Naturschutz: Drohnen spähen nach Schneeleoparden

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Schneeleopard in Sibirien: Drohnen sollen den Bestand zählen

Drohnen sollen Schneeleoparden in einem sibirischen Nationalpark auf den Pelz rücken. Nicht zum Abschuss der bedrohten Tiere, sondern um ihre Anzahl zu schätzen. Die Ausbildung der Nationalpark-Mitarbeiter wird an die Technik angepasst: mit Drohnenunterricht.

Der Schneeleopard ist stark gefährdet. Und es ist ausgesprochen schwierig, die seltenen Tiere zu beobachten, um mehr über ihre Lebensweise zu erfahren. Allein die Tiere durch Beobachtungen zu zählen, ist sehr aufwendig. Daher planen Wissenschaftler die Raubkatzen nun aus der Luft zu überwachen - mit Drohnen.

Kleine unbemannte Flugkörper sollen demnächst in den Bergen Südsibiriens den Lebensraum der Schneeleoparden überfliegen, teilten Verantwortliche des Nationalparks Sajano Schuschenskowo mit. Die noch etwa 150 bis 200 in Russland verbliebenen Exemplare der seltenen Raubkatzenart könnten mit ihnen besser als bisher beobachtet werden. Mit der neuen Drohnen-Technik ließe sich auch die genaue Zahl der noch verbliebenen Tiere leichter über Videos und Fotos ermitteln. Der Lebensraum der Schneeleoparden liegt in schwer zugänglichen Gebieten.

Um allerdings fliegende Drohnen im Nationalpark einsetzen zu können, müssen die Mitarbeiter entsprechend geschult werden. Sie sollen nun in Lehrgängen lernen, wie sie die Drohnen in 300 Meter Höhe bis zu 50 Kilometer weit fliegen lassen können.

In einem ähnlichen Projekt plante der World Wildlife Fund (WWF) bereits 2012 mit Drohnen Tiere vor Wilderern zu schützen und erhielt dafür eine Spende von etwa fünf Millionen US-Dollar im Rahmen der Global Impact Awards. Die Ziele des WWF umfassen dabei aber noch mehr als die reine Beobachtung: Die fliegenden Drohnen sollen mit spezieller Technik ausgestattet werden, die unter anderem Tiere wie Nashörner und Elefanten markieren könnte.

kpg/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Hawk
stapsiponti 23.07.2013
Ich bin sicher dass de Maizieres, und nur dafür, den Euro-Hawk zusammenbasteln liess. Aber weil die USA das auch wollten, Schneeleoparden anschauen, haben sie die Gebrauchsanleitung nicht herausgegeben. Dann halt mit CNN die Welt von oben betrachten. ;-))
2. Na also!
Holzhausbau 23.07.2013
Zitat von sysopGetty ImagesDrohnen sollen Schneeleoparden in einem sibirischen Nationalpark auf den Pelz rücken. Nicht zum Abschuss der bedrohten Tiere, sondern um ihre Anzahl zu schätzen. Die Ausbildung der Nationalpark-Mitarbeiter wird an die Technik angepasst: mit Drohnenunterricht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/naturschutz-drohnen-im-russischen-nationalpark-zaehlen-schneeleoparden-a-912541.html
Teufelswerk? Nein, allerliebst sind die Drohnen. Naturfreundlich und nützlich.
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