LHC Teilchenbeschleuniger schafft Weltrekord

13 Teraelektronenvolt - noch nie sind bei einem Experiment Teilchen mit solcher Wucht aufeinandergeprallt wie jetzt am Europäischen Kernforschungszentrum Cern.

CMS-Detektor am Beschleunigers LHC: Zweijähriger Umbau
REUTERS

CMS-Detektor am Beschleunigers LHC: Zweijähriger Umbau


Sechs Wochen nach dem Neustart prallen im größten Teilchenbeschleuniger der Welt Protonen mit bislang unerreichter Energie aufeinander. In der Nacht zum Donnerstag erreichte der Large Hadron Collider (LHC) in Genf den Rekordwert von 13 Teraelektronenvolt (TeV) - nahezu doppelt so viel wie bisher.

Allerdings handelte es sich zunächst um Testkollisionen und noch nicht um Experimente zur Suche nach unbekannten Elementarteilchen, wie das Europäische Kernforschungszentrum (Cern) am Donnerstag mitteilte. Mit dem Erreichen der Rekord-Energiewerte sei die auf acht Wochen angelegte Phase der Wiederinbetriebnahme des LHC erfolgreich fortgesetzt worden. Dabei werden alle Systeme und Bestandteile des 27 Kilometer langen LHC-Ringtunnels getestet und aufeinander eingestellt. Ab Anfang Juni sollen Daten aufgezeichnet werden.

Der LHC war in zweijähriger Arbeit umfassend aufgerüstet worden. Knapp drei Jahre nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens hoffen die Forscher unter anderem, in den Zerfallsprodukten der Teilchenkollisionen Beweise für die Existenz von Dunkler Materie sowie Informationen über ihre Zusammensetzung zu bekommen.

Mehr über den Neustart des weltgrößten Experiments erfahren Sie in dem Multimediaspecial: Neustart für die Weltmaschine.

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LHC aufgerüstet: 13 statt 8 Teraelektronenvolt

boj/dpa



insgesamt 64 Beiträge
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shark 21.05.2015
1. Aha
mal wieder was Neues, dass weitere Millionen in dieses sinnlose Projekt fließen. Wenn ein Vogel mit 8 km/h oder 13 km/h gegen eine Scheibe fliegt, ist es dasselbe Ergebnis. Was hat das Manhattan Projekt innerhalb von wenigen Jahren in den USA geschafft? - Die Atombombe und Wasserstoffbombe! Soll doch CERN lieber mal an Kernfusionreaktoren forschen und nicht weiter den "Gottesteilchen" nachlaufen.
h_harz 21.05.2015
2. Stimmt nicht
Wenn der Vogel schneller fliegt, wird beim Aufprall mehr Energie frei, die unter Umständen dazu führt, dass der Vogel, je nach Spezies und Gewicht, die Scheibe durchbricht. Abegesehen von Ihrem Unverstand haben Sie mit Ihrem Post nichts erreicht.
zerozero123 21.05.2015
3. Sinnlos?
Zitat von sharkmal wieder was Neues, dass weitere Millionen in dieses sinnlose Projekt fließen. Wenn ein Vogel mit 8 km/h oder 13 km/h gegen eine Scheibe fliegt, ist es dasselbe Ergebnis. Was hat das Manhattan Projekt innerhalb von wenigen Jahren in den USA geschafft? - Die Atombombe und Wasserstoffbombe! Soll doch CERN lieber mal an Kernfusionreaktoren forschen und nicht weiter den "Gottesteilchen" nachlaufen.
Als sinnlos würde ich diese Forschung pauschal mal nicht bezeichnen. Zwischen Manhattan und CERN liegen Welten. Manhattan war noch relativ "simpel" gestrickt, CERN dagegen ist ein Meilenstein in der Forschung und gigantisch komplex. Der Begriff "Weltmaschiene" ist schon richtig gewählt. Wenn man sich beschwert, das dort Geld "versenkt" wird, da möchte ich nicht Ihre Meinung hören bezüglich Rettung des Kapitalismus und Erhalt des Finanzsystems, dort fliessen Summen, die das Geld für CERN als Peanuts erscheinen lassen und diese sind weitaus sinnlosr investiert als im CERN. Forschung ist wichtig und muss betrieben werden.
hubert heiser 21.05.2015
4.
Zitat von sharkmal wieder was Neues, dass weitere Millionen in dieses sinnlose Projekt fließen. Wenn ein Vogel mit 8 km/h oder 13 km/h gegen eine Scheibe fliegt, ist es dasselbe Ergebnis. Was hat das Manhattan Projekt innerhalb von wenigen Jahren in den USA geschafft? - Die Atombombe und Wasserstoffbombe! Soll doch CERN lieber mal an Kernfusionreaktoren forschen und nicht weiter den "Gottesteilchen" nachlaufen.
Schön, wie Sie die Experimente am CERN veranschaulichen können: Das ist, als wenn Vögel gegen Scheiben fliegen. Jo, jetzt weiß ich, wie ich mir ein Quark-Gluonen-Plasma vorzustellen habe. Macht es Sinn, gegen solche Vergleich noch zu argumentieren? Wahrscheinlich nicht, denn die Argumente werden komplex: 1. Ohne wesentliche Vorarbeiten aus der Grundlagenforschung hätte das Manhatten-Projekt keine Fissions- und auch keine Fusionsbombe bauen können. Ich weiß, das ist für manche schwer zu verstehen, möchte es aber dennoch anmerken. 2. Ohne ein Nebenprodukt der CERN-Forschung, welches darauf abzielte, Daten und Ergebnisse weltweit einfach austauschen zu können, hätten Sie heute keine Gelegenheit, sich in diesem Medium über das CERN zu echauffieren. Schwer zu glauben, aber wahr: Das WWW wurde für die Grundlagenforschung entwickelt. 3. Als Fanboy der Fusionsforschung können Sie mir sicher beantworten: Wieviel Geld wurde dort schon verbraten? Wie ist der aktuelle Entwicklungsstand, z.B. beim ITER? Wieviele Jahre und wieviele Euros sind wir noch von der Ernergiegewinnung, ganz zu schweigen von der kommerziellen Nutzung der Fusionsenergie entfernt?
GaliX622 21.05.2015
5. zu #1
Sie haben eindeutig keine Grundkenntnisse in Naturwissenschaften. Es sollte gar nicht zur Diskussion stehen ob solche Projekte sinnvoll sind oder Geld verbrennen. Sobald wir als Menschheit aufhören unseren Horizont zu erweitern ist unsere Existenz bedroht. Früher wurden die Uhrzeitmenschen fast von den Umwelteinflüssen ausgelöscht, dann haben Religionen gegenseitig das Beste gegeben die Menschen aus zu löschen, dann waren/wird es Krankheiten geben die dieses versuchen. Erst kürzlich waren ein weitere Versuchung diesen Planeten unbewohnbar zu während des zweiten Weltkriegs.. Aktuell gibt unsere Konsumgesellschaft ihr bestes unseren Planeten und die Menschheit nachhaltig zu zerstören Mir sind 200 Großangelegte Grundlagen Experimente viel lieber als eine weitere Bankenrettung in dieser Welt oder ein weiterer Sinnloser Krieg aus welchen Konsum Gründen auch immer. Wer weiss was wir in 50 Jahren über die jetzige Zeit denken. Wahrscheinlich nichts gutes.
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