Nach Rost an Brennstäben AKW Brokdorf darf wieder hochgefahren werden

Wegen zu viel Rost im Reaktor ist das Kernkraftwerk Brokdorf seit fünf Monaten vom Netz. Nachdem die Ursache gefunden wurde, darf es nun mit gedrosselter Leistung wieder starten.

Kernkraftwerk Brokdorf (Archivbild)
DPA

Kernkraftwerk Brokdorf (Archivbild)


Nach fünf Monaten Pause darf der Betreiber das Atomkraftwerk Brokdorf wieder hochfahren. Die schleswig-holsteinische Atomaufsicht hat die Zustimmung am Wochenende erteilt, wie das Umweltministerium in Kiel mitteilte.

Allerdings gelten Beschränkungen: So darf das Atomkraftwerk zunächst nur mit 88 Prozent seiner Leistung betrieben werden. Wenn die mittlere Kühlmitteltemperatur gesenkt wird, sind 95 Prozent erlaubt.

Im Zuge der Jahresrevision war im Februar Rost an Brennstäben festgestellt worden, der nicht nur dicker war, sondern auch schneller und an anderen Stellen auftrat als erwartet. An einigen Stäben waren die Grenzwerte überschritten. Die im Kieler Umweltministerium angesiedelte Atomaufsicht hatte eine gründliche Untersuchung eingeleitet und das Wiederanfahren untersagt. Eine Gefahr bestand demnach allerdings nicht.

Laut einer Untersuchung kam der Rost durch mehrere Faktoren zustande. Unter anderem lief der Reaktor seit Jahren mit einer höheren Leistung und wurde immer häufiger hoch- und runtergefahren.

Am Samstag demonstrierten rund 80 Atomkraftgegner gegen das Wiederanfahren des Meilers. Sie forderten unter anderem einen Verzicht auf die rostanfälligen M5-Brennstäbe und eine Reduzierung der Leistung auf 80 Prozent. Die Anlage hat eine Restlaufzeit bis 2021.

