Hamburg - Leuchtend blau erscheint die "Titanic" in der Schwärze: Neue Mosaikbilder, aufwendig angefertigt von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI), zeigen den Bug und die Heckteile des Wracks auf dem Meeresgrund in einer ungeahnten Detailfülle. Die Bilder sind aus Tausenden hochauflösenden Einzelaufnahmen zusammengesetzt.
Seit rund 100 Jahren liegt das Wrack der "Titanic" auf dem Meeresgrund. In der Nacht des 14. April 1912 rammte der Ozeanriese während seiner Jungfernfahrt einen Eisberg. Etwa 1500 Menschen starben, als das Schiff im eiskalten Wasser sank. Seitdem ruht das Schiff im Nordatlantik, in 3800 Metern Tiefe.
Für die neuen Bilder schickte die amerikanische Spezialfirma mehrere ferngesteuerte U-Boote in die Tiefe. Eine hochauflösende Kamera nahm Tausende Einzelaufnahmen vom Wrack auf, während ein Sonar jeweils die exakte Position des Tauchboots festhielt. Anhand dieser Daten wurden die Bilder anschließend am Computer zusammengesetzt.
Die Foto-Mosaike zeigen die "Titanic" so detailgenau wie nie zuvor: abgeknickte Masten, ein Gewirr aus Ketten und Metallteilen auf Deck, der langgezogene Rumpf des Ozeanriesen, der sich in den Meeresgrund bohrt. Die gesamte Serie ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift "National Geographic" zu sehen.
usp
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