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Mini-U-Boot Milliardär Branson plant Tauchgänge in die Tiefsee

Erst der Weltraum, dann die Tiefsee: Der britische Milliardär Richard Branson hat ein U-Boot präsentiert, das in elf Kilometer Tiefe vordringen soll. Bei einem der ersten Tauchgänge will der Virgin-Gründer selbst in der Kapsel sitzen.

Erst hoch hinaus, dann tief hinab: Das "SpaceShipTwo" soll ab 2012 Weltraumtouristen in rund 110 Kilometer Höhe bringen. Hinter dem Projekt steht Richard Branson, der Gründer des Virgin-Imperiums. Jetzt hat der Milliardär ein weiteres Stück Technik präsentiert, das in eine ganz andere Richtung weist: ein Ein-Mann-Tauchboot, das Tiefseeregionen rund um den Globus ansteuern soll. Der Unternehmer Chris Welsh ist ebenfalls an dem "Virgin Oceanic"-Projekt beteiligt.

"Zugegeben, erst dachte ich, das sei zu gefährlich", sagte Branson. Der US-Abenteurer Steve Fossett hatte den Tiefseetaucher "Deep Flight Challenger" einst in Auftrag gegeben. Im Simulator hielt das Tauchboot massivem Wasserdruck stand, doch nach dem tödlichen Flugzeugabsturz Fossetts im September 2007 wurde das Projekt vorübergehend eingestellt. Welsh investierte nach eigenen Angaben rund eine Million Dollar und gewann schließlich Branson für das Projekt.

Das knapp sechs Meter lange Mini-U-Boot mit Stummelflügeln und gläserner Cockpithaube stammt aus der Werkstatt des US-Ingenieurs Graham Hawkes. Das Tauchboot sei in der Lage, in mehr als 11.000 Meter Tiefe vorzudringen, sagte Branson bei der Präsentation im kalifornischen Newport Beach. Weiter hinab geht es im Meer nach heutigen Erkenntnissen ohnehin nicht.


In den kommenden zwei Jahren soll das "Virgin Oceanic"-Projekt Tauchgänge an folgenden Stellen absolvieren:

  • Marianengraben im Westpazifik: Die tiefste Stelle liegt bei rund 11.000 Metern,
  • Puerto-Rico-Graben im westlichen Atlantik: Die tiefste Stelle liegt bei rund 9200 Metern,
  • Molloytief im Nordpolarmeer, rund 5600 Meter tief,
  • Süd-Sandwich-Graben im südwestlichen Atlantik mit maximal rund 8200 Metern,
  • Diamantina-Tief im Südosten des Indischen Ozeans, rund 8000 Meter.

Welsh und Branson wollen dabei mehrmals selbst am Steuer sitzen. Laut Branson kostet das Projekt voraussichtlich weniger als zehn Millionen Dollar. Er hoffe auf faszinierende Entdeckungen, die der Menschheit nutzen würden. Er sagte allerdings auch, dass das kleine U-Boot eines Tages für exklusive Touristen-Trips in die Tiefsee genutzt werden könnte.

Einen neuen Tiefenrekord bei diesen Missionen aufzustellen, wird jedoch schwierig: Bereits 1960 tauchte der Forscher Jacques Piccard im Marianengraben bis auf 10.916 Meter Tiefe.

wbr/Reuters/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
the_flying_horse 06.04.2011
Ich würde das etwas filigrane Teil erst Mal unbemannt auf diese Tiefen schicken... so wie auf den Bildern sieht es nicht aus, als ob es dem ungeheuren Wasserdruck in 11km Tiefe standhalten würde.
Ich würde das etwas filigrane Teil erst Mal unbemannt auf diese Tiefen schicken... so wie auf den Bildern sieht es nicht aus, als ob es dem ungeheuren Wasserdruck in 11km Tiefe standhalten würde.
Agate_Power 06.04.2011
Wenn ich unendlich viel Geld haette, wuerde ich wohl auch sowas aehnliches damit anfangen. Spielzeug auf sehr hohem Niveau. Getreu dem Zitat: Ich wuensche ihnen auf jeden Fall viel Spass und das sie heil wieder [...]
Zitat von sysopErst der Weltraum, dann die Tiefsee: Der britische Milliardär Richard Branson hat ein U-Boot präsentiert, das in elf Kilometer Tiefe vordringen soll. Bei einem der ersten Tauchgänge will der Virgin-Gründer selbst in der Kapsel sitzen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,755330,00.html
Wenn ich unendlich viel Geld haette, wuerde ich wohl auch sowas aehnliches damit anfangen. Spielzeug auf sehr hohem Niveau. Getreu dem Zitat: Ich wuensche ihnen auf jeden Fall viel Spass und das sie heil wieder zurueckkommen.
CapHad 06.04.2011
Hab ich auch zuerst gedacht. Auf den zweiten Blick kann man aber den eigentlichen Druckbehälter erkennen. Große Teile des Uboots sind beim Tauchen anscheinend geflutet und nur die kleinere Pilotenkapsel ist dann dem Druck [...]
Zitat von the_flying_horseIch würde das etwas filigrane Teil erst Mal unbemannt auf diese Tiefen schicken... so wie auf den Bildern sieht es nicht aus, als ob es dem ungeheuren Wasserdruck in 11km Tiefe standhalten würde.
Hab ich auch zuerst gedacht. Auf den zweiten Blick kann man aber den eigentlichen Druckbehälter erkennen. Große Teile des Uboots sind beim Tauchen anscheinend geflutet und nur die kleinere Pilotenkapsel ist dann dem Druck ausgesetzt.
Altesocke 06.04.2011
---Zitat--- Einen neuen Tiefenrekord bei diesen Missionen aufzustellen, wird jedoch schwierig: Bereits 1960 tauchte der Forscher Jacques Piccard im Marianengraben bis auf 10.916 Meter Tiefe. ---Zitatende--- Ja, etwas frueh [...]
---Zitat--- Einen neuen Tiefenrekord bei diesen Missionen aufzustellen, wird jedoch schwierig: Bereits 1960 tauchte der Forscher Jacques Piccard im Marianengraben bis auf 10.916 Meter Tiefe. ---Zitatende--- Ja, etwas frueh vielleicht. Noch etwas hoeher Wsserspiegel, und dann gehts! Aber vielleicht ist das Teil deshalb so filigran, findet sich leichter noch ein Spaeltchen, das etwas tiefer geht!
KobiDror 06.04.2011
Die sollten das Teil der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Wir wissen mehr über das Weltall, als über unsere Meere und Ozeane. Damit kann man prima Grundlagenforschung betreiben und den Meeresboden in großen Tiefen relativ [...]
Die sollten das Teil der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Wir wissen mehr über das Weltall, als über unsere Meere und Ozeane. Damit kann man prima Grundlagenforschung betreiben und den Meeresboden in großen Tiefen relativ schnell absuchen.
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