sep/dpa/AFP



insgesamt 15 Beiträge
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Günter Rudolphi 31.07.2017
1. Bitte auch ein sprachliches Mindestniveau noch einhalten
denn es gab keinen "Rost" an Eisen- oder Stahlteilen, sondern eine Oxidation. Rost gehört zum Eisen und zum Stahl im allgemeinen. So ist es schon besser: "AKW Brokdorf: Ablagerungen auf Brennstäben | NDR.de - Nachrichten ... www.ndr.de/.../AKW-Brokdorf-Ablagerungen-auf-Brennstaeben,brokdorf272.html 20.02.2017 - Im AKW Brokdorf haben Inspekteure ungewöhnlich dicke Oxidschichten an den Brennstäben festgestellt. Laut Umweltminister Habeck ist ... " Aber hier in diesem PDF können Sie auch noch Details lesen zu M5-Brennstäben: "RSK - STELLUNGNAHME Sicherheitsaspekte des Einsatzes hochabgebrannter Brennelemente unter Reaktivitätsstörfall-Bedingungen vom 27.01.2005 (379. Sitzung)" Zitat daraus: "In DWR kommen unterschiedliche Hüllrohrlegierungen zum Einsatz, die ein deutlich unterschiedliches Korrosionsverhalten zeigen. Auch der Anteil des vom Hüllrohr aufgenommenen Wasserstoffs hängt vom Werkstoff ab. Daraus ergeben sich bei gleicher Standzeit wesentliche Unterschiede hinsichtlich des Korrosionsniveaus und des Wasserstoffgehaltes. Die zunehmend eingesetzten ZrNb-Werkstoffe, z. B. M5, zeigen geringere Korrosion und verminderte Wasserstoffaufnahme im Vergleich zu Zry-4, so dass insgesamt von einem günstigeren Ausgangszustand für das transiente Brennstabverhalten auszugehen ist." Sich besser zu informieren ist doch wirklich nicht soooo schwer.
NuclearSavety 31.07.2017
2. Naja ....
.... wenn es gegen die böse(TM) Atomkraft geht hat SPON schon vor Jahren alle journalistischen Mindeststandarts über Bord geworfen, da fällt es gar nicht mehr auf ZrO2 als Rost zu bezeichnen.... Damit reit sich SPON immerhin nahtlos in die Riege der demonstrierenden Atomkraftgegner ein, die fordern das M5 durch ein korrosionsanfälligeres Hüllrohrmaterial zu ersetzen....
karl-felix 31.07.2017
3. Was
Zitat von NuclearSavety.... wenn es gegen die böse(TM) Atomkraft geht hat SPON schon vor Jahren alle journalistischen Mindeststandarts über Bord geworfen, da fällt es gar nicht mehr auf ZrO2 als Rost zu bezeichnen.... Damit reit sich SPON immerhin nahtlos in die Riege der demonstrierenden Atomkraftgegner ein, die fordern das M5 durch ein korrosionsanfälligeres Hüllrohrmaterial zu ersetzen....
heißt hier böse ? In 5 Jahren gibt es in Deutschland keinen Atomstrom mehr und das wäre doch des Teufels, wenn vorher bei uns mitten in Europa es noch zu einer Atomkatastrophe käme. Dann lieber so. Ein Beweis für die Unzuverlässigkeit der Atomreaktoren . 5 Monat steht der Meiler von 12 Monaten des Jahres still, irgendjemanden muss das doch richtig Geld kosten . Von wegen billiger Atomstrom und so. Und jetzt mit 88% Höchstlast ? Wie lange muß der noch durchhalten bis zur endgültigen Stilllegung ? Armer alter , maroder Reaktor. Gut wenn wir da raus sind, vermisst hat kein Mensch Brokdorf am Netz.
NuclearSavety 31.07.2017
4.
Zitat von karl-felixheißt hier böse ? In 5 Jahren gibt es in Deutschland keinen Atomstrom mehr und das wäre doch des Teufels, wenn vorher bei uns mitten in Europa es noch zu einer Atomkatastrophe käme. Dann lieber so. Ein Beweis für die Unzuverlässigkeit der Atomreaktoren . 5 Monat steht der Meiler von 12 Monaten des Jahres still, irgendjemanden muss das doch richtig Geld kosten . Von wegen billiger Atomstrom und so. Und jetzt mit 88% Höchstlast ? Wie lange muß der noch durchhalten bis zur endgültigen Stilllegung ? Armer alter , maroder Reaktor. Gut wenn wir da raus sind, vermisst hat kein Mensch Brokdorf am Netz.
Nun, in 5 Jahren gibt es keinen in-deutschland-produzierten-Atomstrom mehr im deutschen Stromnetz .... und bezüglich "Vermissen" können wir ja "froh" sein, dass Deutschland noch soviel Braunkohle zum Verfeuern hat wenns mal wieder ne Dunkelflaute gibt .... Immer nach dem gelebten Grünen-Motto: "Scheiss doch auf Klimawandel, wir leben ja nicht in Bangladesch" ....
knuty 31.07.2017
5.
Zitat von NuclearSavetyNun, in 5 Jahren gibt es keinen in-deutschland-produzierten-Atomstrom mehr im deutschen Stromnetz .... und bezüglich "Vermissen" können wir ja "froh" sein, dass Deutschland noch soviel Braunkohle zum Verfeuern hat wenns mal wieder ne Dunkelflaute gibt .... Immer nach dem gelebten Grünen-Motto: "Scheiss doch auf Klimawandel, wir leben ja nicht in Bangladesch" ....
In Deutschland gibt es soviele unausgelastete Gas-Kraftwerke, die könnten nicht nur die Atomstromkraftwerke komplett ersetzen, sondern fast alle Braunkohle-KW gleich mit und das von einem Tag auf den anderen, während die CO2-Emissionen um mindestens weitere 20% sinken würden.
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