Schlappe für Bundesregierung EU-weite Kennzeichnung von Gen-Nahrung gestrichen

In Sachen Gentechnik im Essen ist Deutschland europaweit isoliert: Wie Verbraucherschutzministerin Aigner jetzt bestätigt hat, ist die Bundesregierung mit ihrer Initiative für eine allgemeine Kennzeichnung in der EU gescheitert. Nun setzt man auf freiwillige Lösungen mit den Lebensmittelherstellern.

Kennzeichnungen wie diese wird es in der EU bis auf weiteres nicht geben
DPA

Kennzeichnungen wie diese wird es in der EU bis auf weiteres nicht geben


Berlin - In der EU wird es bis auf weiteres keine allgemeine Kennzeichnung von Lebensmitteln geben, die mit Gentechnik in Berührung gekommen sind. Die Bundesregierung hatte entsprechende Pläne forciert, ist jetzt aber damit gescheitert. "Wir haben versucht, in Europa eine Positivkennzeichnung durchzusetzen - leider ohne Erfolg", sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der "Bild am Sonntag". "Das findet weder bei der EU-Kommission, noch bei den anderen Mitgliedstaaten Unterstützung." Die Bundesregierung baue nun auf freiwillige Lösungen wie das "Ohne Gentechnik"-Siegel, das in Deutschland immer mehr Lebensmittelhersteller einsetzten.

Bei der angestrebten EU-weiten Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten wie Analogkäse sei die Bundesregierung aber "auf einem guten Weg", sagte Aigner der Zeitung. Es sei ein Kennzeichnungsvorschlag eingebracht worden, den das Europäische Parlament unterstütze.

hpi/dpa

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