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Zwölf-Jahres-Bilanz: Deutschland nutzt Rohstoffe besser

Schmelzofen für Vanadium in Aue: Weniger Einsatz, mehr Ertrag Zur Großansicht
dapd

Schmelzofen für Vanadium in Aue: Weniger Einsatz, mehr Ertrag

Rohstoffe werden in Deutschland effizienter genutzt: Wichtige Ressourcen wie Bodenschätze, Wasser und Energie werden weniger verbraucht - gleichzeitig können damit mehr Produkte hergestellt werden. Das berichtet die Bundesregierung.

Berlin/Hamburg - Für die meisten Waren werden natürliche Rohstoffe benötigt. Ihre Verschwendung scheint in Deutschland gebremst. Vor neun Jahren hatte die EU beschlossen, Rohstoffe effizienter nutzen zu wollen. Deutschland sei mit dem Vorhaben mittlerweile recht erfolgreich, berichtet die Bundesregierung. "Wir brauchen weniger natürliche Ressourcen und nutzen sie besser", teilt sie unter Berufung auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mit.

Rohstoffe würden effizienter verbraucht: Zwischen 2000 und 2012 sei die Produktivität um fast ein Viertel gestiegen, um fast zwei Prozent jährlich. Es wurde also ein Viertel mehr hergestellt - mit dem gleichen Stoff-Einsatz. Erfreulich verlaufe die Entwicklung auch bei sogenannten abiotischen Rohstoffen wie Erzen, Steinen, Kies, Sand, Salz und Kohle. Gegenüber 2000 würden mittlerweile acht Prozent weniger eingesetzt, bei steigender Wirtschaftsleistung.

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Ähnlich sei die Entwicklung bei Energie. Von 2000 bis 2012 sei dessen Effizienz um fast ein Fünftel erhöht worden, mithin um 1,5 Prozent jährlich. Die Nutzung natürlicher Energieträger, der sogenannte Primärenergieverbrauch, ging um 4,5 Prozent zurück. Das geht ebenfalls aus den "Umweltökonomischen Gesamtrechnungen" des Statistischen Bundesamtes hervor.

Auch Wasser werde sinnvoller genutzt. Die chemische Industrie etwa verbrauche ein Viertel weniger als zu Beginn des Jahrhunderts. Energieerzeuger und Nahrungsmittelindustrie hätten ihren Bedarf um ein Fünftel verringern können. Auch Landwirtschaft und Privathaushalte würden weniger verbrauchen. "Höhere Wasser- und Abwasserpreise und neue Techniken wie sparsame Produktionsverfahren haben dazu beigetragen", erklärt die Bundesregierung.

Zudem habe verminderter Partikel- und Gasausstoß die Qualität der Luft verbessert. Die Emission von Stickstoffen sei in Deutschland von 2000 bis 2011 um ein Viertel, die von Schwefeloxiden und nichtorganischen Verbindungen jeweils um mehr als ein Fünftel.

boj

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insgesamt 16 Beiträge
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1. Bilanz
braman 13.01.2014
Sollte diese Meldung den Tatsachen entsprechen und nicht nur geschönte Propaganda sein, dann ist das eine sehr gute Nachricht. Nicht die (niedrigen) Preise von Rohstoffen, Energie und anderen Produktionsfaktoren sind entscheidend für den Erfolg einer Volkswirtschaft sondern der intelligente Einsatz derselben. Aus diesem Blickwinkel sind die in den USA derzeit niedrigen Energiepreise eher ein Nachteil, die dort sehr energieintensive Industrie hat keinen Anreiz für eine Modernisierung in Richtung Effizienzsteigerung und bleibt auf ihrem technisch weitgehend veralteten Stand.
2. Weltuntergang
Teile1977 13.01.2014
Jaja. Das abschalten der Atomkraftwerke und die Einführung der erneuerbaren Energien wird Deutschland in den Abgrund stürzen... Wer immer nur am Gestern festhält sollte in eine Höhle ziehen ;-) Unternehmen und Privatpersonen werden immer am "Bewährtem" festhalten, entweder sie werden gezwungen, oder überzeugt. Nur durch permanentem Druck entwickelt sich die Wirtschaft weiter, sonst wären wir heute niht bei vielen Produkten Spitzenreiter, und hätten auch nicht die heutige niedrige Arbeitslosenquote.
3. Was sind denn Emissionen von Stickstoffen?
was..soll..das?? 13.01.2014
Ich denke es sind Stickstoffoxide gemeint
4. Unfassbarer Dummsinn
Ratzbär 13.01.2014
Zitat von sysopdapdRohstoffe werden in Deutschland effizienter genutzt: Wichtige Ressourcen wie Bodenschätzen, Wasser und Energie werden weniger verbraucht - gleichzeitig können damit mehr Produkte hergestellt werden. Das berichtet die Bundesregierung. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/nutzen-von-rohstoffe-und-ressourcen-in-deutschland-effizienter-a-943122.html
Was für ein unfassbarer Schwachsinn: Die Wasser- und Abwasserpreise sind (zumindest hier vor Ort) deshalb gestiegen, weil so viel Wasser eingespart wurde, dass die "normalen" Gebühren nicht mehr ausreichten, den aufgeblähten Versorgungsapparat chronisch unterbeschäftigter ArbeitnehmerInnen der Kommune (städt. Versorgungsbetrieb) zu bezahlen.
5. Wie sieht es mit Flächenverbrauch aus?
holgono 13.01.2014
Zwischen 1992 und 2012 wurden 8.000 qkm wertvolle Ackerfläche zubetoniert, für Neubausiedlungen und Gewerbeparks. Bei dieser wertvollen natürlichen Ressource kann man scheinbar noch nicht von einer effizienteren Nutzung sprechen!
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