dort Flugverbot und Sicherheit geht vor Spielchen oder Ratlosigkeit.
2. chinesische Inteligenz
Wolfgang Porcher 03.11.2014
in allen technischen Bereichen werden die Chinesen davonziehen. Dann ist China irgndwann kein Billiglohnland mehr. Im Bereich Computerbau und Entwickung sin d wir deutscen schon gar nicht mehr dabei. Htten wir mal Kienzle Nixdorf Grundig Siemens und andere als Paradpferde, nichts ist mehr übrggeblieben.
3. Lustig
zauselfritz 03.11.2014
Zitat von Wolfgang Porcherin allen technischen Bereichen werden die Chinesen davonziehen. Dann ist China irgndwann kein Billiglohnland mehr. Im Bereich Computerbau und Entwickung sin d wir deutscen schon gar nicht mehr dabei. Htten wir mal Kienzle Nixdorf Grundig Siemens und andere als Paradpferde, nichts ist mehr übrggeblieben.
Rekapitulieren wir mal: - China ist diesbezüglich mindestens 5 Jahre hinter den USA - trotz Spionage - Es gibt hier leider keinen Beweis für die überragende Leistungsfähigkeit, ausser Fotos (die hier nicht gezeigt wurden) von am Boden liegenden ferngesteuerten Fluggeräten Gibt es also einen Grund dem vermeintlichen, chinesischen Überintellekt schon jetzt zu huldigen und demütig auf die Knie zu Fallen? Nein, ausser man steht auf sowas.
4.
SchneiderG 03.11.2014
Zitat von Wolfgang Porcherin allen technischen Bereichen werden die Chinesen davonziehen. Dann ist China irgndwann kein Billiglohnland mehr. Im Bereich Computerbau und Entwickung sin d wir deutscen schon gar nicht mehr dabei. Htten wir mal Kienzle Nixdorf Grundig Siemens und andere als Paradpferde, nichts ist mehr übrggeblieben.
Irgendwann sicherlich, aber das dauert noch einige Jahre bis Jahrzehnte. Das meiste know-how kommt von ausländischen Firmen über JV = know-how transfer und Spionage. Nicht umsonst verlangt China von allen ausländischen Firmenbeteiligungen unaghängige Entwicklungsbereiche in den Werken in China. Wobei mit unabhängig gemeint ist, daß das Mutterhaus das Basis wissen liefert und die Chinesischen Entwicklungsstandorte eigenständige mit ausländischen Berateren Neu-Entwicklungen vornehmen. Wenn China wirklich so gut ware wie Sie vermuten, müßten sie solche Schritte nicht unternehmen. ... und was die hohe Anzahl an Patentanmeldung Chinas angeht als Folgepunkt, ist bereits bekannt, daß die meisten Patente von ausländische Patente stammen, kopiert werden und in China patentiert warden. Das geht natürlich deshalb, wiel die moisten Patentanmeldung aus Kostengründen nur National angemeldet warden. Ein gefundenes Fressen für China.
5. Was heute noch der Laserpointer ist, ist morgen schon die Laserkanone
urknallmarinchen@yahoo.de 03.11.2014
Oooha, eine neue Gefahr für die Zivilluftfahrt? Die Chinesen sind geschäftstüchtig und werden uns die Dinger sicher schon bald fürn Appel und'n Ei verklickern. Frau von der Layen, Herr de Mizere: Was gedenken Sie zu tun?!
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