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Periodensystem: Motörhead-Fans wollen neues Element "Lemmium" nennen

Lemmy Kilmister: Über 40.000 Unterzeichner wollen dem Sänger und Bassisten mit "Lemmium" ein Denkmal setzen Zur Großansicht
DPA

Lemmy Kilmister: Über 40.000 Unterzeichner wollen dem Sänger und Bassisten mit "Lemmium" ein Denkmal setzen

Das Periodensystem hat vier neue superschwere Elemente, Tausende Musikfans wollen eins nun nach dem verstorbenen Sänger der Band Motörhead benennen. Denn: "Lemmy war eine Naturgewalt und verkörperte das Wesen des Heavy Metal."

Der verstorbene Frontmann der britischen Rockband Motörhead, Lemmy Kilmister, soll nach dem Willen seiner Fans Namensgeber eines neuen Elements im Periodensystem werden. Eine Petition, die dazu aufruft, eines der vier neuen superschweren Elemente auf den Namen "Lemmium" zu taufen, fand bis Mittwoch über 40.000 Unterstützer. "Lemmy war eine Naturgewalt und verkörperte das Wesen des Heavy Metal", heißt es in dem Aufruf auf der Website change.org.

Auch Musiker wie Guns-N'-Roses-Bassist Duff McKagan und Charlatans-Sänger Tim Burgess warben für die Initiative. Der Motörhead-Sänger war Ende Dezember im Alter von 70 Jahrenzwei Tage nach einer Krebsdiagnose gestorben.

Der für das Periodensystem zuständige Chemikerverband International Union of Pure and Applied Chemistry (Iupac) hatte die vier neuen Elemente vor wenigen Tagen offiziell bestätigt. Die Elemente mit den Ordnungszahlen 115, 117 und 118 wurden von einem amerikanisch-russischen Forscherteam entdeckt. Die Entdeckung des Elements mit der Ordnungszahl 113 wurde japanischen Wissenschaftlern zugeschrieben.

Bis dato sind die neuen Elemente noch namenlos, die Entdecker können nun wie üblich Vorschläge machen, eine Entscheidung will der Chemikerverband Iupac in den kommenden Monaten treffen.

Die Namen neuer Elemente verweisen oft auf Personen, zum Beispiel Einsteinium, Bohrium oder Meitnerium. Es gibt aber mitunter auch Bezüge zu Orten wie im Falle von Darmstadtium und Livermorium.

Sogenannte superschwere Elemente sind sehr schwer nachzuweisen, weil ihre Atomkerne nicht stabil sind, sie zerfallen im Bruchteil einer Sekunde. Sie kommen in der Natur deshalb auch nicht vor. Physiker erzeugen die großen Kerne stattdessen im Labor, indem sie kleinere stabile Atomkerne aufeinander schießen. Sie beobachten die Zerfallsprodukte, wie die aus zwei Protonen und zwei Neutronen bestehenden Alphateilchen. Aus ihnen schließen sie auf das Ursprungsatom.

sun/AFP

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insgesamt 46 Beiträge
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1.
buchl 07.01.2016
Nachdem Lemmy skandalöserweise noch immer tot ist, wäre "Lemmium" ein passendes Andenken an diesen großen alten Mann. Wobei "Kilmisterium" auch nicht schlecht klänge. Wäre jedenfalls schön, so ein Element, und würde gut zum Asteroiden "(3834) Zappafrank" oder zur Spinne "Myrmekiaphila neilyoungi" passen.
2. Uup oder Lemmium ?
präkariat 2.0 07.01.2016
Lemmium natürlich ! Coole Petition.
3. Klasse!
Teile1977 07.01.2016
Was spricht dagegen? Wäre auf jeden Fall besser als irgend ein unaussprechlicher Wissenschaftssprech. Bin dafür :-)
4. Was die Welt im Innersten zusammen hält
ed_tom_bell 07.01.2016
Ja, das sind die Themen die uns wirklich beschäftigen. Vielleicht könnte man auch ein Element, im Gedenken an den schon länger verstorbenen Falco, "Dradinetum" nennen.
5. Warum sollte man ein neues Element
hdudeck 07.01.2016
nach jemanden benennnen, der seine Sinne durch Drogen vernebelt hat? Das waere die Hoechststrafe fuer die Wissenschaftler, die ihre Sinne behalten haben und durch harte Arbeit diese wissenschaftliche Hoechstleistung erreicht haben. Der Typ ist eine Naturgewalt ? - meist nimmt man diese Wort in den Mund wenn man ueber Kathastrophen spricht.
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Ununtrium: Das 113. Element


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