Notlandung in Baikonur Defekter Sensor war für "Sojus"-Fehlstart verantwortlich

Die russischen "Sojus"-Raketen gelten eigentlich als extrem zuverlässig. Anfang Oktober musste die Besatzung dennoch notlanden. Nun liegt der Untersuchungsbericht zu der Panne vor.

Start der "Sojus" MS-10 im Oktober
DPA

Start der "Sojus" MS-10 im Oktober


Nach dem Fehlstart einer "Sojus"-Rakete hat die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos ihren Untersuchungsbericht vorgelegt. Demnach ist für die Panne am 11. Oktober nach offiziellen Angaben ein defekter Sensor verantwortlich.

Ein Stift sei beim Zusammenbau des Sensors im kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur verformt worden, teilte Oleg Skorobogatow in Koroljow bei Moskau mit. Der Schaden entstand wohl, weil "nicht vorgeschriebene Werkzeuge" verwendet worden seien. Er gehört zu der Untersuchungskommission, die nach dem Fehlstart gebildet wurde.

Bereits am Mittwoch hatte der Leiter der bemannten russischen Raumfahrt, Ex-Kosmonaut Sergej Krikaljow, ähnliches angedeutet. Wegen des Defekts habe es beim Start im Oktober Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe gegeben, hieß es.

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Sojus-Notlandung: Bange Minuten

Bei dem Fehlstart hatten sich die Raumfahrer Sergej Owtschinin und Nick Hague, die zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollten, unverletzt retten können. Das Problem mit der Technik bringt aber das Flugprogramm zur ISS durcheinander.

Video: "Sojus"-Rakete muss notlanden

An zwei bereits montierten Sojus-Raketen werde nun überprüft, ob bei ihnen der gleiche Fehler passiert sei. Der nächste bemannte Flug zur ISS mit der Ablösung für den deutschen Astronauten Alexander Gerst könnte am 3. Dezember abheben. Ursprünglich war er für den 20. Dezember geplant gewesen.

joe/dpa/AFP

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